1900 Jägerinnen und Jäger gibt es im Bezirk Weiz. Die meisten von ihnen sind alleine im Revier unterwegs, begleitet oft nur von ihrem Hund. Was bei Notfällen zu tun ist und wie man Mensch und Tier hilft, war kürzlich Thema eines Vortrags im Gasthof Allmer in Weiz.
Organisiert von den Vertreterinnen der Weizer Bezirksjägerinnen, Maria Durlacher und Michaela Berger, bot der Abend eine Gelegenheit, wichtige Grundlagen der Ersten Hilfe kennenzulernen. Gerhard Holzer vom Roten Kreuz Anger sowie Tierärztin Elisabeth Kutschera und Amtstierarzt Gerhard Kutschera führten durch das Programm.
Gesundheitliche Folgen ließen sich durch rasche und vor allem richtige Hilfe vermeiden, betonte Holzer. Besonders wichtig sei das Mitführen eines Mobiltelefons. Wer die Notrufnummern parat hat, kann im Ernstfall auch Angehörige oder Freunde anrufen.
Rosa oder grau?
Im zweiten Teil des Abends stand der Jagdhund im Mittelpunkt. Die beiden Tierärzte demonstrierten gemeinsam mit Münsterländer-Hündin Cara und ihrem Hundeführer Alois Berger wichtige Sofortmaßnahmen. Gezeigt wurde etwa, wie Knochenbrüche ruhiggestellt werden oder wie sich medizinische Notfälle erkennen lassen.
Ein Blick ins Zahnfleisch des Hundes kann Hinweise geben: „Beim Druck auf das rosafarbene Zahnfleisch verfärbt sich dieses weiß und muss nach dem Loslassen beim gesunden Hund nach zwei Sekunden wieder rosa werden“, erklärte Kutschera. Eine graue Verfärbung könne hingegen auf Kreislaufprobleme oder einen Schockzustand hinweisen. Auch das Erfühlen des Pulses, Wiederbelebungsmaßnahmen sowie das Anlegen eines Beißkorbs in Notsituationen zeigten die beiden Tierärzte her.
Bei den anwesenden Jägerinnen und Jägern stieß der Abend auf großes Interesse. Bezirksjägermeister Josef Kleinhappel dankte den Organisatorinnen und betonte, dass eine solche Initiative eigentlich in allen Bezirken angeboten werden sollte – schließlich könne richtig angewandte Erste Hilfe im Revier Leben retten.