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Grazer U-Bahn-DebatteVerkehrsstadträtin kritisiert Nagls Alleingang

Der Ton wird rauer - doch sollen sich alle Parteien in einem politischen Gremium noch vor dem Sommer auf das beste Konzept für Graz einigen - hofft Stadtchef Nagl.

Schauen noch weniger zusammen als sonst: Kahr und Nagl.
Schauen noch weniger zusammen als sonst: Kahr und Nagl. © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Rund 25 Kilometer, 27 Stationen, 3,33 Milliarden Euro – das sind die Eckdaten der Mini-Metro, die – geht es nach dem Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) – ab 2030 die Landeshauptstadt mobil machen könnte. Am Tag eins nach der Präsentation der großen Vision fährt die U-Bahn einmal in den politischen Windkanal – und die Brise weht gegen die Fahrtrichtung.

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Hausverstand
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Nagls Verzweiflungstat

Weil die ÖVP im Sinkflug ist (nicht zuletzt wegen ihrer Brutal Betonierpolitik) und Kahr die mittlerweile beliebteste Politikerin der Stadt ist, wirft Nagl jetzt völlig die Nerven weg. Er spannt wieder die tiefschwarz gefärbte Holding ein (wie schon bei den Flops Mur- und Plabutschgondel), um an allen politischen Kräften und den städtischen Verkehrsexperten vorbei eine weitere seiner Visionen brachial zu pushen. Weil fundierte Argumente für diese sündteure Schnapsidee fehlen, muß eben der politische Ellenbogen, die willfährige Holding sowie die gut geölte PR - und Meinungsmaschinerie der ÖVP eingesetzt werden. Aber die GrazerInnen haben seine Spielchen durchschaut, nach der von Nagl betriebenen Zerstörung ihrer Stadt durch Baulöwen und Immobilienspekulanten werden sie kein weiteres Experiment mit diesem verantwortungslosen Egomanen mehr eingehen wollen.

CIAO
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ach ja

die Kummerln sind imnmner gegen alles und allem auf der Welt - auch wenn sie mir in Graz oft sogar sympathsich erscheinen.
Das Ganze sowieso ein Grazer Phänomen.
Komplizirter geht wohl kaum: Nagl mit einem Blauen Vize einer kommunistischen Stadträtin, die Roten haben nix zum plaudern, die andern auch nix. Was soll da gscheits rauskommen?
So kompliziert ist es nicht mal in Italia

mrhohl
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sie schwebt...

...weil:
"die Mini-Metro, die übrigens auf Reifen, nicht auf Rädern fährt" -
voll faszinierend, denn das gibts noch nirgendwo

isogs
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Folgekosten

Hat man schon einmal überlegt wie hoch die Folgekosten, wie Wartung der Rolltreppen, LIfte , Reinigung der ganzen Stationen usw. sind? Wer soll das bezahlen , die Fahrgäste? Bei den dann notwendigen Preisen werden nicht mehr viele mit der Metro fahren...

ma12
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HaHa

Ist es den Stadtpolitikern noch immer nicht bekannt, dass der NAGL ein ZwergerlDiktator ist. Seit dem Kurz ist er ja noch stärker geworden. Da hat er erkannt, dass man als Totalversager auch Politiker werden kann.

HASENADI
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Die Verkehrskonzept-Visionen der Bürgermeisterpartei...

sind wahrlich kein Ruhmesblatt. Murgondel, Plabutschseilbahn,... viel geduldiges Papier, verschwunden in irgendwelchen Schubladen. Das verwirklichte P+R-Millionenprojekt in Mariatrost-Fölling...? Psst, Schwamm darüber!
Die in diesem Forum aufgezeigten Alternativen zum Nulltarif verdienten zumindest soviel Aufmerksamkeit wie die € 500.000-Planung für das Mini-Metro-Projekt.

Cveno
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Beliebt.

Der Herr Nagl lässt prinzipiell die Frau Kahr außen vor. Eine Verkehrsstadträtin nicht in solche Dinge zu involvieren finde ich nur armselig. Anscheinend hat er wirklich Angst in der Beliebtheitsskala noch mehr zu verlieren. Mit solchen Aktionen ist er auf dem besten Weg dorthin.

