KPÖ: Die Kommunisten sind anders – auch beim Dichthalten. Aus anderen Parteien wäre wohl längst durchgesteckt worden, ob die Nummer eins noch einmal antritt, im Fall von KPÖ-Chefin Elke Kahr aber beißen alle auf Granit. Hat sie es tatsächlich nicht einmal dem engsten Kreis verraten, wie Vertraute betonen? Oder spricht das Stillhalten der Truppe weniger für deren Verschwiegenheit als vielmehr für die Strenge der Chefin? Erst bei der Bezirkskonferenz am 10. Juli will es Kahr verraten – und mehrheitlich interpretiert man diesen Trommelwirbel als Zeichen des Abschieds. Und dass wie vermutet Stadtrat Robert Krotzer in den Ring steigt. Auch bei der Frage, was Kahr überhaupt ihre Kandidatur infrage stellen lässt, muss man mutmaßen: Da wäre womöglich die Last des Amtes als Bürgermeisterin, auch schon vor dem tragischen Amoklauf, und der Wunsch nach einem ruhigeren Abschnitt mit ihrem Lebensgefährten. Kritiker vermuten eher, dass sie nicht mehr für jene schmerzhaften Reformen stehen will, die angesichts der Budgetnöte zwangsläufig kommen müssen.
Wo Spannung herrscht
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