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Unfälle auf "Modebergen"Alpinpolizist warnt: "Im Zweifel besser umdrehen"

In der Coronakrise hat die Zahl der Alpinunfälle deutlich zugenommen. Wolfgang Murer, Leiter der Alpinen Einsatzgruppe Murtal, mahnt zur Vorsicht und gibt Tipps, wie die Bergnot vermieden werden kann.

Acht Polizisten schlossen heuer ihre Alpinausbildung in der Steiermark ab © LPD Steiermark
 

800 Skitourengeher pro Tag im Lachtal, 500 auf der Frauenalpe, volle Parkplätze in den Seetaler Alpen: In Krisenzeiten sind die heimischen Berge beliebt wie nie zuvor. Mit der Zahl der Besucher steigt auch die Zahl der Alpinunfälle. Erst diese Woche mussten zwei Grazer Wanderer mit dem Hubschrauber aus dem Zirbitzgebiet gerettet werden - sie hatten die Witterung unterschätzt und sich im Tiefschnee verlaufen. "So etwas kommt leider sehr häufig vor", erklärt Wolfgang Murer, Leiter der Alpinpolizei-Einsatzgruppe Murtal, die für die Bezirke Murtal und Murau zuständig ist. "Wir freuen uns, dass immer mehr Menschen in der Natur unterwegs sind. Aber es gibt gewisse Regeln zu beachten."

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DergeerderteSteirer
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Zählen tun nur die Grundregeln, .da gibt's kein "wenn und aber".................

wenn wer so naiv und dumm wie z.B. manch Turnschuhtouristen handelt der gehört kräftigst zur Kasse gebeten (aus dem eigenen Geldbörserl)!

Meine Person ist regelmässig da und dort in der Natur unterwegs, musste schon etlichemale durch einen schnellen Umschwung oder Aufzug eines Wetterphänomenes eine Kehrtwendung machen, da darfst nicht sensationsgeil sein, da steht das Eigenwohl und manchmal auch das anderer an erster Stelle !!

Eine gute den Gegebenheiten wie den Anforderungen entsprechende Vorbereitung sei da mal das non plus ultra, sonst ist's besser wenn die "Flachländler" herunten bleiben, sie bringen damit stetig andere Leute (Bergeteams) auch in Gefahr !
Nebenbei muss nicht wegen jeder kleinen Abschürfung oder Verstauchung der Heli geordert werden, manch Leute sind halt schon "Zimperl" auch, natürlich gibt's Fälle wo es nötig und durch die Lage unumgänglich ist, das steht ausser Frage !

dieRealität2020
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Unfälle auf "Modebergen"Alpinpolizist warnt: "Im Zweifel besser umdrehen"

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Herr Alpinpolizist sind sie schon einmal einen derartigen Menschen der umdrehte begegnet? Kann ich mir kaum vorstellen, das es solche Menschen in Österreich gibt.
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Dafür gibts es Rettungsteams mit Ärzten und Hubschrauber die dann einfach ihr Leben für die Rettung derartiger Menschen einsetzen. Bei den untenstehenden Zahlen kann man sich vorstellen wie oft und unter welcher Gefahr unter Einsatz ihres lebens die Rettungsteams ausrücken mussten.
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Wie aus der Alpinunfallstatistik 2020 hervorgeht, sind im Jahr 2020 zwischen 1. Januar und 31. Dezember 261 Menschen in Österreichs Bergen ums Leben gekommen. Das Zehnjahresmittel liegt bei 290 Toten pro Jahr. Im Jahr 2020 starben österreichweit 42 Frauen (16%) und 219 Männer (84%) am Berg.
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Ein Drittel aller Notrufe kam von Unverletzten. Tirol ist Spitzenreiter bei Alpinunfällen. Am meisten Unfälle beim Wandern und Bergsteigen. Die Bergsportdisziplin mit den meisten Unfalltoten im Jahr 2020 ist Wandern/Bergsteigen mit 98 Toten, gefolgt von tödlichen Unfällen auf der Piste/Skiroute mit 30 Toten und auf (Ski-)Tour mit 21 Toten.