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FabLab LeobenDer Osterhase kommt 2018 aus dem 3D-Drucker

Im FabLab Leoben werden Prototypen und neue Ideen entwickelt. Hin und wieder kommt auch der Osterhase aus dem 3-D-Drucker.

Roland Schmidt bereitet im FabLab den 3D-Druck vor © Martina Marx
 

Hin und her bewegt sich der Druckkopf, Schicht für Schicht grünen Kunststoff bringt er auf der Bauplatte auf. Langsam zeichnen sich erste Konturen des Bauteiles auf: Es ist ein Osterhase. Man kann es Basteln 4.0 nennen, was im FabLab Leoben vor sich geht. Hier wird mit einem breiten Spektrum digitaler Fertigungsmöglichkeiten diverser Hightech-Geräte gearbeitet. „Es geht darum, etwas automatisiert herzustellen“, erzählt Roland Schmidt. „Der Gedanke des Ausprobierens steht über allem.“

Das FabLab ist als Verein organisiert. Neben den Mitgliedern können aber auch "normalsterbliche" Bastler das Angebot der Hightech-Werkstatt zu den Öffnungszeiten nutzen. Einer der FabLab-Manager steht dann bei der Umsetzung zur Seite. „Wir leben von unserer Gemeinschaft, von den Ideen und vom gemeinsamen Gedankenaustausch“, so Schmidt, der hauptberuflich gerade an seiner Doktorarbeit an der Montanuniversität Leoben schreibt.

Zahlreiche Maschinen im FabLab

„Hauptsächlich kommen Studenten, die für ihr Studium Protoypen erstellen. Aber es kommen auch Bastler, die etwas ausprobieren möchten. Oder Menschen, die Geschenke und Deko selbst herstellen möchten.“ Der Osterhase lässt grüßen.

Empfangen wird man im FabLab von einem geordneten, charmanten Chaos. Neben Computern liegen Werkzeuge, Zeichenutensilien, Bücher und technische Bauteile verstreut. In einer Wandnische stehen in Eigenregie zusammengebaute 3-D-Drucker. Maschinen gibt es im FabLab viele: 3D-Scanner, Zeichenroboter, Fräsen. Wobei die schon genannten 3-D-Drucker die Stars der Stunde sind. „Mit ihnen wird am meisten gearbeitet“, so Schmidt.

Erwähnter Osterhase kommt ebenso aus dem 3D-Drucker. Am Anfang steht ein CAD-Modell, das mithilfe eines Slicing-Programms die Daten für den Drucker aufbereitet. Nach einer Aufwärmphase kann der Drucker zur Arbeit schreiten, denn der Kunststoff muss auf rund 200 Grad Celsius erhitzt werden. Dann dauert es über eine Stunde, bis der sechs Zentimeter große Hase aus dem Drucker kommt.

Nach mehr als einer Stunde ist der sechs Zentimeter große 3D-Osterhase fertig Foto © Martina Marx

Hasen drucken oder Eier mit einer Zeichenmalmaschine automatisch bemalen lassen – solche spielerischen Projekte sollen industrielle Verfahren vermitteln. So war am Donnerstag eine Kindergruppe der LKH-Tagesklinik zu Gast. Die Kinder haben etwa Schlüsselanhänger mit einem 3D-Druckstift hergestellt.

Finanziert wird dieser Dienst an der Allgemeinheit, also das FabLab, durch die Stadt Leoben, Mitgliedsbeiträge sowie Spenden. „Wir sind aber immer auf der Suche nach Partnerfirmen“, sagt Schmidt.

FabLab LEOBEN

In der Langgasse 11 in Leoben ist das FabLab angesiedelt. Die offene Hightech-Werkstatt ist als gemeinnütziger Verein organisiert.

Auch ohne Mitglied sein zu müssen, kann jedermann die zahlreichen Geräte und Maschinen, zum Beispiel 3-D-Drucker und -Scanner gegen einen Unkostenbeitrag nutzen.

Die Öffnungszeiten sind Dienstags 17 bis 19 Uhr, Freitags von 16 bis 19 Uhr sowie Samstags von 13 bis 18 Uhr.

Mehr Informationen zum Verein gibt es unter www.fablab-leoben.at

 

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