PflegeheimeArzt erzählt von ersten Impfungen: "Hinter der Ablehnung steckte Angst"

Uwe Langsenlehner impfte die ersten Heimbewohner. Welchen Vorwürfen er begegnet ist und wie die Heime jetzt dastehen.

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Uwe Langsenlehner hat etliche Heimbewohner in Graz geimpft. Als erste war Gerti Pall am 27. 12. 2020 dran © Möstl, GGZ/Ortner
 

Beim ersten Stich war er nicht nur dabei, er hat ihn gesetzt. Uwe Langsenlehner ist quasi der erste steirische Corona-Impfarzt. Bis im niedergelassenen Bereich alles für die Impfungen vorbereitet war, tourte Langsenlehner monatelang mit zwei seiner Kollegen – den Pflegern Bernhard Kogler und Rene Schuiki – durch die Grazer Pflegewohnheime und immunisierte Bewohner und Mitarbeiterinnen. Rund 1200 Impfungen hat er verabreicht.

Kommentare (5)
AlbertP
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Die Menschen im Altenheim ist genau die

Generation, die die Misere um Contergan mit erlebt haben. Hier wunderst mich nicht, dass diese Leute Spundus vor einer mrna Impfung haben. Da helfen auch die Gegenargumente der Experten nur mühsam weiter.

DannyHanny
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Albert

Contergan ist ein Medikament und keine Impfung! Und gegen Schwangerschaftsübelkeit, wird es eher in den Heimen auch nicht verwendet worden sein! Muss nicht so schwer sein, das aufzuklären!
Gleich wie der Blödsinn, das die Impfung " unfruchtbar" macht und das auf Gernerationen!!
Ausserdem wenn die ganze Familie Opa und Oma von der Impfung abrät, weil Impfgegner ist das ein größeres Problem, als Mythen zu entkräften!

AlbertP
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Ja richtig,

Contergan ist ein Medikament, aber ein pharmazeutisches Produkt, welches zu wenig erprobt weltweit eingesetzt wurde und es dauerte lange und etliche Gerichtsverfahren bis das Produkt vom Markt genommen wurde. Glauben Sie, dass diese Menschen die das mit erlebt haben, unterscheiden ob das nun ein Medikament oder eine Impfung ist?

owlet123
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Nein, vergessen haben die das sicher nicht

aber Aufklärung hilft trotzdem. Man kann Zulassungsstandards der 1960er nicht mit den heutigen vergleichen. Skepsis und Ängste müssen von der aufklärenden Person ernst genommen werden nur dann ist Aufklärung überhaupt richtig möglich.

calcit
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Nur stimmt ein Großteil von diesen Informationen auch nicht...

...Contergan war in Österreich immer rezeptflichtig und wurde deswegen sehr selten verschrieben... es gab in Österreich "auch" nur 12 Fälle... in Deutschland leider fast 5000... und "älter" Menschen haben oft ganz andere Krankheiten miterlebt von denen wir nicht einmal im Ansatz mehr wissen... mein Vater hatte Kinderlähmung, meine Tante hat noch Typhus und Cholera nach dem Krieg miterlebt... Kranheiten die Dank Impfungen und Medikamente längst der Vergessenheit angehören... das vergessen wir bzw. weiß unsere Generation nicht mehr... und manche von uns meine deshalb Impfungen und Medikamente sind nicht mehr notwendig...