Eine Quote im druckfrischen Tätigkeitsbericht 2025 des Landesrechnungshof untermauert dessen Wirkung: Von 122 Empfehlungen, die die Prüfer den Verantwortlichen 2024 ins Stammbuch notiert hatten, wurden 67 vollständig umgesetzt. Die 55-Prozent-Quote markiert den bisher besten Wert in der Amtszeit vom Landesrechnungshof-Direktor Heinz Drobesch.

Dass die Kritikpunkte abgearbeitet werden, würde auch „das Vertrauen in die Politik stärken“, sagte Landtagspräsident Gerald Deutschmann (FPÖ). Nur neun Empfehlungen blieben unberücksichtigt, weitere 46 Empfehlungen sind in Umsetzung.

Unter den Prüfberichten aus 2024 befanden sich einige Schwergewichte: Bis heute beschäftigt das Rettungswesen die Landespolitik. Strukturen, Übermacht des Roten Kreuzes und Millionen-Aufwand fassten damals Kritik aus. Für Staunen sorgte auch der Prüfbericht zur Energie Steiermark: Denn anders als gemeinhin behauptet, bescherte die Preisgestaltung dem Landesenergieversorger keine fetten Gewinne. 

„Dringend erforderliche Budgetkonsolidierung“

Gut angekommen sind übrigens die Zusammenfassungen der Berichte des Landesrechnungshofes in einem Podcast-Format. Eingesprochen von einer Software (KI). „Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz bei Prüfungen nimmt langsam Fahrt auf“, schreibt Drobesch im Tätigkeitsbericht.

Darin fordert er außerdem die Landesregierung auf, dass Stellungnahmen der Prüfer zum Entwurf des Rechnungsabschlusses künftig auch der Landtag erhält. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur „dringend erforderlichen Budgetkonsolidierung“. Wegen der wachsenden Schulden wäre es ohnehin „erforderlich, dass sich der Landesrechnungshof regelmäßig, intensiver und entsprechend außenwirksam mit Fragen des Rechnungsabschlusses und der Budgetentwicklung befassen sollte“.