Es ist so weit: Mit einem traditionellen Spatenstich rollte am Freitag der Umbau des Grazer Tummelplatzes vom Stapel. In den kommenden Monaten bleibt auf dem Areal im Grazer Zentrum kein Stein auf dem anderen: So werden nicht nur 33 neue Bäume gepflanzt, zudem werden Sitzmöbel sowie ein Wasserspiel installiert und frische Granitplatten verlegt – basierend auf den Plänen von „konstruktiv Architektur & weeSt Architekten“, welche den dazugehörigen Wettbewerb für sich entscheiden konnten.
Anfang der 90er-Jahre war der Tummelplatz, aufgrund der Bodenlichter vorübergehend auch „Ufo-Landeplatz“ genannt, neu gestaltet worden. Fast 35 Jahre später habe er schlicht seinen Zenit überschritten, argumentieren die zuständige Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) und Stadtbaudirektor Bertram Werle, warum man rund 7,4 Millionen Euro in die Hand nimmt. Die Neugestaltung soll nicht nur optisch eine Verbesserung darstellen, sondern auch die Aufenthaltsqualität steigern: Anhand von Messungen habe sich etwa gezeigt, dass im Sommer direkt vor dem Eingang zum Akademischen Gymnasium ausgeprägte Hitzeinseln entstehen, so Werle.
Keine Kurzparkplätze
Auch die Verkehrsorganisation wird neu geordnet: „Ladezonen und Behindertenparkplätze stehen weiterhin am Tummelplatz-Ost, am Bischofsplatz und in der Bürgergasse zur Verfügung.“, heißt es seitens der Stadt. Auf Kurzparkzonenplätze werde hier aber „bewusst verzichtet“, um mehr Raum für Fußgänger und Begrünung zu schaffen. Parallel soll die Fußgängerzone in der Bürgergasse sowie am Tummelplatz-Ost „behutsam erweitert“ werden. All das bis 2027.