„Hat das Fürstenbräu jetzt eigentlich offen oder nicht?“, fragen sich derzeit einige Fürstenfelder und Fürstenfelderinnen, wie auch eine rege Diskussion auf Facebook zeigt. Die vergangenen zwei Jahre waren eine schwierige Zeit für das Traditionslokal. Übernahme, plötzliches Verschwinden des Pächters, Insolvenz, Neueröffnung, und dann wenige Monate später wurde es wieder geschlossen. Nun ist Daniel Balogh der neue Pächter im Fürstenbräu. Am 27. Februar ist Eröffnung.

„Die letzten zwei Pächter waren nicht erfolgreich. Den Namen des Lokals zu verbessern wird meine größte Aufgabe“, weiß Balogh. „Am Anfang war ich skeptisch zu übernehmen, aber ich habe gewusst, es wird passen mit einem guten Team und viel Arbeit.“

„Das Schönste am Beruf sind die Gäste“, ist Baloghs Einstellung zur Gastronomie
„Das Schönste am Beruf sind die Gäste“, ist Baloghs Einstellung zur Gastronomie © Vera Hausberger

Unter seinem Vorgänger war der 23-Jährige bereits Oberkellner im Fürstenbräu. Daher hat er auch schon die Erfahrung mit der Führung des Traditionsgasthofs und weiß ganz genau, was er besser machen wird: Die Speisekarte. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis war nicht so gut. Jetzt gibt es bessere Qualität und niedrigere Preise“, erklärt der neue Pächter.

Tradition bleibt im Fürstenbräu

Die traditionelle Küche bleibt allerdings fixer Bestandteil auf der Speisekarte – genauso wie das ikonische Fürstenbräu-Bier. Was ebenfalls gleich bleibt, sind die Öffnungszeiten (Montag Ruhetag, Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 23 Uhr, Sonntag 11 bis 16 Uhr).

Derzeit wohnt der 23-Jährige in Graz und pendelt jeden Tag nach Fürstenfeld. Einen Umzug in die Thermenhauptstadt will er aber nicht ausschließen
Derzeit wohnt der 23-Jährige in Graz und pendelt jeden Tag nach Fürstenfeld. Einen Umzug in die Thermenhauptstadt will er aber nicht ausschließen © Vera Hausberger

Außerdem wird Balogh selbst weiterhin als Oberkellner im Gasthaus arbeiten. „Das habe ich immer mit viel Spaß und Herz gemacht.“ Vor der neuen Aufgabe als Führer des Braugasthofs hat der 23-Jährige keine Angst – man wachse an seinen Aufgaben. „Ich bin jung und motiviert“, so Balogh. „Wenn die Gäste zufrieden sind, bin ich auch zufrieden, und dann kann ich gut schlafen“, schmunzelt er und fügt hinzu: „Die Philosophie bleibt gleich, nur die Rolle wird eine andere sein. Noch schöner.“

Vorgänger hatte andere Mentalität

Zu seinem Vorgänger meint der Gastronom: „Zu Herrn Takacs hat das Geschäft nicht gut gepasst. Er hatte eine andere Mentalität.“ Dieser beendete den Pachtvertrag vom Fürstenbräu mit 11. Jänner 2026, nur wenige Monate nach der Eröffnung im Oktober.

Übrigens: Die alten Facebook-Seiten der Vorbesitzer bestehen noch. Die neue Seite von Baloghs Fürstenbräu gibt es aber bereits und wird bald bespielt.