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FachkräftemangelWeil ein Gasthaus kein Personal findet, droht die Schließung

Fachkräftemangel in der Gastronomie: Das Gasthaus „Zum Campi“ in Bad Gleichenberg findet kein Personal für Service und Küche. Die Schließung droht – wegen Überlastung. Ein Beispiel für ein landesweites Problem.

Gabi und Robert Lackner mit Tochter Samantha (M.): Sie betreiben das Gasthaus „Zum Campi“ im südoststeirischen Bairisch Kölldorf und suchen dringend Personal © Katharina Siuka
 

Um 7 Uhr putzen Gabi und Robert Lackner ihr Gasthaus durch, um 8 Uhr richten sie das Frühstück an. Das Mittagsgeschäft läuft unter Hochdruck, „wir haben teilweise 80 bis 115 Gäste“. Um 22 Uhr ist endlich Sperrstunde. Für die Lackners ist das ein ganz normaler Tag – morgen heißt es dann wieder putzen, bis zum Abend kochen und servieren. Tochter Samantha hilft mit.

Kommentare (46)

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gericom7
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Schiefe Optik

Und dann gibt's das Wiener Schnitzel um 2,50 Euro.
Billig, weil vermutlich bei Personalkosten eingespart werden kann.

ARadkohl
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Zuerst Artikel lesen!

Sie suchen dringend jemanden also wie kommt man dann auf Personal einsparen??

Hildegard11
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Unfähige Regierungen,...

....die seit Jahrzehnten von Lohnkostensenkungen quatschen und nix tun und geizige, obwohl gutverdienende Gäste, die nur billig wollen. Das ist Österreich. Scheinheilig und unbeweglich.

Guccighost
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Natürlich wäre es richtig und fair den KochIn

mind. 3000 netto zu zahlen bei dieser Schwerarbeit und auch die Hilfskräfte müssten min. 1700 netto verdienen.
aber dann muss das Schnitzel auch 25 Euro kosten.
aber das lokal wird dann wahrscheinlich leer sein und die Leute gehen
zu die Möbelhäuser wo auf Kosten der Wirte das Essen praktisch verschenkt wird.
Das ist der Teufelskreis jetzt mal einfach ausgedrückt aber es gibt noch viel andere Probleme in der Gastro.

dieRealität2020
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wenn ich mir die Aussagen der Lackners ansehe,

muss ich aber sagen, dass hier der Wurm drinnen ist. Als 50 Jahre seltbständiger Unternehmer mit 2 konträren Unternehmen in Mitteleuropa, die ich nach dem Tode meiner Frau veräußert habe, war der älteste Mitarbeiter 17 Jahre bei mir, der Jüngste 7 Jahre. Und alle Mitarbeiter samt Vertreter waren Vollbeschäftigt. Ich wage zu sagen, ich weiß was Sache ist.
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Was man in Zahlen ausdrücken könnte ist, dass im unteren Unternehmensbereich gegenüber Großunternehmen es sehr schwer ist Belastungen zu vermindern. Da keine nennswerten Ausweichmöglichkeiten bestehen. Allein in mir bekannten Länder nur innerhalb der EU gibt es Möglichkeiten seine kompletten Aufwendungen samt Steuern!!! bis zu 30% zu reduzieren.
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Unserem Land fehlt noch eine ausgewogene Wirtschaftspolitik im kompletten Wirtschaftssgefüge in allen Bereichen. Von der Einkommens- bis zur Sozialpolitik. Bis dato kann ich nur Fleckerlteppiche sehen. Das sist zu wenig.
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Aus meiner Sicht und nach meiner Meinung, die Geldverbrennungsmaschinen und die Machtpolitik der Parteien und Bürokratie lebt in diesen Land noch immer als gebe es keinen Morgen.

