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FeistritztalWie sich die Steiermark künftig selbst mit Soja versorgen will

Im Mischfutterwerk Großschedl in Feistritztal wurde am Montag die "Eiweißwende" ausgerufen. Die Steiermark will künftig verstärkt auf eigenen Sojaanbau für regionale Lebensmittel setzen.

140 Jahre Soja in Oesterreich
Herbert Großschedl, Landesrat Johann Seitinger, Matthias Krön, Franz Titschenbacher © Harald Hofer
 

Vor 140 Jahren gab es erstmals in Österreich Versuchsflächen für die aus Asien stammende Sojabohne.  Durch die daraus gewonnenen Forschungsergebnisse des Wiener Agarökonomen Friedrich Haberlandt fand der Soja-Anbau danach in den USA und Südamerika weite Verbreitung, in Österreich wurde er nach Haberlandts Tod aber kaum mehr fortgesetzt.

Das runde Jubiläum nimmt nun der Verein „Donau-Soja“ zum Anlass, die „Eiweißwende“ einzuläuten und mit einer Tour auf die Notwendigkeit eines eigenen, gentechnikfreien Soja-Anbaues in Europa hinzuweisen.

Wenn wir regionale Lebensmittel mit hoher Qualität wollen, muss auch das Soja aus eigener Produktion kommen.

Agrar-Landesrat Johann Seitinger

„Die Vision Haberlandts hat Zukunft. Wir können damit das Problem der Eiweißversorgung der Bevölkerung, die er schon vor 140 Jahren erkannt hat, lösen“, erklärte gestern „Donau-Soja“-Obmann Matthias Krön beim Mischfutterwerk Großschedl in Feistritztal, das schon lange auf Soja setzt. „Vor einigen Jahren war heimisches Soja aber noch nicht wirtschaftlich“, erläuterte Geschäftsführer Herbert Großschedl.

Mittlerweile gibt es sogar eine europäische Soja-Strategie, um den Kontinent von Importen des Eiweißlieferanten unabhängiger zu machen. Vor allem bei gentechnikfreiem Soja ist großes Potenzial vorhanden.

Daher unterstützt auch Agrarlandesrat Johann Seitinger die Initiative: „Wir haben das Know-how in der Steiermark. Wenn wir regionale Lebensmittel mit hoher Qualität wollen, muss auch das Soja aus eigener Produktion kommen“, sagte der Landesrat.

Der steirische Landwirtschaftskammerpräsident Franz Titschenbacher pflichtete Seitinger bei und bezeichnete die nunmehrige Anbauoffensive als Signal für die zukünftige regionale Eiweißversorgung, bei der auch die Wertschöpfung im Land bleibe. Gerade in der Fruchtfolge biete Soja viele Vorteile.

 

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