Graz laut gedachtBaumeister Pongratz: "Auf dem Griesplatz herrscht Goldgräberstimmung"

Alexander Pongratz ortet eine zweite Gründerzeit in Graz und prophezeit dem Griesplatz in den nächsten Jahren einen massiven Aufschwung.

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Die grassierende Bauwut ist eines der heißen Eisen in Graz. Wir haben in unserem Podcast Graz laut gedacht mit dem Innungsmeister der Baubranche in der Wirtschaftskammer, Alexander Pongratz über Reininghaus und Co, den Leerstand, hohe Wohnungskosten den Altstadtschutz, und die Schutzwürdigkeit vom Kommod- bis zum Girardihaus gesprochen.

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JustnOpinion
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System

Nun, auch wenn vieles natürlich Fakt ist im Artikel (Printversion war ausführlicher) hatte er für mich einen deutlichen Spin in eine gewisse Richtung, was bei der medialen Aufbereitung (Print, PCast, Online) schade ist im Sinne eines kritischen Artikels.
Zuerst mal finde ich es problematisch die Nachfrage der Leute nach ideal geschnittenen 37-45qm Wohnungen als eine Art Goldstandard hinzustellen (und gleichzeitig Altsubstanz pauschal abzuwerten). Einzig und allein die Unleistbarkeit größerer Wohnungen zwingt Menschen so zu wohnen und Bauträger diese so zu bauen. Und alte Bausubstanz einfach wegzuschieben, um neues Betongold zu erschließen kann ich schon aus gewissen Perspektiven nachvollziehen, nur das kann es nicht sein, es sollte die moderne Erschließung und (ökologische) Sanierung reichlich vorhandener Altsubstanz nicht abgetan werden, hier müsste (Alt)Stadtplanung, Politik, Förderungen, Umweltschutz etc. in einem Konzept ineinandergreifen. Einfacher und lukrativer wahrscheinlich ist es halt so wie es jetzt passiert.
Auch ist meine subjektive Meinung, dass mit den Goldgräber-Argumenten hier scheinbar der Boden weiter geebnet werden soll für genau die Whg-Größe, die dort vor Ort verkauft werden soll und für noch höhere Preise, die irgendwann aufgrund von irgendwas sicher zu erwarten wären (also bitte- kauft schnell jetzt alles zamm am Griesplatz…)

picklanton
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Quartierpolitik auf Kosten der Nachbarschaft

Die Grazer Baupolitik forciert derzeit den Bau sogenannter Quartiere (Reininghaus, Green City). Diese Projekte werden ohne Rücksichtnahme auf die umliegende Nachbarschaft umgesetzt. Beispielsweise lagert "Green City" alle Probleme des ruhenden Verkehrs in das Umland aus und und hält seine Fläche von Autos frei. Solche Probleme sind vom dafür zuständigen politischen Referenten - Bürgermeister Nagl zu verantworten. Diese Quartiere entwickeln außerdem kein eigenes soziales Leben, sie werden die Gettos der Zukunft, sind die Bronx von Graz von morgen.

Heinz-55
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Freunderlwirtschaft!

Herr nagel und herr pongratz ein tolles Team dass unser Graz nur verschandelt! Gute Geschäfte mit den entbehrlichen investoren! Aber solange die Grazer immer nioch Herrn nagel wählen wird sich nichts ändern! Eine hand wäscht die andere! Auf der strecke bleibt unsere schöne Stadt die immer mehr plattenbauten bekommt! Ich finde auch die altstadtkommisdion gehört aufgelöst war ja schlau sie mit architekten die nur Neubauten im kopf haben zu bestücken aber nur fur die Herren nagel pongratz und die auslandischen bzw. Wiener Investoren!

Hgs19
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Qualität wir wieder gefragt sein.

Irgendwann kommen alle drauf, dass in Altbauten die Wohnqualität x-mal besserst als die Wohnqualität der heutigen Bauweisen. Ich möchte nie in einem Objekt wohnen das gänzlich mit Plastik umbaut ist. Es gehts über das gute alte Massivziegelhaus.

FB4
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Der

Artikel ist einfach peinlich für die Kleine Zeitung

ma12
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HaHa

Da kann man ja auch den Fuchs fragen, ob man überhaupt einen Stall für die Hühner bauen soll.

rb0319
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"80 Quadratmeter, zwei Zimmer, kein Balkon"

Da ist mir aber eine 80qm Altbauwohnung ohne Balkon 10x lieber, als eine neue Wohnung mit 40qm in einem Wohngebäude mit 20-40 Wohnungen, in der ich dann von früh bis spät von den gefühlt 100 Nachbarn aus allen Richtungen beschallt werde.

battlefronter007
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Vielleicht befragt die Kleine Zeitung

mal Leute welche weniger befangen gegenüber Graz und seinen Entwicklungen sind wie z.B den Bauträgersprecher der Wirtschaftskammern Österreich Mag Hans Jörg Ulreich welcher das exakte Gegenteil der hier aufgeführten Behauptung von Pongratz sagt. Nämlich das es reicht mit dem Einladen internationaler, skruppelloser Großinvestoren, welche die Entwicklung qualitativ schlechter Anlegerwohnungen und gesichtsloser, überdimensionierter, der Umgebung 0 Respekt bringender, Neubauten befeuert.
Wieso werden die Grazer immer mit solchen Artikeln geradezu dazu genötigt die allgemein miserable Stadt- und Ortsbildentwicklung des Bauamtes und der Investoren und sinkende Lebensqualität für die Bewohner einfach hinzunehmen?

Ichweissetwas
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Die Altstadtkommission

Gehört sofort aufgelöst!! Graz ist verkommen u die echten Grazer flüchten bereits in andere Bundesländer! Wo echte Grünflächen u noch Luft zum Atmen bleibt! Wohnungen bzw die Neubauten dicht an dicht wie Knast oder Legebatterien...!!

axe
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Wer denn

will bitte in einem Wohnklo mit 37 qm wohnen?
„.. und die Konkurrenz gut geschnittener, neuer Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 37 bis 45 Quadratmeter…“
Natürlich will der Herr BM die überteuerten Abstellkammern in seinen Plattenbauten an den Mann bringen- siehe die Projekte an denen er beteiligt ist. Plattenbausiedlungen mit Mini- „Wohnungen“ die zu überteuerten Preisen als Anlegerwohnungen angepriesen werden. Einfach schiach und die Siedlungen verkommen nach nur wenigen Jahren zu Problem- Ghettos…