„Was? Ihr seid gar keine Schwestern?“ Für Staunen bei der prominent besetzten Jury sorgte der Auftritt von Valentina Knapp aus Oberwölz und Sophia Kobald aus Katsch an der Mur bei der Show „The Voice Kids“. Sie traten bei der am Wochenende ausgestrahlten Castingshow als Vocal Sisters („Gesangsschwestern“) auf. Und auch der dargebotene Song „Schwesterherz“ des Duos Klima ließ vermuten, die beiden könnten Schwestern sein. Sind sie aber nicht. Sie haben sich erst vor einem Jahr in einer Gesangsgruppe der Musikmittelschule Oberwölz kennengelernt.

Erlösung

Die beiden 13-Jährigen zeigten ihr Talent im Rahmen der sogenannten „Blind Auditions“. Die Jury hört dabei nur zu, sieht die Akteure aber nicht. Alvaro Soler, Leony, Michael Patrick Kelly und das Duo „He/Ro“ (früher als Lochis bekannt) lauschten aufmerksam den Stimmen von Valentina und Sophia. Nach exakt einer Minute und 27 Sekunden sorgte Alvaro Soler für die Erlösung und drückte auf den Buzzer. Sekunden darauf folgte der Rest, alle entschieden sich für die Sängerinnen aus dem Bezirk Murau. Damit sind sie eine Runde weiter; der Jubel bei Valentina und Sophia und dem nach Berlin mitgereisten Fanklub war grenzenlos.

Sophia und Valentina, hier bei ihrem ersten Bühnenauftritt im Rahmen der Voice Kids
Sophia und Valentina, hier bei ihrem ersten Bühnenauftritt im Rahmen der Voice Kids © Joyn Richard Hübner

Die Promi-Jury buhlte am Ende der Show noch um die Gunst der beiden Mädchen. Es ging darum, wer sie für den weiteren Verlauf der Show unter ihre Fittiche nehmen und trainieren darf. Das Duo He/Ro versuchte es mit einer Charmeoffensive und sang Valentina und Sophia den Song „Ein Kompliment“ vor. Damit überzeugten sie die jungen Sängerinnen, die beim Publikum auch mit Schmäh punkteten. Als die aus Bayern stammende Jurorin Leony ein paar Worte in ihrem Dialekt sprach und fragte, ob sie das verstanden hätten, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Jo, bayrisch is ka Problem, mia san aus Österreich.“