Fassungslosigkeit herrscht in Fohnsdorf. Der Maibaum des Knappschaftsvereines auf dem Hauptplatz wurde angesägt und musste noch in der Nacht von der Feuerwehr umgeschnitten werden, um niemanden zu gefährden.

Große Enttäuschung

Was aber noch viel mehr aufregt: Der Maibaum im Hof der Volksschule in der Spitalgasse wurde in der Nacht umgesägt. Die Kinder hatten den Baum mit selbst gestalteten Tafeln geschmückt. Mit einem großen Schulfest, Tänzen und Musik wurde der zierliche Maibaum aufgestellt. Umso größer ist die Enttäuschung und Empörung bei allen Beteiligten.

Hier ein Video von den tanzenden Volksschülern:

Auch wenn das Umschneiden eine Art Brauchtum ist, handle es sich hier um eine „Grenzüberschreitung“, sagt Bürgermeister Volkart Kienzl, denn auch die selbstgebastelten Tafeln und der Kranz seien beschädigt worden. Die Aktion sei „einfach traurig“, schreibt er auf Facebook. Von Bauhof-Mitarbeitern ließ er den Maibaum am Freitag neu aufstellen. Gekürzt um das Stück, das der Aktion zum Opfer gefallen ist.

„Mir ist bereits zu Ohren gekommen, wer bei der Volksschule am Werk war“, sagt der Bürgermeister. Es soll sich um pubertierende Burschen aus dem Ort handeln: „Ich werde sie zu einem Gespräch auf die Gemeinde bitten und ihnen nahelegen, bei der Neuaufstellung des Maibaumes auf dem Hauptplatz mitzuwirken, damit sie sehen, wieviel Arbeit da dahinter steckt“, so Kienzl.

Feuerwehr musste ausrücken

Während die Aktion bei der Volksschule zumindest nicht gefährlich war, hätte es auf dem Hauptplatz ins Auge gehen können. Hier alarmierte die Polizei kurz vor 1.30 Uhr die Feuerwehr. Der angesägte Maibaum drohte zu kippen und auf ein Mehrparteienhauses zu stürzen. Zwölf Feuerwehrmänner rückten mit drei Fahrzeugen aus und sorgten für die fachgerechte Entfernung. Ob es die gleichen Täter wie in der Volksschule waren, ist noch nicht bekannt.

Die Polizei erhebt in beiden Fällen wegen Sachbeschädigung.