Schutzverein verärgert“Das war das letzte Original-Wahrzeichen des Ruckerlbergs”

Karin Steffen, Obfrau des Schutzvereins Ruckerlberg, ist bestürzt über die Zerstörung des Naherholungshügels vieler Grazer. Nächstes Sorgenkind: Das einstige Landhaus Jöbstl.

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Karin Steffen ist seit 1998 Obfrau des Schutzvereins Ruckerlberg
Karin Steffen ist seit 1998 Obfrau des Schutzvereins Ruckerlberg © Jürgen Fuchs
 

Dass die Baumaschinen nun auch noch das historische Gasthaus “Franzenshöhe” niedergewalzt haben, sorgt bei der langjährigen Obfrau des Schutzvereins Ruckerlberg, Karin Steffen, für Betroffenheit: “Das war eine der ältesten Gaststätten und wohl das letzte Original-Wahrzeichen dieses Ausflugsgebietes für die Grazer”, ärgert sie sich, dass einmal mehr ein Vorstadthaus im Grünen Platz für eine massive Betonbaustelle aus dem Weg geräumt wird: “Schaut man jetzt auf den einst grünen Hang, schreckt man sich ja, wie hier jetzt die Baugrube zubetoniert wird, damit dann fünf Bauten mit Eigentumswohnungen hochgezogen werden.”

Kommentare (37)
der alte M.
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An alle Poster hier:

Überlegt einmal: Wenn in eurer unmittelbaren Nachbarschaft ein euch vertrautes Gebäude abgerissen und stattdessen ein hässlicher Betonklotz gebaut würde, würdet ihr dann auch so denken? Wenn man allerdings selbst in so einem seelenlosen Kasten wohnt, ist eine derartige Einstellung verständlich,,solange nicht in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut wird.

calcit
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Wenn es dem Baugesetz entspricht geht es sie gar nichts an...

...und sie haben es zu dulden. Außerdem wenn es ihnen nicht gefällt ist das auch ihr Problem - nicht alles gefällt jedem und immer. Viele Villen und Häuser die z.B. vor 100 Jahren gebaut wurden haben auch damals angeeckt und sind nun Vorzeigeobjekte. Und vor allem so manch klobig/protzige Villa am Ruckerlberg ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei!. Auch die Adresse des "Schutzvereins" (Rudolfstraße 16) ist auch nicht gerade ein Vorzeigeobjekt...

nasowasaberauch
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Rudolfstraße 16 is ja wirklich ein Prunkstück!

Ein klarer Fall von: Will vom Charme das Villenviertels als Aussicht profitieren, aber nix dazu beitragen.

Und unter einem Fußgänger- / Spaziergängerparadies versteh ich auch was anderes, als schmale Gassen mit Gehsteigen die mit Pseudopollern geschüzt werden müssen, damit sie nicht von Autos überrollt werden.

Oben ab dem Jöbstl gibt's ja gar keinen Gehsteig mehr. Da muss man gleich auf der schmalen Straße gehen.

Wäre im Traum neimals auf die Idee gekommen dort spazieren zu gehen...

calcit
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Und ja... ich wohne auch dort (Hallerschloßstraße)... und ja am Nachbargrundstück wurden auch...

...moderne Eigentumswohnungen gebaut...und ja, die schauen jetzt auch von deren Balkon in unseren Garten ... und ja ich nehme es zur Kenntnis weil es dem Baugesetz entsprach... und ja ich akzeptiere es, dass auch andere ein Recht auf Wohnen und Bauen haben...

Ragnar Lodbrok
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Und wenn es Gesetz wird,

am Vormittag am linken Fuß zu hüpfen und am Nachmittag am rechten - dann nehmen Sie es auch zur Kentniss, weil es dem Gesetz entspricht...deswegen sind wir wo wir sind - die Obrigkeitshörigkeit haben wir aus der Kaiserzeit vererbt bekommen. Weil - Vurschrift ist Vurschrift.

Reipsi
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Denken kannst

aber machen kannst nix , des muast akzeptieren .

calcit
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Und was diese Faselei von Naherholungsgebiet angeht...

...darfst ja eh nur auf der Rudolfstraße durchgehen. Alles ander ist abgezäunt, Privatbesitz, "Bewacht durch Nachbarn", "Besitzstörungsklage" und auf der Rudolfstraße musst ständig zur Seite springen weil wieder ein "Ruckerlberger" mit seinem SUV durchrast.

calcit
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Was soll diese Jammerei wieder...

...es sind einmal ja die "Ruckerlberger" selbst die ihre Grundstücke und Häuserln verscherbeln. Und es sind auch die "Ruckerlberger" selbst die sich monströse Villen hinstellen wovon andere nur träumen können und die hinsichtlich Platzverbrauch und Nachhaltigkeit jenseits von gut und böse sind. Selbst lassen sie ihre Villen verfallen um ja nicht sanieren zu müssen und bauen daneben ihren eigenen Villen hin...im wesentliche will man unter sich bleiben und anderen aber sagen was sie zu tun haben und was sie nicht dürfen!

melahide
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Was soll

ein „Schutzvereinigungen Ruckerlberg“ sein? Hoffe die Frau Kahr setzt denen 500 Gemeindewohnungen vor die Nase!!

iMissionar
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Alarmglocken

Wenn das Wort „Aktivbürger“ aufpoppt schrillen für gewöhnlich alle Alarmglocken. Begüterte Vertreter eines selbsternannten Bildungsbürgertums - meist mit zu viel Tagesfreizeit ausgestattet - schwingen sich ohne jedwede demokratische Legitimation auf Staat und Mitbürgern auszurichten, wie sie zu leben haben. Wunderbar, wahrlich ein Segen für alle.

