30 Männer halfen mit, als bereits am Samstag, 26. April im Zentrum Greinbachs der Maibaum – eine 27 Meter hohe Fichte – der Freiwilligen Feuerwehr Penzendorf aufgestellt wurde. „Bei uns ist das kein klassischer Maibaum wie bei der Landjugend, sondern vielmehr ein Baum, der Dankbarkeit symbolisieren soll. Deswegen stellen wir ihn schon früher auf und bewachen ihn auch nicht. Heuer war er unserem Kommandanten Martin Gwander gewidmet“, erklärt Matthias Novacek, Ortspressebeauftragter der FF Penzendorf den Hintergrund des Baums.
Fassungslos musste man donnerstags, in den frühen Morgenstunden, jedoch feststellen, dass Unbekannte den Baum – der neben Gehsteig sowie Straße stand – in einer Nacht- und Nebel-Aktion umgeschnitten hatten. Eine Grabkerze auf dem verbliebenen Stumpf zeigte gestern, was man von der Sache hielt. „Ein Kollege wollte die Stimmung etwas auflockern und hat sie dort hingestellt.“
Vermutlich mit Akku-Säge gearbeitet
Wer hinter der Aktion steckt, weiß man bisher nicht. „Niemand hat etwas gesehen oder gehört, nicht einmal Anrainer. Fest steht jedoch, dass Fachmänner am Werk waren. Der Schnitt wurde gezielt gesetzt. Wir vermuten, dass man mit einer Akku-Säge gearbeitet hat, die man nicht hört“, so Novacek, der die ganze Aktion als „hochgefährlich“ bezeichnet. „Daneben befinden sich ein Gehsteig und eine Straße. Das hätte auch ganz bitter enden können.“
„Traurig ist, dass für uns ein Sachschaden von mehreren hundert Euro entstand, die wir höchstwahrscheinlich selbst begleichen müssen“, so Novacek. Denn der Baum war mit drei Saugschläuchen der FF dekoriert, die beim Umschneiden beschädigt wurden. Daher erstattete man gestern auch bei der Polizei Hartberg Anzeige gegen unbekannt. „Wir haben auch beschlossen, den Baum nicht mehr aufzustellen. Es wäre einfach zu gefährlich, falls noch einmal jemand auf die Idee kommt, ihn umzuschneiden. Wie wir in den nächsten Jahren vorgehen werden, müssen wir erst entscheiden.“ Die Fichte wurde mittlerweile abtransportiert und wird von Feuerwehrkommandant Martin Gwander, dem sie auch gewidmet war, verarbeitet werden.