Zwiepack
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Haben Sie eine konkrete Idee

oder geht's nur ums herumsudern?

dieRealität2020
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es ist sehr einfach zu sagen

höhere Löhne und Verringerung der Arbeitszeit, kleinere Unternehmen auch wenn sie wollten haben nicht die Möglichkeit diese Belastungen auszugleichen und zu tragen, da ohne Gewinne diese Mehraufwendungen nicht bezahlt werden können.
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Schon Heute gibt (ansteigend) es zehntausende Einzel- und Kleinstunternehmen, bei denen der Unternehmer besser daran wäre einen Job zu übernehmen, denn da würde er möglicherweise mehr verdienen.

dieRealität2020
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bei hunderttausenden Arbeitslosen In-Ausländer frage ich mich was da los ist?

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Von der Politik und dem AMS fühlt sich Lackner im Stich gelassen. „Ich bekomme zwar Bewerbungen, aber es kommt kaum jemand zum Vorstellen.“ Auch auf Inserate gibt es „bislang null Reaktionen“.
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Aus meiner Sicht sind die "persönlichen Rechte" bereits so strukturiert, dass schlicht und einfach alle größtenteils zugewiesenen Arbeiten ablehnen kann.
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Ich denke hier an die Hysterie bei den 850 Lehrlingen (ohne Asylberechtigung) wobei gegenüberstehend 8.500 Ausländer mit bestehender Asylberechtigung "im gleichen Alter" arbeitslos gemeldet sind. In dem Moment wo es die Asylberechtigung gab meldete man sich beim AMS an. Wieso ist das möglich?
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Das derzeit 50% +plus -minus nicht österreichische Staatsbürger sprich Ausländer arbeitslos gemeldet sind. Siehe Statistik des AMS und Aussagen von Kopf.

melahide
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Ich denke

solche Artikel dienen aber auch dazu, damit man auf die "bösen Österreicher und Ausländer" schimpfen kann die nicht arbeiten wollen. Und natürlich auf das Sozialsystem. Das ist ja so schrecklich. Wenn der Basti Kurz das nur alles abschaffen würde, wir hätten keine Probleme mehr auf der Welt :).

Die Menschen sollen arbeiten. Überall, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und auch flexibel sein. Sollen sie halt nach Tirol gehen wenn man da jemanden braucht. Gefordert wird das natürlich von den unflexiblen die vermutlich einen 8-16 Job haben und schon seit 20 Jahren bei der gleichen Firma sind, mit hunderten Privilegien.

dieRealität2020
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es ist halt die Realität, dass ansteigende und immer mehr breitflächigere Sozialsystem

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führt dazu, dass in manchen Branchen immer mehr Arbeitnehmer und Arbeitgeber auseinandertriften. Die Kluft wird immer größer.
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Es wird für Arbeitgeber vor allen in Kleinunternehmen egal welcher Branche immer schwerer das "richtige" Personal zu bekommen. Das hat wenn ich mir die Zahlen ansehe nichts mit der sogenannten "Fachkraft" zu tun.
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Jährlich seit Jahrzehnten werden jährlich hunderttausende arbeitslos und nicht nur arbeitslos gemeldete in unzähligen Institution wie WIFI, BFI usw. umgeschult. Es ist nun einmal Tatsache, dass größtenteils diese Umschulungsaktionen von In- und Ausländer begangen werden, um die Zuwendungen zu verlängern.

gberghofer
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Bei geringen Angebot steigen normalerweise die Preise

Schlechte Arbeitsbedingungen niedriger Lohn keine gesicherte Freizeit. Wer soll sich das antun. Die wollen ja auch halbwegs leben. Wenn ich in Wien lebe ist es wenig lukrativ eine Arbeit in Vorarlberg zu finden. Flüchtling kann man nicht aufnehmen die sprechen unsere Sprache sehr schlecht. Mein Ziehsohn hat in der Tenne in Kitzbühel gearbeitet. Man kann sich gar nicht vorstellen wie man dort mit dem Personal umgegangen ist.

