Nach der blutigen Hundeattacke am Freitagabend in Gratwein-Straßengel, bei der eine 34-jährige Frau von einem Rottweiler angefallen wurde, wird sowohl die polizeiliche Aufarbeitung als auch die Genesung der Frau noch länger andauern. Die Steirerin musste notoperiert werden und liegt seit Freitag auf der Intensivstation. Von Seiten des Universitätsklinikums. Graz heißt es, dass die 34-Jährige entweder im Laufe des Montags oder am Dienstag auf eine Normalstation verlegt werden soll. Ihr Zustand sei stabil, bleibende Schäden können bisher aber noch nicht ausgeschlossen werden.

Mehrere Folge-OPs noch ausständig

Laut der Polizei sorgen vor allem die Verletzungen an den Beinen für Komplikationen. Die Frau werde wohl noch mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen müssen. Auch mehrere Operationen kommen noch auf das Opfer zu. „Wie viele OPs das genau sein werden und wann diese stattfinden können, können die Ärzte aktuell noch nicht sagen“, heißt es vonseiten des Universitätsklinikums Graz.

Opfer konnte noch nicht befragt werden

In der Ermittlungsarbeit gibt es unterdessen laut Polizeipressesprecher Markus Lamb nichts Neues. Durch die Schwere der Verletzungen ist eine Einvernahme der 34-Jährigen bisher nicht möglich. Auch die Halterin des Hundes, der von der Polizei erschossen werden musste, ist für die Behörden aktuell kaum erreichbar. Ermittelt wird wegen des Verdachts der fahrlässigen schweren Körperverletzung.

Rüde von Polizei erschossen

Der Rottweiler, der trotz Folgetonhorns und Einsatz von Pfefferspray nicht von der jungen Frau abgelassen hat, musste von der Polizei als Nothilfemaßnahme erschossen werden. Der Vorfall war allerdings nicht der Erste. Denn der achtjährige Rüde hatte vor drei Jahren bereits die fünfjährige Tochter einer Freundin der Halterin mehrmals am ganzen Körper gebissen, als diese auf ihn aufpasste. Die Halterin wurde damals zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt. Auch behördliche Auflagen sollen durch das Veterinäramt bereits auferlegt worden sein. Zudem war der Hund zuvor bereits aus seinem Zuhause ausgerissen und hatte einen anderen Hund sowie dessen Halter attackiert.