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Steirer helfen SteirernAmelie durfte ihre Mama nur zwei Tage lang kennenlernen

Maria P. aus der Obersteiermark verlor am 5. Jänner den Kampf gegen den Krebs - nur zwei Tage, nachdem ihre Tochter mit 710 Gramm auf die Welt kam. Die kleine Amelie kämpft sich nun tapfer ins Leben, braucht dafür aber Unterstützung.

710 Gramm wog Amelie bei ihrer Geburt. Aktuell sind es 790 - und es werden täglich mehr © Privat
 

Zwei Tage lang konnte Maria ihre kleine Tochter im Arm halten. Sie küssen, sie umarmen, ihr alles sagen, was eine Mama ihrem Kind mit auf den Weg geben will. Mehr Zeit war den beiden nicht vergönnt. Am 3. Jänner kam Amelie auf die Welt, am 5. Jänner schlief Maria S. im Krankenhaus friedlich ein – das tragische Ende eines jahrelangen Leidenweges.

2014 fielen der jungen Obersteirerin nach einer Neurodermitis, mehreren Allergien und Asthma plötzlich alle Haare am Körper aus. Die Diagnose: Gebärmutterhalskrebs. „Aber sie hat den Krebs besiegt. Aufgeben war für sie nie eine Option“, erzählt Marias Vater Heinz. Die junge Frau engagiert sich in der Frühchenhilfe, später begleitet sie andere Krebskranke und gibt ihnen Hoffnung. Sie selbst gilt als geheilt. Bis 2017. „Der Krebs ist zurückgekehrt, zuerst in der Brust, dann mit Metastasen im Gehirn.“
Es folgen Bestrahlungen, Chemotherapie, alles medizinisch Mögliche.

Hochzeit im Dezember

Bis zu einer Nachricht, die alles verändert. Maria ist schwanger. Entgegen dem Rat der Ärzte entscheidet sie sich gegen eine Abtreibung, will ihrer Tochter das Leben schenken. „Niemand hat damals gewusst, wie schlimm es wirklich aussieht. Aber ich glaube, Maria hat es gespürt. Sie wusste, dass sie keine zweite Chance bekommt. Ein Kind war immer ihr größter Traum“, erklärt Heinz S. Die Therapie wird so weit es geht zurückgefahren. „Maria hat nie gejammert, nicht ein einziges Mal. Sie hat gekämpft – für ihre Tochter.“ Obwohl der Krebs fortschreitet, bleibt die junge Frau positiv. Noch am 20. Dezember 2018 gibt sie ihrem Freund das Ja-Wort. „Immer hat sie andere getröstet. Sie muss zu dieser Zeit schon starke Schmerzen gehabt haben, aber sie hat sich nichts anmerken lassen“, erzählt ihr Vater.

Der Schmerz wurde zu groß

In der Silvesternacht wurde der Schmerz dann zu groß: „Papa, ich kann nicht mehr, hat sie zu mir gesagt“. Genau zu Beginn der 30. Schwangerschaftswoche wird die kleine Amelie per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. 710 Gramm, 32 Zentimeter, ein kleines Wunder. Maria hat durchgehalten – bis zu dem Tag, an dem ihre Tochter lebensfähig war. Zurück bleibt eine Familie, zerrissen zwischen Trauer, Hoffnung, Glück und Verzweiflung. „Wir kämpfen für Amelie. Sie braucht uns.“ Die Kleine hat den Kampfgeist ihrer Mama geerbt, wiegt „schon“ 790 Gramm. Und täglich werden es mehr.

