Spielberg am späten Donnerstagnachmittag. Die Sonne scheint, das Thermometer zeigt hochsommerliche 28 Grad. Bereits zum vierten Mal binnen nur weniger Wochen bereiten sich die Kameraden der Feuerwehren Spielberg, Apfelberg und Flatschach auf ihren Einsatz am Red-Bull-Ring vor. Während der Trainings, Qualifyings und Rennen aller Klassen müssen die Feuerwehrmänner einsatzbereit sein – in voller Montur und aus Sicherheitsgründen mit Mund-Nasenschutz.
Was das für den Körper bedeutet, das soll ich heute selbst herausfinden. Wir beginnen mit der Standardausrüstung – schwere Einsatzschuhe, eine Hitze- und Feuer-beständige Einsatzhose, die passende Jacke, dicke Handschuhe, Schutzhelm. Perfekt für eiskalte Winter-Nächte, in der prallen Sonne beginnt man schon nach Sekunden zu schwitzen. Die Gesichtsmaske tut ihr übriges. „Dabei ist die Einsatzuniform atmungsaktiv“, erklärt Peter Grabmaier von der Feuerwehr Spielberg. Davon merkt man als Laie genau gar nichts, lache ich – nicht ahnend, dass es noch viel schlimmer wird.
MotoGP in Spielberg
Selbstversuch: Mit 30 Kilo Ausrüstung zum Feuerwehr-Einsatz
Wie fühlt es sich an, mit voller Hitzeschutz-Montur ein Feuer zu löschen? Wir wagen am Red-Bull-Ring den Selbstversuch.
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