Baustellen, Leerstände, sinkende Frequenzzahlen – seit dem Abgang des Café Sacher aus dem Rathaus und dem Abschied von H&M auf dem Hauptplatz ist die Grazer Innenstadt Sorgenkind und Polit-Spielball im Vorwahlkampf. Die Volkspartei kritisiert den „Parkplatzraub“ einer ideologischen Verkehrspolitik und sieht die City zu Tode beruhigt. Die Koalition von KPÖ, Grünen und SPÖ sieht in einer autofreien oder verkehrsberuhigten Innenstadt mit erhöhter Aufenthaltsqualität eine prosperierende Zukunft. Um ein Bild von einer vitalen Innenstadt 2030 entwerfen zu können, lädt die Koalition nun nächsten Dienstag zur Zukunftskonferenz. Dort werden auch Ideen und Wünsche aus der Bevölkerung diskutiert, die sie bis 31. August per E-Mail, Brief oder Online-Formular eingebracht haben, um sie in einen politischen Grundsatzbeschluss einfließen zu lassen.
600 Ideen eingereicht
Zukunftskonferenz: So wollen Grazer ihre Innenstadt retten
Bei der Ideensuche zur Rettung der Innenstadt gab es rege Beteiligung der Bevölkerung. Das Rad wurde dabei aber eher nicht neu erfunden.
© KLZ/Jürgen Fuchs