dieRealität2020
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werde ich ihnen nicht absprechen,

diese Spirale über die sie schreiben dreht sich immer schneller und intensiver. Von 65-85 arbeiten Frauen aus Familien usw. um sich ein Zubrot zu verdienen um den Lebensstandard zu heben, heute ist es bedauerlicherweise so, dass diese geringfügig Beschäftigten (gab es schon in den 60iger) ums Überleben arbeiten müssen.
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Niemand kann mir in diesen Wirtschaftsgefüge in dieser Walze die sich immer schneller fortbewegt, stehenbleiben es heißt mitlaufen oder unter zu gehen. Traurig aber wahr, nur es ist schon klar und ohne Zweifel, der Großteil der Menschen sprich Konsumenten kurbelt diese Spirale und dieses Rad an.
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Das interessanteste Beispiel ist die elektronische Kommunikation in allen Bereichen. Allein 60% sind unnötige Anschaffungen und Produktionen. Benötigen tatsächlich Millionen von Menschen weltweit alle 1-3 Monate neue Geräte?

SagServus
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So wie den Lackners geht es vielen in der Gastronomie, der Fachkräftemangel ist ein nationales Problem.

Ein Personalmangel in einer Branche, der vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Branche nix zahlen will und dabei auch noch nicht gerade angenehme Arbeitsbedingungen hat, ist sicher kein Fachkräftemangel.

Vor allem weil beim AMS ja genügend Koch/Kellner gemeldet und auf Jobsuche sind.

Das soll jetzt nicht wertend gegenüber den Lackners sein, vielleicht zahlen die eh gut.

Ich find nur das ganze Gejammere der Branche bezüglich Fachkräftemangel und das unreflektierte Übernehmen dieser Jammerei durch die Medien falsch.

Guccighost
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Fachkräfte?

Man bekommt nicht mal Hilfskräfte zum Tisch abräumen, Salate und Eis anrichten, Geschirr in die Machine geben usw.
Aber so dumm kann ja niemand sein dass man diese Arbeit nicht verrichten kann.

altbayer
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Höhere Preise

@SagServus
Ihr seid vielleicht auch die Gäste, der um 4,95- Euro ein 3-gängiges Menue im Gasthaus haben wollen.
Dazu trinken wir ein Glas Leitungswasser um 0,05 Euro.
- damit ist das Trinkgeld 0,05 Euro auch weg, weil mehr als 5,- Euro zahlen wir nicht.
Die Lösung wären höhere Preise für das Menue - aber das wollt ihr ja auch nicht, mit dem Gewinn würde sich der Wirt (der Ausbeuter) nur eine größere Jacht kaufen.

Für alle die sich jetzt aufregen, nehmt euch an der Nase und gebt den Bedienungen wenigstens ein anständiges Trinkgeld
(so um die 10% sollten es schon sein, wenn das Service passt).

DergeerderteSteirer
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@SagServus,......

Deine Darstellungen haben vollste Richtigkeit, gut auf den Punkt gebracht!!

goje
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Ich seh die Kommentare von wegen

Arbeitslose & Asylwerber schon vor mir. Ganz gleich, wenn es um den Fachkräftemangel in der Pflege geht. Es geht hier nicht um Aushilfen für Haushaltstätigkeiten. Es geht tatsächlich um fachliche Kompetenzen. Hinzu kommt meist unterirdische Bezahlung, mit der man definitiv das Leben nicht bestreiten kann.

langsamdenker
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@goje Ich gebe Ihnen recht - aber man muss einmal von der Idee weg kommen

dass die Gastronomie absichtlich schlecht bezahlt. Die Fixkosten in der Gastronomie sind enorm. Der Rohertrag aus dem Umsatz ist für diesen enormen Aufwand (Gebäudekosten, Mieten, Strom, Wasser, Heizung, sanitäre Anlagen, die "Software" - Geschirr, Tischtücher, Kreditzinsen - die Gastronomie hat eine extrem niedrige Eigenkapitaldeckung usw usf.) einfach zu niedrig.
Essen ist faktisch nur ein Frequenzbringer um Getränke verkaufen zu können.
Und der Konkurrenzdruck von Parallelangeboten (Möbelhäuser, Fitness-Studios, die Systemgastronomie - die Franchises wo man sich das Essen im Pappendeckel-"Teller" selber abholt und mit den Fingern isst) ist auch enorm.
In die traditionelle Gastronomie musst hineingeboren sein um nicht aufzugeben.

