"Dieser Brief hat uns auf unglaubliche Weise berührt“, sagen Burgschauspieler Peter Simonischek und seine Frau, die Schauspielerin Brigitte Karner. Sie meinen jenen Brief, den die an Krebs erkrankte Maria P. verfasst hatte. Sie starb zwei Tage nach der Geburt ihrer TochterAmelie. Bei der Kleine-Zeitung-Wahl der „Köpfe des Jahres“ hat das Schauspieler-Paar spontan einen Benefiz-Auftritt in Graz am Sonntag, 3. Februar, angekündigt (Infos siehe weiter unten). Der Bericht in der Kleinen Zeitung über den tragischen Fall hat eine unglaubliche Welle an Hilfsbereitschaft ausgelöst. So trudelten nicht nur zahlreiche Spenden ein, sondern auch Dutzende E-Mails mit rührenden Hilfsangeboten. Von Babynahrung bis Frühchengewand, Erstausstattung, Ratschlägen oder Unterstützung beim Tragetuch-Binden – die Steirerinnen und Steirer wollen helfen. Besonders herzig: Zwei Kinder boten an, auf Amelies Taufe zu singen.

„Vor drei Monaten bin ich selber Vater geworden und wenn ich mir den Beitrag durchlese, zerreißt es mir fast das Herz“, schreibt etwa Gerhard Tweraser, der für die kleine Kämpferin 500 Euro spendete. Mehr als 3000 Euro brachte eine Facebook-Spendenaktion von Patrick Schäffer ein. Auch viele Unternehmen spendeten namhafte Beträge, sammeln Trinkgeld oder stellen Spendenboxen für Amelie auf.

Brigitte Karner und Peter Simonischek treten für Amelieauf
Brigitte Karner und Peter Simonischek treten für Amelieauf © FUCHS Juergen

Nicht genannt werden will ein privater Spender, der sich mit einer großen Summe einstellte. Aktiv wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Knittelfeld, die eine Sammelaktion startete. Mehrere Service-Klubs planen Hilfsaktionen, die Eishockeymannschaft „Murtal Lions“ stellt bei ihren Spielen Spendenboxen auf. Der Verein „Kicken für Kids“ von Markus Oppelz organisiert Anfang Februar in Knittelfeld ein Murler- und Dartsturnier für Amelie. Gespielt wird auch in Graz für den guten Zweck: Der „Club Steiermark“ veranstaltet am 23. Februar ein Benefiz-Tennisturnier in Straßgang.

Familie "überwältigt"

„Wir sind völlig überwältigt, mit so viel Anteilnahme hätten wir nie gerechnet“, ist Heinz S., Vater der Verstorbenen, sprachlos. „Diese Hilfsbereitschaft hat uns berührt. Wir möchten uns bei jedem Einzelnen ganz, ganz herzlich bedanken!“ Und Amelie? Die bekommt vom Trubel nichts mit. „Sie hat brav zugelegt und wiegt schon 860 Gramm“, freut sich der stolze Opa. Amelies Papa ist nach wie vor täglich im Krankenhaus und begleitet das Frühchen auf seinem Weg ins Leben.