Es ist seit Jahrzehnten ein Bangen und Hoffen. Mit sorgenvoller Leidenschaft verfolgen Iraner, die in der Steiermark leben, die Nachrichten von den aufflammenden Protesten in Teheran, die das Regime im Iran unter Druck setzen. „Die Bilder, die ich in den letzten Tagen im Internet gesehen habe, sind katastrophal“, ist Maryam Mohammadi merklich aufgewühlt, dass es hier zu einem Massaker gegen die Zivilbevölkerung kommt. Die 46-jährige Fotografin ist im Revolutionsjahr 1979 im Iran zur Welt gekommen und zum Studieren nach Graz gekommen: „Jetzt hatte ich wegen des im Iran Blackouts seit Tagen keinen Kontakt zu meinen Eltern daheim.“ Das Regime hat das Internet abgedreht, um die Welt von den Bildern der Gewalt gegen die Demonstranten auszuschließen. Auch die Kommunikation des Widerstands soll so durchbrochen werden.