Wenige Stunden vor der jährlichen Generalversammlung des Grazer Frauenrats wurde auch an die Kleine Zeitung ein E-Mail mit dem Betreff „Löst sich der Grazer Frauenrat heute selber auf?“ verschickt. Der Hintergrund: Der Vorstand wollte am Abend eine Statutenänderung zur Diskussion stellen, die auch die mögliche Aufnahme des intersektionalen Feminismus beinhaltet hätte – damit gemeint ist der Kampf für die Rechte aller Frauen und FLINTA*-Personen, bei dem es nicht mehr nur isoliert um geschlechtsspezifische Diskriminierung geht, sondern auch um andere Machtverhältnisse wie Rassismus, Klassismus, Ableismus oder Transphobie. FLINTA* meint neben Frauen u. a. auch intergeschlechtliche, nichtbinäre und Trans-Personen, diese würde man mit einer Statutenänderung auch offiziell mit vertreten.
Streit um neue Statuten
Debatte im Grazer Frauenrat: „Von einer Abschaffung ist keine Rede“
Soll der Grazer Frauenrat auch offiziell andere Geschlechter und Geschlechtsidentitäten vertreten? Vor der jährlichen Generalversammlung gingen die Wogen hoch, die Geschäftsführerin beruhigt.
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