Lodengrün
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Wie man lesen konnte

hat dieses Projekt schon € 500.000 verschlungen. Haben die paar Universitätsprofessoren so horrende Honorarnoten gelegt? Schönes Zubrot.

SagServus
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...

Es ist interessant, dass Nagls Luftschlösser immer rd. 500.000€ kosten in der Vorplanungsphase kosten.

Hat die Gondel auf den Plabutsch nicht auch schon 500.000€ verschlungen?

Lodengrün
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Nun @servus

mit unserem Geld lassen sich herrliche Schlösser bauen. Auch die Olympiabewerbung für Schladming gab es nicht umsonst. Wo sind wir da überall hingegondelt. Und fragen wir wann wir die Abrechnung der Schladming WM sehen dürfen. Da hat man die VIP Karten nachgeworfen. „Müssen sparen für die Enkerln“ sagt unser LH gebetsmühlenartig.

rouge
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Steuergeld

für die Jubelbroschüre BIG. So schaut’s aus.

mrhohl
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BIG

ist das falsche Medium für diese Utopien. Es müssert NAGLIK oder so heissen, als schwarze Hauspostille...

Hohoho
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Wochenend-Dienst...

...haben die übers Steuergeld finanzierten KPÖ Kampf-Poster!

rouge
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Steig vom Gas

@hohohoho: Falsches Forum, um deinen Frust abzulassen.
Wer nichts zu sagen hat, soll einfach schweigen. Alte Indianerweisheit.

knapp
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Abgesehen vom abstrusen Inhalt Ihres Kommentars

können Sie sicherlich Beweise für "übers Steuergeld finanzierte KPÖ Kampfposter" vorlegen oder? Sollte das nicht der Fall sein, empfehle ich Ihnen keine Lügen zu verbreiten. Könnte strafbar sein. Xund bleiben!!

Mein Graz
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@Hohoho

Also sind für dich wohl alle "KPÖ-Kampfposter", die wie ich der Meinung sind, dass dieses Metro-Projekt eine einzige große Schnapsidee ist?

Das hatte ich noch nie. Mir wurde schon alles unterstellt, von Blau über Türkis, Pink und Rot zu Grün.
Mal was Neues...

Markie2
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Visionen

Visionen dürfen und müssen erlaubt und haben mit Wahn nichts zu tun! Wenn niemand Visionen gehabt hätte, würden wir noch in Höhlen hausen!

Mein Graz
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@Markie2

Visionen sind wichtig, stimmt.
Sind Visionen aber nicht immer für die Zukunft gedacht?

Bei diesem Vorschlag zur Metro-Führung ist die Zukunft allerdings vergessen worden. Denn Graz selbst wächst dzt. kaum, wohl aber die Umlandgemeinden, die an die Metro NICHT angebunden sind.

Ich hab auch eine Vision:
Straßenbahnen, Busse und S-Bahn ausbauen bis zu einem Radius von 50 km, mit enger Taktung und weitläufiger Erreichbarkeit.
Autos raus aus der Stadt, Ausbau von Rad- und Gehwegen, Begrünung von Straßen und Plätzen, dazu noch Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang...

calcit
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Gerade Kommunisten sollten vorsichtig sein...

...wenn sie von Cäsarenwahn sprechen...

Mein Graz
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Holding-Graz-Umfrage

Da wurde VOR der Präsentation der Metro-Planung eine Umfrage durchgeführt und keiner der Befragten wusste, was geplant war. Allein die ersten beiden Fragen zeigen schon, wie manipulierend diese Befragung durchgeführt wurde.

Frage 1: Die Stadt Graz plant den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Soll die Holding Graz in innovative Mobilitätsformen, also in andere Formen als herkömmlich betriebene Busse oder Straßenbahnen, für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investieren?"
Weder sind "innovative Mobilitätsformen" definiert, noch ist in der Frage die S-Bahn enthalten!

