Waldbesitzer aus dem Raum Kornberg, deren Flächen Ende Juli 2015 stark von einem Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurden, machen Druck in Sachen Wildstand. Wie berichtet, fordern sie einen gravierend höheren Abschuss von Rehwild. Sie befürchten, dass es sonst in dieser Ausnahmesituation mit der Verjüngung aufgrund von Wildverbiss schlecht aussieht. Rund 60 von ihnen haben sich schriftlich an Kammerobmann Günther Rauch gewandt. Sie fordern, dass die Abschusspläne von der Bezirkshauptmannschaft festgelegt werden.
Ein Ansinnen, das es in sich hat. Denn üblicherweise sieht die Vorgangsweise so aus, dass die Jagdpächter den Plan erstellen und der dann vom Kammerobmann genehmigt wird. Gibt es da keine Einigung, kommt die Behörde ins Spiel. Und im Sturmschadengebiet Kornberg und daran angrenzenden Revieren ist genau das passiert. „Das ist nicht mehr in meiner fachlichen Kompetenz. Ich habe es an die Bezirkshauptmannschaft weitergegeben, damit sie Gutachten und Bescheid erstellt“, sagt Rauch. Pächter angrenzender Reviere hätten das kritisiert. „Aber man muss auch die anschauen, weil es ohne einen Beitrag von ihnen nicht geht.“