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LivestreamBauboom: Droht der Südsteiermark der Ausverkauf?

Wie viele Investoren und Projekte verträgt die Südsteiermark? Die Kleine Zeitung bittet Fachleute aus der Region zur Diskussion.

 

Es ist das beherrschende Thema in der Südsteiermark: An allen Ecken und Enden werden Tourismusbetriebe erweitert und neue Anlagen hochgezogen. Parallel dazu wächst in der Bevölkerung der Unmut, weil es sich bei den Bauherren zunehmend um Investorengruppen von auswärts handelt. Unter Einheimischen spricht man längst von einem "Ausverkauf der Südsteiermark".

Kommentare (8)
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zweigerl
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Übermacht der Lobbyisten bei der Diskussion

Die Soft-Moderation durch den bemühten Redakteur war nicht geeignet, die Diskutanten auf die brennendsten Widersprüche hinzulenken, die summa summarum darin bestehen, ein gewachsenes Landschaftsjuwel möglichst gewinnbringend zu vermarkten und dadurch deren bezwingende Aura zu zerstören. Auch die oppositionelle Frau Rupp, der Übermacht von 3 kommunalen Playern gegenüberstehend, hätte ihren "Hybris"-Vorwurf schärfer zuspitzen müssen. So bleibt nur die Hoffnung, dass das optimistische Resumee der Wein- und >Tourismuslobbyisten, in 10 Jahren sei die südsteirische Weingegend eine "ökologische Vorzeigeregion", eingelöst werden kann. Aber das hieße, die Resettaste zu drücken und vorwärts in überschaubare Strukturen zurück zu gehen und als erstes dieses Ratscher Ressort-Projekt zu kippen.

Herbert Bödendorfer
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Zukunft

DAs Hintergrundbild hinter BGM Wratschko zeigt die größte Wein-Monokulturfläche der STMK. Das zeigt die Richtung!

diss
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Für mich ist es ganz einfach:

Ich habe z. B. ein blacklist über die Unternehmungen von Hans Kilger in der gesamten Steiermark, um diese Unternehmungen generell zu meiden.

Stubaital
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Südsteirische Weinstraße

Frau Rupp hat ihren Biobuschenschank auch verkauft, denn Geld stinkt angeblich nicht.
Nur zur Information.

Erika39
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so wie der Schelm selber ist ...

denkt er von den anderen. Ja, das wäre sicher Ihre Motivation - das Geld. Frau Rupp hat ihren Hof verkauft, weil sie die Umbauten für die damals neuen EU-Auflagen nicht bezahlen konnte. Ihre Aussage sagt viel über Sie aus!

Ragnar Lodbrok
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Ein zweites Kitzbühel ist schon im Entstehen.

Habe Verwandte in Ratsch - für Einheimische sind Grundstücke nicht mehr leistbar. Die Bauern wollen lieber an die Reichen verkaufen...

Herbert Bödendorfer
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Gegenwind

Die Wortmeldungen zeigen Gegenwind gegen
- weinindustriellen Größenwahn in Monokultur
- Kulturlandschaftszerstörung und Bodenversiegelung
- auswärtige Investoren als Entwickler.
Zitat Franzobel: "Man sieht der Landschaft die Geldgier ihrer Bewohner an!"
Die Betreiber der Großprojekte äußern sich nicht. Sie sind beruhigt: die Machtverhältnisse sind ohnehin klar! Die KLEINE ZEITUNG beweist, dass auch sie zu diesem, in den Kommentaren oft genannten, "Machtfilz" gehört, indem sie diese Diskussionsrunde wie eine schiefe Ebene organisiert hat: 3 Große von GELD, GASTRO und WEIN gegen die 1 Stimme der warnenden Aktivisten. Frau Rupp scheint eine unerschrockene Frau zu sein.
Demokratie soll Interessen ausgleichen und Konflikte so bearbeiten, dass sie zu produktiven, friedlichen Lösungen finden lassen. Die Struktur des NATURPARKS (mit seiner Regionalentwicklungs-Säule!!!) würde sich hier als Rahmen anbieten. Solche schiefen Dikussionsrunden wie diese, sind nicht sehr demokratisch!
Demokratisch wären z.B. gemeinsame Treffen und Besprechungen im Gelände und im Umfeld der Großprojekte, oder Einladungen an die auswärtigen Investoren zu Spaziergängen und Exkursionen, die ihnen die Geschichte und Kultur der Region lebendig vermitteln. Herr Kilger hat recht, wenn er sagt, dass er sich nicht rechtfertigen muss, wegen seines Geldes. Verantwortung für Menschen und für Natur hat er aber sehr wohl!
Meine Anregung: NATURPARKstrukturen aufbauen für BEGEGNUNG und INTERESSENSAUSGLEICH.

zweigerl
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Rebenmonokultur

Ich bin aufgewachsen mit den dringenden Mahnungen, nur ja die Finger vom Alkohol zu lassen, der Familien ins Verderben stürzt, die Aggression steigert ("Gemma rafen"), Verkehrsunfälle produziert und a la longue Bewusstsein und Denkfähigkeit trübt. Seit dem Weinboom ist das Thema obsolet. Auf Fotos von Weinbauern schwenken sogar die Kinder "ein Flascherl", das Geselligkeitsritual "aussaufen" und "neu einschenken" ist zur allgemeinen Maxime geworden, die den Aufenthalt in der Buschenschenke legitimiert.