„Liebe Tierliebhaber, ich kann euch versichern, dass für unsere Störche und deren Küken alles unternommen wird, was erlaubt ist! Wir sind im Austausch mit dem Tierschutzverein, mit der Storchenstation Tillmitsch und mit den zuständigen Behörden“, verkündet Mario Abl, Bürgermeister von Trofaiach, Dienstagvormittag auf Facebook.

Sorge auf sozialen Medien

Zuvor kam es in den sozialen Medien vermehrt zu Anfragen, denn einer der vier Jungstörche, die vor wenigen Wochen im Trofaiacher Horst geschlüpft waren, bereitet den Beobachterinnen und Beobachtern der Storchen-Cam Sorge. „Hoffentlich schafft das Storchenbaby es“, schreibt ein Facebook-User. „Warum schreitet der Tierschutzverein nicht rechtzeitig ein und bringt es nach Tillmitsch in die Storchenstation?“, fragt sich eine weitere Kommentatorin.

Eines der Nachkömmlinge bereitet Sorgen
Eines der Nachkömmlinge bereitet Sorgen © Stadtgemeinde Trofaiach

Während die Stadtgemeinde zunächst auf die strengen Richtlinien bei Artenschutz-Projekten wie den Weißstörchen aufmerksam machte, verkündete der Bürgermeister kurz darauf, dass das geschwächte Küken entnommen werden soll und in professionelle Obhut gegeben wird – wie das kürzlich auch in Frohnleiten gemacht wurde. „Wir haben nun die Genehmigung des Landes Steiermark. Um 14 Uhr wird das Storchenbaby mit Hilfe der Feuerwehren entnommen und zur Storchenstation in Tillmitsch gebracht“, so Abl Dienstagmittag.

Die Storchen-Cam wird nun abgeschaltet. Warum? „Wir wollen vermeiden, dass alle paar Sekunden jemand nachfragt, was bei den Störchen passiert“, antwortet Abl. Zudem wolle man das Küken „mit der notwendigen Ruhe“ aus dem Horst entnehmen. Ob die Live-Übertragung in Zukunft wieder aktiviert wird, konnte der Bürgermeister derzeit noch nicht sagen.