"Niemand wird nach Hause geschickt!“ So lautet die Anordnung von Manfred Hofer, der das Organisationskommando bei den vorweihnachtlichen Coronatests in der Judenburger Lindfeldhalle hat – und der schon regionaler Gesamtorganisator bei den Massentests Mitte Dezember gewesen ist.
Vor Weihnachten wurden an ausgewählten Standorten in der Steiermark noch einmal Testationen aufgebaut, darunter eben in Judenburg. Seit Montag, 21. Dezember, werden dort – mit und ohne Anmeldungen – Tests durchgeführt, der Ansturm ist gewaltig. Organisation, Logistik und Betreuung liegen wieder beim Bundesheer. „Die Leute kommen zum Teil von weit her“, so Hofer, Kommandant am Tüpl Seetaler Alpe. Und: „50 Prozent sind nicht angemeldet.“ Anmeldungen sind laut Hofer auch gar nicht mehr möglich.
Bis Montag, 14.30 Uhr, kamen rund 700 Leute in die Lindfeldhalle, sieben davon wurden bei dem Antigen-Schnelltest positiv getestet. Positiv Getestete müssen in Quarantäne und sich einem PCR-Test unterziehen. Bei den Massentests in den Bezirken Murtal und Murau am 12. und 13. Dezember ließen sich übrigens insgesamt 16.510 Menschen testen, 55 davon waren im Schnelltest positiv.
Der enorme Andrang bei der aktuellen Testung lässt sich natürlich auf die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage zurückführen: „Die Menschen wollen gemeinsam mit ihren Familien feiern“, so Manfred Hofer. Durch einen negativen Test steigen die Chancen, dass man ein sicheres Weihnachtsfest begehen kann.
Zahlreiche ältere Menschen nutzen die aktuelle Testmöglichkeit: „Viele von ihnen sind nicht angemeldet, da sie kein Internet haben“, weiß Hofer, der übrigen auch im Jänner bei den „Lockdown-Freitestungen“ mit vielen Testwilligen rechnet.
Aufgrund des großen Interesses entstehen natürlich auch Wartezeiten von bis zu 45 Minuten: „Das wird aber in Kauf genommen“, so Manfred Hofer, der auch mit einem großen Interesse bei den Lockdown-Feitestungen im Jänner rechnet.
Getestet wird noch am 22. Dezember (8 bis 20 Uhr) und am Mittwoch, 23. Dezember (8 bis 18 Uhr). Ursprünglich sollten die steirischen Teststationen am Mittwoch bereits um 13 Uhr ihre Pforten schließen. Der Andrang ist aber generell so hoch, dass alle Standorte bis 18 Uhr offenbleiben.
Und zusperren kommt laut Hofer ohnehin nicht infrage, denn wie schon eingangs erwähnt: Jeder, der kommt, soll sich auch einem Test unterziehen können.
Vor Weihnachten
Ansturm auf Corona-Teststation in Judenburg
In der Judenburger Lindfeldhalle werden seit 21. Dezember wieder Corona-Schnelltests durchgeführt. Der Ansturm ist enorm - doch jeder, der kommt, soll auch getestet werden. Anmeldungen sind nicht mehr möglich.
© Bundesheer