Es war ein zweites Beben nach der Gemeinderatswahl, bei der die Grazer Freiheitlichen von rund 15 auf zehn Prozent abgestürzt sind. Kurz darauf enthüllte die Kleine Zeitung die fragwürdige Verwendung der städtischen Klubförderung durch die Grazer FPÖ-Spitze. Erst traten Parteiobmann und Ex-Vizebürgermeister Mario Eustacchio sowie Gemeinderatsklubchef Armin Sippel von allen Parteifunktionen zurück und verabschiedeten sich aus der Stadtpolitik. Dann zeigte sich der Finanzreferent der Grazer FPÖ bei der Staatsanwaltschaft selbst an: Er habe 500.000 Euro abgezweigt. Gleichzeitig hat er rund 700.000 Euro zur Schadenswiedergutmachung auf ein Konto der Anklagebehörde überwiesen. Die Ermittlungen gegen ihn als Beschuldigten sowie Eustacchio und Sippel als Verdächtige laufen.
Nach dem Skandal
So will die "neue" Grazer FPÖ nun für gläserne Konten sorgen
Nach dem Krimi um abgezweigte Klubförderung will das neue Spitzenduo der Stadtblauen Transparenz bei der Verwendung von Steuergeldern schaffen.
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