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SchleichverkehrBericht über Verkehrschaos am Ruckerlberg schlägt Wellen

Schutzverein Ruckerlberg beklagte kürzlich den immer schlimmer werdenden Schleichverkehr durch das Wohngebiet. Zahlreiche Anrainer haben sich zu Wort gemeldet und drängen auf Verbesserungen.

Kein Gehsteig, kein Platz für Fußgänger, aber immer mehr Schleichverkehr: Der Ernst-Moser-Weg am Ruckerlberg
Kein Gehsteig, kein Platz für Fußgänger, aber immer mehr Schleichverkehr: Der Ernst-Moser-Weg am Ruckerlberg © Juergen Fuchs
 

Er ist seit Jahren ein Problem, mittlerweile aber derartig massiv, dass Anrainer sich nicht mehr damit abfinden wollen: Der Schleichverkehr über den Ruckerlberg. Vor allem Autofahrer, die rund ums LKH Uni-Klinikum Graz zu tun haben, wählen diese Route gern, um oft verstopften Straßen wie der Elisabethstraße auszuweichen.

Kommentare (29)
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livius
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Gleiches gilt für den Kehlberg bzw. Buchkogel

Ich bin schon mehrmals von Autofahrern am Ellbogen gestreift worden. Die Straße ist einfach zu eng. Die Mantschastraße müsste unbedingt zwischen Strommer und Orthacker als Einbahn geführt werden. Generell werden die kleinen Gassen (z. B. Kehlbergstraße) als Ausweichroute (Schleichweg) für die Straßganger Straße verwendet. Die einzige wirkliche Hilfe wären Einbahnstraßen, denn breitere Straßen würden nur noch mehr Verkehr mit sich bringen bzw. noch mehr Versiegelung von Grund und Boden und nach jedem Unwetter ist ohnedies schon das Chaos perfekt.

stern000
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Pendler

1.Es gibt keinen P+R außer Murpark aus Richtung S/O und der ist voll!
Es gibt auch keine schnelle Öffiverbindung!
Ergo: die Pendler fahren so weit herein, wie möglich- zB unterer Ruckerlberg in der Nähe des Schillerplatzes ist während der Woche komplett zugeparkt!!!
2. Viele Pendler wie auch LEIDER Einheimische fahren NICHT unter 30 km/h. Wenn man jemanden aufmerksam macht, wird man angepöbelt!
3. Die Gassen sind für den dzt herrschenden Verkehr nicht ausgelegt!
4. Der Ruckerlberg ist de facto Naherholungsgebiet AUCH u vielleicht VOR ALLEM für Bewohner von St. Leonhard - ohne Auto erreichbar! Viele joggen, walken,spazieren oder gehen mit Hunden...! Hier gibt es noch Kommunikation zwischen Menschen! Bald wird auch dieses letzte Stück normalen Lebens zerstört!
Die in den letzten Jahren gemachten Vorschläge von Anrainern zur Verkehrsberuhigung werden von Vertretern der Stadt Graz ignoriert! Die Dichteerhöhung hat das Verkehrsproblem noch verschärft (Einsprüche Fläwi etc.?!)!

rouge
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So sieht es halt aus

wenn dem Moloch Auto alles untergeordnet wird.
Jene, die sich im Grazer Speckgürtel angesiedelt haben und sich dann jeden Tag in die Stadt zur Arbeit, Schule, Einkaufen stauen, meist im Auto allein sitzend, versuchen halt jeden Schleichweg zu nutzen. Nicht nur am prominenten Ruckerlberg, sondern auch an vielen anderen Orten in Graz. Ein Beispiel: Theodor-Storm-Gasse. 30er und Rechtsregel ignorierend.
Mit dem Ausbau der Öffis alleine wird man dieses Problem nicht lösen. Die Bequemlichkeit, im eigenen Auto zu sitzen ist zu verlockend. Citymaut. Jetzt.

Bereits
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Stimmt, aber...

....gerade bei den Ruckerlberg Bewohnern selbst handelt es sich um Leute, die hauptsächlich mit dem Auto unterwegs sind.

bundavica
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Und due haben meistens keinen Kleinwagen....