LaoQui
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Klassenkampf!

Ruckerl-Berger gegen Lieben-Auer, die oben und die unten! Inaktive Raunzer gegen Aktivisten, die für ihre Umwelt kämpfen. Ich korrigiere: nicht inaktive Raunzer, sondern aktive Anonym-Beschimpfer.! Ein garstiges Bild unserer Gesellschaft, die es nicht schafft, gemeinsam gegen die Zerstörer ihres Lebensraumes, die von der Politik gratis (?) hofierte Baulobby vorzugehen. So braucht man sich um Graz keine Sorgen mehr machen, es wird bald nicht mehr zu erkennen sein - ob oben oder unten. Dann sind alle froh, oder? Ein bisserl sehr schäbig, meine ich.

calcit
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Und sie sind wer?

Auch anonym!

Ragnar Lodbrok
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Dafür stehen über 30.000. Wohnungen

in Graz leer. Aber neu bauen....

Reipsi
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Es bleibt ja jedem

frei, das Objekt zu kaufen und damit zu machen was er will , ich kann aber nicht über andere Käufer bestimmen, das müsste jedem klar sein, wenn man a bisserl Intelligent ist .

Umwelt
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Zuzug

Graz ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und viele neue Bewohner (dzt. ca. 295.00 Einwohner) sind hinzugekommen. Und viel Zuzug bedingt auch mehr Wohnbau, mehr Infrastruktur (Kanal-, Wasser- und Leitungsbau etc.), wie auch mehr Straßen, mehr öffentlichen Verkehr etc. Als dies muss beim Zuzug beachtet werden.

Hildegard11
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Lieber Wohnhaus....

....als Chinesenpinte

altbayer
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Wie oft ....

Wie oft war die Obfrau selbst in diesem Gasthaus, `
oder sollte der Wirt nur von der guten Luft am Ruckerlberg leben?
Die "Ruckerlberger" sind doch eher in den versnobten Inn-Lokalen zu finden.

WiBeBe
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Ruine, aber Hauptsache Original Wahrzeichen

Zitat: "Das war eine der ältesten Gaststätten und wohl das letzte Original-Wahrzeichen dieses Ausflugsgebietes für die Grazer”,
Tja, da fasst man sich an den Kopf und begreift es nicht, Hauptsache Traditionsgasthaus (Ruckerlberg) zuletzt als China Lokal bewirtet, dann 4 Jahre verfallende Ruine..........aber Tausende suchen nach bezahlbarem Wohnraum. Welche Bigotte Weltsicht!

marinosale
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Bezahlbarer Wohnraum am Ruckerlberg???

Das glauben Sie ja selber nicht.

WiBeBe
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@marinosale

Nein, glaube ich auch nicht und war auch nicht meine Intention, aber anstatt eine Ruine als Tradition zu bejammern Wohnraum schaffen ist allemal die bessere Option.

stprei
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Club

Sie können einfach einen Club gründen und die Grundstücke selbst sichern. Dann auf eigene Kosten umbauen und sanieren und an passende Leute vermieten. Dann bleibt der Ruckerlberg so wie er ist und muss sich nicht mit Neureichen oder gar dem Mittelstand abgeben. Was bloß die Leute damals gesagt haben, als Villa um Villa um Villa oder später die 60er Architekturschmankerl auf den Ruckerlberg gestellt wurden.

duesenwerni
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"für Spaziergänger unwiederbringlich zerstöre."

Bei dem Verkehr in der Rudolfstraße macht Spazierengehen ohnehin keinen Spaß. Und mit jedem neuen Wohnblock wird es schlimmer.

Isidor9
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Kahr wird keine Hilfe sein

Ob die Kommunistin über ihre ideologische Denkstruktur hinaus aktiv wird und die Naherholungsgebiete schützen wird ,ist zu bezweifeln. Die wird sich höchstens ins linkslinke Fäustchen lachen , wohnen dort ja meist die "Gstopftn". Dass wir "Normalos" dort spazieren gehen und die ursprüngliche Landschaft genießen wollen, ist den Kommunisten völlig wurscht.

ma12
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kasperl

Das wurde schon unter dem NAGERL beschlossen!

Isidor9
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Grob fahrlässig

Was da in meiner Heimatstadt passiert ist ein Verbrechen an der Zukunft der Bevölkerung. Jedesmal wenn ich nach Graz komme ist ein neuer grauenhafter Betonklotz in das Naherholungsgebiet ( Ruckerlberg, Rosenberg , St.Peter etc.) geklotzt worden. Wer genehmigt ständig Umwidmungen? Gilt das Prädikat "Landschaftsschutzgebiet" gar nichts? Wer profitiert von diesem skandalösen Vorgehen?

calcit
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Naherholungsgebiet Ruckerlberg?

Wo bitte? Da sind alles private Villen, Gärten und Straße, umzäunt mit Betretungsverbot und Androhung von Besitzstörungsklagen und auf der einzigen durchgehenden Rudolfstraße rasen die Ruckerlberger selbst mit ihren SUVs durch...

 
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