Am Sonntagabend bebte in der Obersteiermark – genauer gesagt in Unzmarkt – abermals die Erde. Der Österreichische Erdbebendienst der Geosphere Austria verzeichnete ein leichtes Erdbeben. Die Erdstöße wurden um 22.16 Uhr registriert und erreichten eine Magnitude von 2,3. Die Bevölkerung berichtet unterdessen über einen deutlichen Ruck und ein Grollen des Untergrundes. Schäden seien laut Geosphere Austria nicht zu erwarten.
Mur- und Mürztal besonders gefährdet
Ganz neu ist das Beben für die obersteirische Bevölkerung aber nicht. Denn gerade das Mur- und Mürztal sind in der Steiermark bekannte Erdbebengebiete. Pro Jahr gibt es rund neun Erdbeben in der Steiermark. Die meisten davon verlaufen glimpflich. Alle acht Jahre kommt es zu leichten, alle 40 Jahre zu schweren Gebäudeschäden.
Dass ausgerechnet die Steiermark immer wieder von spürbaren Beben betroffen ist, liegt an der geografischen Lage. In Mitteleuropa drücken die afrikanische und die europäische Platte aufeinander, worauf unter anderem die Alpen entstanden sind. Dabei reichen schon Plattenverschiebungen im Millimeterbereich, die ein Erdbeben spürbar machen.