😂😂😂

smithers
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@bundavica

Ganz genau. Diese Leute fahren sehr gerne Tesla, G-Klasse oder Cayenne.
Außerdem sollte der Autolärm rund um die Uhr nur den Bewohnern der Grazbachgasse, der Bergmanngasse und der Triestersiedlung vorbehalten bleiben. Ansonsten wohnt man ja praktisch umsonst am Ruckerlberg.

Mein Graz
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@Bereits

Woher kommt diese Gewissheit?
Ich wohne nicht direkt am Ruckerlberg, aber in der Gegend. Ich weiß, dass diese Behauptung nicht stimmt.
Die Bewohner benutzen ihre Autos nicht mehr oder weniger als Bewohner anderer Außenbezirke.
Und sollen die Anrainer jetzt auf ihr Auto komplett verzichten, damit andere, die nicht dort wohnen, Schleichwege schneller durchfahren können?

smithers
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@meingraz

Gehen die alle ab Schillerplatz zu Fuß von der Straßenbahn heim, oder fahren die regelmäßig mit dem Fahrrad die Waltendorferhaupt hinauf?
Mit Sicherheit ist dort mehr motorisierter Individualverkehr unterwegs als in anderen Gegenden. Das selbe gilt natürlich auch für den Bereich Platte.

Mein Graz
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@smithers

Man sieht, du kennst dich bei den Öffis nicht aus.
Es gibt in die Waltendorfer Hauptstraße genau so einen Bus wie in die Rudolfstraße.

redlands
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@meingraz

sie schreiben weiter „unten“: park&ride überall und öffis ausbauen...; ich frage mich nur WO diese öffis fahren sollen...die müssten fliegen können!...

Mein Graz
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@redlands

Funktioniert ja auch in der Rudolfstraße, die recht eng ist. Es werden kleine Busse eingesetzt, da braucht keiner fliegen können.

Bereits
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Hier wirken zwei Probleme, für die es wohl keine Lösung gibt

1.) Das LKH befindet sich eigentlich am falschen Ort in der Stadt, weil viel zu schlecht zu erreichen.
2.) Der Grazer Osten ist verkehrsmäßig schlecht aufgeschlossen. Siehe dazu auch das Thema Ostgürtel, aber auch Erreichbarkeit aus allen Himmelsrichtungen, insbesondere von den Autobahnen aus.

Das erste Problem ist realistischer Weise gar nicht zu lösen, die Lösung des zweiten Problems wird am Widerstand der (einflussreichen) Anrainer scheitern.

crofhewide
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SUV und bestimmte Automarken

Hilfreich wäre es schon, wenn insbesondere die SUV-Fahrenden sich an ihrer Straßenseite orientieren würden. Aber nein, es sind hauptsächlich Lenker dieser Fahrzeuge, die in der Mitte der Fahrbahn daherkommen, weil sie mit den Abmessungen ihrer Autos überhaupt nicht zurecht kommen bzw. denken, Ihnen gehört sowieso die ganze Straße/Stadt. Wenn Verbot, dann für Kfz, die gewisse Abmessungen unnötigerweise überschreiten. Denn sogar bei den Engstellen am Ruckerlberg gehen sich zumeist 2 normale PKW locker nebeneinander aus. Autofahren will auch gelernt sein. Fahrtechnische Unfähigkeit ist wunderbar hier am Ruckerlberg zu beobachten. Und ja, links und rechts unterscheiden und sich mit der Rechtsregel sowie der Zahl "30" und dem Gefühl im Auto, das bei diesem Tempo entsteht, auseinanderzusetzen, würde auch helfen.

Allen, die sich am Ruckerlberg zivilisiert verhalten, danke ich und bitte, sich nicht von den Ignoranten drängeln zu lassen. Vielleicht vergeht es dann dem einen oder anderen (übrigens sind die Problemfälle nicht nur am Auto-Format, sondern auch an ganz "auserwählten" Automarken zu erkennen ;)). Fährt 30, haltet euch rechts und an die Rechtsregel sowie bei Engstellen an die Vorrangregeln. Verkehrsregeln gibt es genügend, die am Ruckerlberg nicht eingehalten werden - und darin besteht das Hauptproblem.

crofhewide
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Links gehen, Gefahr sehen!

Übrigens gehen, laufen, walken die meisten am Ruckerlberg auf der rechten Straßenseite. Bitte erinnert euch an den alten Grundsatz: Links gehen, Gefahr sehen. Auch in der Mitte der Fahrbahn zu gehen ist nicht zielführend ...