goje
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@langsamdenker

Ich sage auch nicht, dass es allein den Gastronomen geschuldet ist. Jedoch hat es z.B. auch System, einen geringen Lohn, nämlich absolut im unteren Niveau, zu zahlen und dann einiges in bar draufzulegen. Das schon die steuerliche Belastung des einen, für den anderen bedeutet dies aber auch, dass wenig in die Pension fließt z.B. oder im Krankheitsfall nix mehr zum Leben bleibt, weil die Fixkosten den niedrigen Lohn fressen und es heißt, im Zweifelsfall keinen Rechtsanspruch auf die Barzahlung zu haben. Das leisten sich maximal noch Aushilfskräfte bzw. Studenten, denen das Bargeld lacht.

limbo17
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Einfach Traurig

das es diese Zustände gibt.
In einem Gasthaus bei uns ist es das selbe.
Hauptsache die Kepab Buden wachsen wie die Schwammerl aus dem Boden.

X22
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Lassen sie sich umschulen, sie haben eh schon über ihren langen Arbeitsweg gejammert

Und der Rest ist eh typisch für sie, a bisserle Alltagsrassimus gehört anscheinend zu ihrem täglichen Brot

melahide
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Die

werden aber auch noch als Familie betrieben. Bis zum Cousin 3. Grades hat dann jeder Arbeit. Missfallt Ihnen jetzt wenn Ausländer arbeiten?

Balrog206
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Mel

Und mind ziemlicher Sicherheit teilweise oftmals nur geringfügig angemeldet und Rest kommt vom Papa Staat ! Und versteuert wird nat alles deswegen können Preise mit zb 2.80 gemacht werden für ein Produkt das ganz schön sättigend ist !

X22
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Mit ziemlicher Sicherheit teilweise oftmals ?

Da kennt sich einer aus, mit ziemlicher Sicherheit teilweise oftmals net wirklich

melahide
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Hab mal

in einer Deutschen Doku auf NDR gesehen, dass 1 Kebabspieß angeblich 60 Euro kostet. Ob das wirklich stimmt kann ich nicht verifizieren. Wenn das in Österreich auch ungefähr so hin kommt, sie das Fladenbrot selbst backen, im Grosshandel die Salate kaufen und die Sauce auch günstig herstellen ... kann ich mir vorstellen, dass sich der Kebab um 2,80 ausgeht und man durch die verkaufte Masse einen Profit herausschlagen kann. Die haben außerdem nur 1 Produkt. Nicht wie bei uns die Würstelstandl die eine Karte mit 20-30 Gerichten haben müssen und auch alle Zutaten dafür ... das ist ja das teure an der ganzen Geschichte ...

Wegen "Versteuerung" glaube ich, dass die "Kleingastronomie" in die Pauschalierung fällt. Das mit der Geringfügigkeit hab ich auch schon gehört, auch ohne es verifizieren zu können ..

Balrog206
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Mel

Du bist wie ich Verfechterin von qualitäts Lebensmittel ! Zur Anmerkung auch ich hab ein Kebap ab u zu ganz gern ! Welche Fleisch Qualität kann dieser Spieß haben bei dem Preis den du genannt hast ! Preis kommt ja an wie schwer dieser Spieß ist ! Unter die pauschalierung können diese Buden nicht mehr fallen zumindest wenn Sie immer brav die Bar Taste drücken und die Kasse nicht als Taschenrechner verwenden !

 
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