Noch für mindestens zwei Monate muss das Frühchen aber im Krankenhaus Leoben bleiben. Der Vater des Kindes ist eigentlich auf Montage, kann seinem Job als alleinerziehender Vater nun nicht mehr nachgehen. Marias Mutter gibt ihre Arbeit auf, um dem Schwiegersohn helfen zu können. Täglich besucht die Familie Amelie im Krankenhaus, die Körperwärme ist wichtig für die Entwicklung des Kindes. „Wenn Amelie auf ihrem Papa liegt, hält sie ihre Hand auf seine Brust. Ganz so, als ob sie ihm Trost spenden wollte.“ Die Verdiensteinbußen, die Fahrten nach Leoben, die Begräbniskosten, die unabsehbare Entwicklung Amelies – die finanzielle Lage ist angespannt, da wollen wir der Familie unter die Arme greifen. Bitte helfen Sie uns helfen!

So können Sie helfen

Spenden erbeten an:
Steirer helfen Steirern,
Steiermärkische Sparkasse, IBAN AT96 2081 5000 0017 0001, BIC STSPAT2GXXX.
Kennwort: Amelie
Die Spenden sind steuerlich absetzbar.
Mehr über unsere Hilfsaktion unter www.kleine
zeitung.at/steirerhelfen
Kontaktaufnahme
unter steirerhelfen@
kleinezeitung.at

Maria P. hat während ihrer Krankheit einen Text über das Glücklichsein verfasst. Er soll Mut machen und Hoffnung geben. Anbei ein Auszug, den Link zum gesamten Text im Wortlaut finden Sie weiter unten.

Maria P. über die Entscheidung, glücklich zu sein

"Natürlich kann ich mich über jedes Problem ärgern, kann den ganzen Tag darüber nachdenken, jammern, mich schlecht fühlen, in ein tiefes schwarzes Loch fallen und darüber grübeln, warum es eigentlich immer mich trifft. Das ganze funktioniert aber auch in die andere Richtung. Ich kann mich jeden Tag dafür entscheiden, glücklich oder unglücklich zu sein. Aber ich kann euch sagen: Glücklichsein macht viel mehr Spaß! Und wie einst schon Buddha sagte: „Es gibt keinen Weg zum Glück, Glücklichsein ist der Weg.“ Dieses Zitat hat mich sehr geprägt und fasst für mich die Weisheiten vieler Bücher in einem Satz zusammen. Natürlich wird es immer Menschen geben, die behaupten, das wäre alles nicht so einfach. Diesen „Ja, aber“-Sagern möchte ich empfehlen, es doch einfach einmal auszuprobieren. Entscheidet euch bewusst fürs Glück. Jeder stößt in seinem Leben von Zeit zu Zeit auf gewisse Schwierigkeiten, aber wenn man Probleme nicht als solche, sondern als Herausforderung betrachtet, kann man sehr viel aus ihnen lernen. Für sich selbst, für sein ganzes Leben. Man möchte doch nicht nur älter, sondern auch ein bisschen weiser werden, oder? Und genau dafür haben wir ein wunderschönes Leben lang Zeit."

Den gesamten Text finden Sie im Wortlaut hier.

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Danke für Ihr Verständnis.

rero03806
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Habe gespendet

Schade finde ich nur das auch solche Beiträge online nur mit dem Digitalabo der Kleinen Zeitung einsehbar sind.
Schnell mal den IBAN kopieren fürs Online Banking spielt es da nicht ohne zusätzlichem Login.

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XStoneX
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Wenn ich...

... einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, helfen somit nicht nur Steirer den Steirern sondern gerne auch Kärntner... ;)

Viel Kraft und Glück für Amelie & Family!

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GPA111
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Viel Kraft und alles Liebe!

Ich wünsche der ganzen Familie, vor allem aber Amelie, aus ganzem Herzen ganz viel Kraft und alles erdenklich Liebe!

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AIRAM123
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So unglaublich traurig

Alles Gute der Familie und der kleinen Amelie! ❤️

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bb65
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@Air

Spenden! Das sind die Momente in den wir alle wirklich helfen können. Ich bin kein Freund von Organisationen die Geld einsammele und einen riessen Oberhead haben . Aber das hier ist anders! Hier können wir wirklich gezielt Mitmenschen in Not helfen!

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