Öffi-Lösung gefordertTechnopark Raaba lädt zu dringlichem Verkehrsgipfel

Große Pläne im Technopark und weitere Betriebe sorgen für immer mehr Verkehr im Grazer Osten. Jetzt wird eine Öffi-Lösung gefordert.

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Industriezone im Grazer Osten wächst
Industriezone im Grazer Osten wächst © KLZ/Hassler
 

"Wir wollen das Silicon Valley der Steiermark werden", verrät Hannes Schreiner, Geschäftsführer der Technopark Raaba Holding und kündigt große Veränderungen in der Region an. Gemeinsam mit dem Magna-Werk, dem Amazonlager und dem Technopark stünden im Grazer Osten bald nahezu 20.000 Arbeitende täglich im Einsatz. Die Crux daran: "Es fehlt für diesen gewaltigen Arbeitsmarkt an einer Lösung für den öffentlichen Verkehr."

Kommentare (9)
SagServus
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"Es fehlt für diesen gewaltigen Arbeitsmarkt an einer Lösung für den öffentlichen Verkehr."

Die Lösung fällt eigentlich immer nur mit der Frage, wer es zahlt und wer sich dafür zuständig fühlt.

Der Radweg hört 400m vor dem Magna Werk auf? Wo fehlen die 400m? In Graz oder in Raaba. Wenns in Raaba fehlen, wieso hat man die Lücke nicht schon längst geschlossen? Oder gilt hier dann wieder die Devise, das Werk steht in Graz, wieso soll die Gemeinde Raaba dafür zahlen?

Es gehen zu wenig Busse in die Umlandgemeinden? Dann muss man halt dafür zahlen. Die Holding Graz wird ihre Busanbindungen in die Umlandgemeinden nicht gratis machen. Oder gilt auch hier die Devise, dass die Einpendler nach Graz ja das Problem von Graz sind, also soll Graz auch dafür zahlen das Problem zu lösen?

Wo man aber auf jedenfall Recht hat ist, dass Nagls Visionen alle am Standrand aufhören und nicht weitergedacht werden. Weiterdenken kostet nichts, über die Finanzierung kann man nachher noch immer reden (und das Projekt dann halt kürzen falls wer nicht zahlen mag).

cyxxx
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Wie immer fehlt es an der Infrastruktur!!!

Der Beschluss für Amazon ist so gut wie fertig. Aber wie Mitarbeiter dort hinkommen sollen....?
Man fragt sich wirklich, ob man immer das Pferd von hinten aufzäumt? Die Mini Metro geht doch auch nirgends vernünftig hin... Also dorthin bestimmt nicht. Es wäre wahrscheinlich besser, dass man Graz und Gemeinden rund um Graz Mal sich an einen Tisch setzen und über Geld und Investitionen für die gesamte Infrastruktur diskutieren und dann noch wichtiger durchführen.
Es geht um mehr als nur um die Landeshauptstadt und jede einzelne Gemeinde. Zusammenhalt wäre für uns Steirer wirklich Mal angebracht. Speziell was Öffis und Infrastruktur angeht.

rb0319
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Land Stmk?

Was tut eigentlich das Land Stmk in dieser Stadt-/Land-übergreifenden Angelegenheit? Wäre es möglich, dass das Land als Mediator auftritt und zwischen Graz und den betroffenen Umlandgemeinden vermittelt?

pwebhofer
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¯\_(ツ)_/¯

Im Silicon Valley schlafen eh alle im Büro oder vor dem Büro.

menatwork
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Wie wärs, wenn die Investoren

die in der "Pampa" den höchsten Büroturm errichten auch für dessen zeitgemäße Verkehrsanbindung sorgen?

Natürlich sollte die Stadt Graz dem nicht im Wege stehen, aber die im Artikel mitschwingende Hoffnung auf Mitfinanzierung durch die Stadt Graz ist ja wohl ein bisserl vermessen, da ist zuallererst die Standortgemeinde gefragt, in die man "ausgezogen" ist.

SeCCi
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...

"Es fehlt für diesen gewaltigen Arbeitsmarkt an einer Lösung für den öffentlichen Verkehr." so wie großteils auch in den restlichen umlandgemeinden und zu einem gutteil auch in der stadt selbst...

bernhardw
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Spät aber doch.

Immerhin kommt man jetzt drauf, dass es eine Verkehrslösung braucht. Sollte aus meiner Sicht von Beginn an mitgeplant werden.

BigC
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Klasser Geschäftsführer

Er siedelt sich außerhalb von Graz bei günstigen Grundstückspreisen an und dann fordert er eine Steuergeldfinanzierte ÖV Anbindung zu seinem Büroturm. Das ist Raumordnung aus dem 70ern.

KDreisieb
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@BigC: die nicht akzeptabel an den öffentlichen Verkehr oder an das Radwegenetz angebundene Magna steht nicht in der Nachbargemeinde..

..da sollte sich folglich der Grazer Verantwortliche für die Stadtentwicklung und für die Raumplanung selber mal an der Nase nehmen und gleich danach auch mal Lösungen liefern!

Des Weiteren sollte der Grazer Bürgermeister und Stadtentwicklungsverantwortliche sich mal mit den Bürgermeister*innen von Raaba, Hart, Gössendorf, Hausmannstätten, etc., aber auch mit dem Landesverkehrsreferenten "Der-tut-eh-nix"-Anton Lang zusammensetzen und eine gemeinsame Zukunftsanstrengung in Richtung S-Bahn-Ausbau, samt Straßenbahn nach GU-Südost und einem akzeptablen Stadtgrenzen überschreitenden Radwege-Netz, anstoßen.

Und deinem Herrn Nagl sei das ins Stammbuch geschrieben:
Die Themen "zeitgemäße, klimaneutrale Weiterentwicklung in den Bereichen Graz-Süd und Süd-Gemeinden im Bezirk Graz-Umgebung" ist schon lange keine Nice-to-have-Frage mehr, das ist schon aus Gründen der immensen Bau- und Wirtschaftsentwicklungen schon alleine wegen der stark steigenden Verkehrsbelastung und der zunehmenden Klimaerhitzung eine existentielle Zukunftsfrage wo auch keine Mini-Metro-Renderings Abhilfe schaffen werden!