Frage 2: Die Stadt Graz plant den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Neben Straßenbahn- und Busverbindungen ist auch der Bau einer Metro im Gespräch, die schnell und unterirdisch ihre Gäste befördern soll. Wie beurteilen Sie den Bau einer solchen Metro für Graz?
Weder Streckenführung noch Kosten waren bekannt. Es gibt eine grobe Zeichnung dabei, die NICHT dem Plan entspricht. Wie "schnell" eine solche Metro tatsächlich sein kann sei dahin gestellt - bei 27 Haltestellen auf ca. 25 km...

bond007
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Grundsätzlich bin ich auch für U-Bahn

Trotzdem, traue nie einer Studie die Du nicht selbst durchgeführt hast ;)

melahide
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Wie

schon an andere Stelle erwähnt. Radwege gehören ausgebaut und es gehört UM Graz viel getan. Autos sollten am Stadtrand in großen P&R Garagen belassen werden, mit 3-4 Öffi-„Umschlagplätzen“. Eine unterirdische Bahn könnte dann nur ZUSÄTZLICH passieren. Aber mit der geplanten Geldsumme.

Und die Bauarbeiten muss man sich auch mal durchdenken ... wird ja vermutlich unter dem Straßen gebaut, die dann wohl auf Jahre hinaus nicht befahren werden können ... was der autofreien Stadt zuträglich wäre.

Also für jeden der an einer UBahn Station wohnt und wo arbeitet, wo es eine Station gäbe - perfekt!

bimsi1
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die Mini Metro wäre mal die Basis für ein Zukunftsprojekt.

Sollte die Bevölkerung in Graz und Graz Umgebung weiter steil nach oben führen, wirds dann natürlich weitergehen. Also mit der Mini Metro nach Seiersberg u.w.a.h.

Mein Graz
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@bimsi1

Jetzt musste ich wirklich lachen.

Dieses Projekt wird doch als "Zukunftsprojekt" verkauft - und es wird für den jetzigen Zustand geplant?
Graz stagniert, das Umland nimmt zu bei der Einwohnerzahl. Und die jetzt geplante Metro endet innerhalb der Stadtgrenzen.

Soll dann in 5 Jahren neu geplant werden, weil man draufkommt, dass da viel zu kleinräumlich und kleingeistig gedacht wurde?
Dass man eine Metro nicht einfach so "verlängern" kann sieht man doch an anderen Städten!

Wenn man eine Vision hat sollte sie mindestens 50 Jahre in die Zukunft blicken. Diese Planung steckt im Status Quo fest.

Mila9
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Kommunismus in Reinkultur

Liebe Frau Kahr!
Es wäre wirklich einmal an der Zeit, dass Sie in den Arbeitsmodus kommen. Immer "nein" zu sagen und Unterschriften zu sammeln ist eine Politik aus den 70ern. Sie machen eine ärgere Verteilungspolitik als es jemals die SPÖ gemacht hat und fragen sich nie wie Ihre Verteilungspolitik finanziert werden soll, wie z.B. gratis ÖFFIS, Kindergarten, gratis Wohnungen, Sozialhilfe etc. Es ist einmal so, dass die Unternehmer die Steuern zahlen und wenn es Infrastrukturaufträge gibt, die Arbeitsplätze sichern, dann stellen Sie sich dagegen. Die Menschen wollen nicht zu Bittstellern degradiert werden, sondern Arbeit haben, damit sie sich das Leben leisten können. Ich würde mich an Ihrer Stelle genieren!

SagServus
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...

Wo sagt Fr. Kahr nein zum ÖV Ausbau? Sie hat ja ein entsprechendes Konzept mit Straßenbahn und S-Bahn in petto.

Und es ist lustig, wenn sie die Forderungen der KPÖ z.B. bezüglich gratis Öffis als Verteilungspolitik abtun.

Gratis Öffis können wir uns nicht leisten, weil Graz die Einnahmen braucht lt. ÖVP, aber ein U-Bahn um 3,3 Mrd € (die wahren Kosten liegen wohl eher bei 5-7,5 Mrd. €) können wir uns leisten bei einem Schuldenstand von 1,3 Mrd. €?

"Ich würde mich an Ihrer Stelle genieren!" - Man sollte nicht von sich auf andere schließen.

 
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