Die Ermittlungen zum genauen Tathergang sowie zum Motiv des Mannes sind noch im Laufen – fest steht, dass ein 27-Jähriger in der Nacht auf Montag bei der Jüdischen Synagoge in Graz randalierte. Wie man sowohl seitens der Polizei als auch der Israelitischen Kultusgemeinde bestätigt, schleuderte der Mann zunächst einen Gegenstand auf das Gebäude – dem Vernehmen nach eine Glasflasche. Anschließend beschädigte er den Zugangsbereich zur Synagoge.
Der in Graz wohnhafte Mann, bei dem es sich laut noch unbestätigten Informationen um einen französischen Staatsbürger handeln soll, wurde noch an Ort und Stelle verhaftet – die Grazer Synagoge wird ja bewacht. Der 27-Jährige wurde schließlich auf freiem Fuß angezeigt. Für Elie Rosen, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für die Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten, der jüngste Vorfall in einer „zunehmend spürbaren Aggression gegen Juden und Jüdinnen sowie gegen jüdische Einrichtungen“. Antisemitische Hassmails stünden fast an der Tagesordnung, wobei die Situation in Israel „das vielfach vorgeschobene Motiv“ bilde, so Rosen.