Tödlich verunglückt ist eine 51-jährige Motorradfahrerin in Peesen im Bezirk Weiz am frühen Mittwochabend. Die Einsatzkräfte wurden gegen 18 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der B72 Weizer Straße gerufen. Laut Zeugenbericht dürfte eine aus Salzburg stammende Motorradfahrerin bei einem Überholvorgang in einer Linkskurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben und kam in Folge von der Fahrbahn ab. Die 51-Jährige stürzte und kam in einer angrenzenden Wiese zu liegen.
Rettungssanitäter scheiterten mit Wiederbelebungsversuchen
Zwei Rettungssanitäter, die zufällig in ihrer Freizeit zum Unfallort kamen, begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Auch nachkommende Polizeistreifen und das Notarztteam des Rettungshubschraubers C16 versuchten vergeblich das Leben der Frau zu retten. Die Motorradlenkerin verstarb noch an der Unfallstelle an den Folgen ihrer schweren Verletzungen.
Der Fall reiht sich in eine traurige Statistik ein. Schon in den vergangenen Wochen verloren einige Motorradlenkerinnen und -lenker ihr Leben. Wieso ausgerechnet Motorradlenkerinnen und -lenker gefährdet sind, liegt für Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) auf der Hand: „Motorradfahrer haben null Knautschzone, sind dem Verkehr viel mehr ausgeliefert“. Jeder Fehler wird ungleich stärker bestraft. „Als Motorradfahrer ist man immer einer der Schwächsten“, ergänzt Georg Scheiblauer, Chefinstruktor Motorrad beim ÖAMTC.
Im Jahr 2024 starben 17 Motorradfahrer auf den steirischen Straßen. Besonders auffällig: Während die Zahl der Verletzten bei Autounfällen im Zeitraum von 2015 bis 2024 von 25.625 Personen österreichweit auf 19.793 gesunken ist, stieg jene der Verletzten bei Motorradunfällen von 4219 auf 4468 an.