Insgesamt 19.821 Rechtsauskünfte erteilte die Leobener Arbeiterkammer-Außenstelle im vergangenen Jahr, davon betrafen über 7400 das Arbeitsrecht. „Im Jahr 2025 waren unsere Mitglieder verstärkt damit konfrontiert, dass unstrittige offene Löhne beziehungsweise Gehälter von den Dienstgebern nicht zur Auszahlung gebracht wurden“, berichtet Außenstellenleiter Edwin Kriechbaumer.
Es sei damit im Zusammenhang stehend auch zu vermehrten Austritten wegen Entgeltvorenthaltung gekommen. „Zurückzuführen ist dies letztlich auf die verschlechterte Wirtschaftslage“, so Kriechbaumer. In Verbindung damit seien auch die Konkursverfahren wiederum etwas angestiegen.
Zahlreiche „Parkplatzabzocken“
Im Konsumentenbereich zeige sich geradezu eine explodierende Zahl an Fällen bei „Parkplatzabzocken“. „Auffällig ist, dass trotz Gesetzesänderung schon wieder Schlupflöcher gesucht werden, um dieses ,Geschäftsmodell‘ erfolgreich weiterführen zu können“, schildert der AK-Außenstellenleiter. Aufgrund jüngster Gesetzesänderung kam es zudem zu einem starken Anstieg an Beratungen zum Thema Altersteilzeit und Korridorpension.
In Summe konnte die AK-Außenstelle Leoben 19,4 Millionen Euro für ihre Mitglieder erwirken. Leoben nimmt innerhalb der Außenstellen der Arbeiterkammer übrigens eine Sonderstellung ein: Gerichtsanhängige Verfahren in Arbeits- und Sozialrechtssachen sowie die Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber dem Insolvenz-Entgelt-Fonds werden für die gesamte Obersteiermark übernommen, da Leoben der einzige Standort eines Arbeits- und Sozialgerichts außerhalb von Graz ist.
Nachfrage so hoch wie noch nie
Die Beratungstätigkeit der AK Steiermark war 2025 allgemein überaus gefragt: Mit rund 304.000 Auskünften war die Nachfrage so hoch wie noch nie. Umfassende Beratungen, Förderungen oder Serviceangebote in Bereichen wie Konsumentenschutz und Wohnrecht, Bildung, Arbeitnehmerschutz, Gesundheit und Pflege, Beruf und Familie oder Steuer sind Grundpfeiler der Arbeiterkammer.