Mehrere hundert Ansuchen langen jedes Jahr bei „Steirer helfen Steirern“ ein. Und jedes von ihnen erzählt eine Geschichte. Bei vielen dieser Geschichten möchte man einen Korrekturstift ansetzen, weil das Schicksal einen Weg vorgegeben hat, der zu steinig, zu leidvoll ist. Und sie zeigen, wie wichtig es ist, in solchen Momenten nicht allein zu bleiben. Ihre Spenden, liebe Leserinnen und Leser, sind ein Korrekturstift, der in die Handlung eingreift und es ermöglicht, dass Lebensbiografien eine neue Wendung nehmen. Oder wie es ein Grazer nach einer besonders schwierigen Phase formuliert: „Sie geben mir mehr als finanzielle Unterstützung, sie geben mir wieder Glauben an unsere Gesellschaft und die Möglichkeit, weiter meinen Weg zu gehen und zu leben.“ Wie konkret diese Hilfe aussieht, zeigen die folgenden Beispiele:
Ein Lift für Valentina
„Juhu, juhu!”, ruft Valentina (9) bei ihrer allerersten Fahrt mit dem Plattformlift. Ihre Großeltern warten am Ende der Stiege, Valentinas Mama filmt die Jungfernfahrt mit viel Lachen – und die Arbeiter der Liftfirma sind sichtlich stolz und gerührt, was ihre Arbeit für die kleine Familie bedeutet. Ein Monteur bedankt sich nach getaner Arbeit, dass er mitwirken konnte, so etwas Gutes zu tun. Der Lift, der den Alltag von Valentina, die an der Glasknochenkrankheit leidet, immens erleichtert, konnte durch Spenden und Zuzahlungen finanziert werden. Ebenso das barrierefreie Badezimmer, in dem Waschen und Wickeln nun viel einfacher und sicherer geworden ist. Valentina bedankt sich mit einem gezeichneten Ostergruß, und auch Mama Kathrin Mahr möchte Danke sagen: „Es ist so schön, dass Menschen sogar in Zeiten, in denen viele extrem sparen müssen, helfen wollen. Dafür bin ich unendlich dankbar! Und jetzt ist auch noch der Plattformlift vor Ostern fertig geworden. Das schafft ein Osterhase allein nicht!“
Mehr über Valentinas Alltag mit der Glasknochenkrankheit lesen Sie hier
Josies neues Zuhause
Mit dem Handy in der Hand geht Silke Prieler, Josies Mama, durch eine Baustelle, das künftige Zuhause ihrer Familie. Ihr Video zeigt: Noch ist vieles roh, aber die Arbeiten gehen voran! Nach dem Spendenaufruf für die kleine Josie (3), bei der im vergangenen Jahr ein bösartiger Hirntumor diagnostiziert wurde, haben viele Leserinnen und Leser der Kleinen Zeitung geholfen. Ihre Unterstützung trägt dazu bei, dass aus der Baustelle Schritt für Schritt ein bewohnbares Zuhause wird. „Dass du in dieser schweren Situation, in der du dich oft sehr einsam fühlst, siehst, dass du nicht allein auf der Welt bist, das ist unglaublich schön“, freut sich Silke über die Hilfe. Und legt eine gute Nachricht drauf: „Josie hat die Hochdosis-Chemo gut überstanden und ist wieder voller Energie!“ Der kleine Wirbelwind weiß auch schon, welche Farbe das Kinderzimmer haben soll: Blau. Die beste Farbe überhaupt, meint Josie.
Josies ganze Geschichte lesen Sie hier:
Maria unterwegs
Auch wenn sich Maria (58) in ihrer Pflegeeinrichtung sehr wohl fühlt, freut sie sich doch jedes Mal aufs Wochenende: Dann holt ihre Schwester Michaela sie ab, damit sie die kommenden Tage zu Hause bei ihren Eltern verbringen kann. Auch mit vereinten Kräften wurde es immer schwerer, Maria, die an einer infantilen Cerebralparese und einer Querschnittlähmung leidet, in das Auto zu heben, eine Rampe kam wegen der fehlenden Kopffreiheit nicht infrage. Die Lösung brachte schließlich ein hydraulischer Drehsitz – eine kostspielige Anschaffung. „Steirer helfen Steirern“ unterstützte gemeinsam mit weiteren Stellen beim Ankauf. Für die Familie bedeutet der Sitz eine spürbare Erleichterung im Alltag, und vor allem Maria freut sich: „Ich bin so froh, weil die Michaela jetzt nicht mehr so schwer heben muss!“
Assistenzhündin Mädi zieht ein
„Mir ist ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen“, sagt Barbara Buder nach der erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung. Damit ist offiziell bestätigt: Blindenhündin Mädi wird sie künftig im Alltag begleiten. Für die erblindete Obersteirerin bedeutet das eine enorme Erleichterung – besonders nach dem schweren Verlust ihres Assistenzhundes Ares, der von einem unbekannten Täter vergiftet wurde. Auch zu Hause ist die Freude groß: bei den Enkeln Luca und Bastian, die bei den Prüfungsvorbereitungen geholfen haben, selbst Kater Ligar hat die wiffe Hundedame sofort ins Herz geschlossen. „Ich bin so dankbar, dass so viele Menschen gespendet haben“, sagt Barbara und erzählt ganz gerührt, dass ihr ein Bub sogar sein Taschengeld gegeben hat mit einem Brieferl dazu. „Kein Geld der Welt kann mich so glücklich machen wie die Mädi. Und der Ares, der bleibt für immer in unseren Herzen.“
Mehr zum tragischen Tod von Barbara Buders Assistenzhund Ares:
Ein Leben auf zwei Prothesen
Bei Johann Hebenstreit, der nach einem Urlaub in Kroatien und schweren Infektionen beide Beine verloren hat und nun auf Prothesen durchs Leben geht, ist die Planung für ein barrierefreies Zuhause noch voll im Gange. Wie viele Menschen Anteil an seinem Schicksal nehmen, geht Johann und Birgit Hebenstreit sehr zu Herzen: „Dass fremde Menschen, die uns ja gar nicht kennen, sagen, da wollen wir helfen – das berührt uns so sehr!“ Noch ist das Spendenziel nicht erreicht und wir bitten Sie: Helfen Sie mit, Johann den Weg zu einem barrierefreien Zuhause zu ebnen. Spendenkennwort: Hebenstreit