Beobachtungen am Ruckerlberg sollten nicht nur einseitig verbalisiert werden, alle Nutzenden sind hier gefragt, sich an einfache Regeln zu halten.

nasowasaberauch
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Verstehen die Anreiner ja, aber die Ausweicher genau so.

Wenn man über den Ruckerlberg nicht mal halb so lange braucht wie durch die permanent verstopften Merangasse.

Außerdem ist es naheliegend, wenn man aus der Ragnitz z.B. zu den Eustaccio Gründen will dort drüber zu fahren. Es wäre absolut absurd doppelt und dreimal so lange um den Ruckerlberg zu fahren. Abgesehen von den zusätzlichen Abgasen die man dort im Stau stehend produziert.

Dann braucht es halt einfach eine Verbindung, die den Nahmen verdient. aber die paar qm will halt auch keiner her geben. Und ruhe will man haben oben am Hügel.

Das ist auch Stadt. Deal with it.

Mein Graz
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@nasowasaberauch

So einfach ist es nicht.
Unser Haus ist gute 50 Jahre alt. Als es gebaut wurde, war das noch gar nicht Stadt!
Damals war z.B. die Öffi-Verbindung noch recht dünn: der Bus fuhr 2 - 3 Mal in der Stunde. Ich wurde oft verspottet "Selbst schuld, was wohnst so weit draußen!"
Jetzt heißt es "Das ist auch Stadt. Deal with it." Also wiederum Spott. Nur aus der entgegengesetzten Richtung.

Soll man sich, wenn man ruhig, aber in Stadtnähe wohnen möchte, alle 15, 20 Jahre ein neues Zuhause suchen müssen?
Oder darf man sich wehren, wenn man von der Verkehrslawine überrollt wird? Wenn sogar schwere LKW fahren, wo sie nicht dürfen? Wenn Hecken und Zäune immer wieder beschädigt werden, weil die Straßen für 2 Autos zu schmal sind?

Bereits
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So ist das eben in einer Stadt

Sie wächst und Gegenden ändern sich. Sie sind ja auch wohin gesiedelt, wo vorher wenig bis nichts war und haben die Gegend dadurch einerseits verändert und verursachen andererseits Verkehr.

Mein Graz
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@Bereits

Ich verursache Verkehr. Stimmt, allerdings direkt minimal (ich besitze keinen PKW, wenn ich ein Auto brauche leihe ich mir eines aus), meine Wege erledige ich mit den Öffis bzw. dem Fahrrad und zu Fuß. Indirekt verursache ich natürlich - wie jeder Mensch, ganz egal wo er wohnt - Verkehr.
Wollte man keinen Verkehr verursachen müsste man wohl Selbstversorger auf einer einsamen Insel sein...

Dass Stadt wächst bestreite ich keinesfalls.
Dass man sich gegen orts-unüblichen Verkehr wehrt muss aber als legitim angesehen werden. Nichts anderes machen alle Ortschaften, die etwa Umfahrungen bauen.

DukeNude
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Der Ruckerlberg war früher ländlich, bis manche angefangen haben, dorthin zu bauen,bis es irgendwann so viele waren, dass es dichter war als in Liebenau. Alles versiegelt, sodass das Wasser herunter schießt,kein Straßenkonzept, trotzdem wurde und wird weiter gebaut. Und jetzt ist halt ortsüblich was anderes als vor 50 Jahren. Mein Vater ist dort aufgewachsen, da waren noch alles Bauernwiesen. Die gewisse Klientel hat sich das halt schon zum Großteil selbst eingebrockt, hat selbst 3 bis 4 Autos in den Garagen stehen. Das gleiche Spiel ist jetzt am nächsten Hügel in Hart zu beobachten.

Bereits
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Natürlich dürfen Sie sich wehren

Dieses Recht spricht Ihnen niemand ab. Genauso gut steht es jedoch Leuten mit anderen Meinungen und Bedürfnissen zu, ihre Sichtweise kundzutun und danach zu handeln.

isogs
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Privatstrassen

Dort oben, oder von unten nach oben gibt es viele Privatstrassen die nicht befahren werden dürfen . Daher konzentriert sich der Verkehr auf ein paar Strassen, daher Privatstrassen öffnen! Ach wenn das den Bewohnern dort nicht gefallen wird.

Mein Graz
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@isogs

Die Rudolfstraße war vor 30, 35 Jahren eine Straße, auf der man wunderschön spazieren gehen konnte. Wir gingen z.B. häufig zu Fuß zum ehemaligen "Jöbstl". Heute ist es unmöglich. Viel Verkehr, die 30-er-Beschränkung wird nicht eingehalten, über lange Strecken kein Gehsteig. Und die Anrainer leiden darunter.

Jetzt kommst du und forderst die Enteignung von Privatstraßen, damit Ortsfremde schneller von A nach B kommen? Damit der Verkehr von anderen Straßen in Seitengassen verlegt werden kann?

Dann komme ich auch mit einer Forderung: weg mit dem ortsfremden Verkehr! Der Ruckerlberg muss verkehrsberuhigt werden. Die Autos sollen auf den Straßen bleiben, die dafür ausgelegt sind.

DukeNude
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...

In der Vergangenheit leben ist halt schon etwas engstirnig! Der Berg mit den Straßen gehört halt nicht ihnen allein.

purplish
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Die Gstopften wollen unter sich bleiben... ;-)

Es scheint, als würden die Reichen und Schönen es dem Pöbel nicht zu gönnen, ihre Gegenden zu befahren. Ein Naherholungsgebiet soll der Ruckerlberg sein, nur für Anrainer und gefälligst frei von ortsfremden Verkehr.
Ich bin für eine Mauer drumherum, und Mexiko soll sie bezahlen. Wäre ja noch schöner, wenn normale Steuerzahler, die diese Gasserln auch mitfinanziert haben und deren Erhaltung auch weiter bezahlen, diese dann auch noch benützen dürfen...
Niemand möchte vor seinem Haus viel Verkehr haben, doch geht dieses "der Ruckerlberg den Ruckerlbergern" deutlich zu weit. Keine Frage, Rücksicht und Vorsicht müssen von den Verkehrsteilnehmern erbracht werden, aber ich verbiete ja auch nicht gleich jedem, meine Straße zu benutzen, nur weil er nicht da wohnt...

Mein Graz
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@purplish

Szenario:
Du kaufst dir in jungen Jahren in der Stadt eine Wohnung. In einer Seitenstraße, weil es da ruhiger ist.
Du lebst 20, 25 Jahre dort. Der Verkehr wird immer stärker.
Dann wird aus deiner Seitenstraße plötzlich eine Einbahn, weil die Verkehrsführung geändert wird. Aus der Seitenstraße wird plötzlich eine Durchzugsstraße.
Und fortan fahren in der ehemals ruhigen Seitenstraße, die du bewusst gewählt hast, von Früh bis Spät unzählige PKW, LKW, Busse... und nebeln dir den Dreck ins Fenster, das du dann natürlich nicht mehr öffnen kannst. Und wenn ein schwerer LKW vorbeidonnert erbebt das Haus.

Auch wenn du nicht zu "Reich und Schön" zählst willst du deine Ruhe. Verkaufst du die Wohnung und suchst dir in einer anderen Seitenstraße - die vielleicht in 20 Jahren auch nicht mehr ruhig ist - eine neue?

purplish
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Lösung?

Der totale Stillstand. Alle müssen im Stau stehen. So wollen es die Ruckerlberger. Frag mal einen, der in der Merangasse wohnt, ob er es cool findet, wenn sich die paar hundert Autos, die sich derzeit durchs noble Bergviertel schlängeln, zusätzlich in die Merangasse quetschen. Eher nicht denk ich.
Wenn man, und das ist anscheinend der derzeitige Stand der Dinge, weiterhin auf Individualverkehr setzt, dann muss man dem auch Platz geben, und da gehören kleine Nebenstraßen auch dazu.
Ansonsten muss man sich ernsthaft mit generellen Fahrverboten und dem (kostspieligen) Ausbau der Öffis beschäftigen. Weiter oben hat jemand bereits sehr treffend die Zersiedelung erwähnt, die das massiv erschwert. Vollkommen richtig.
Und dann stehen wie in einem anderen Artikel beschrieben, Aktivbürger woanders gegen den Wohnungsbau auf den Barrikaden. Der allerdings für die Öffis viel besser zu erschließen wäre... Na was jetzt?

 
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