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Drittklässler attackiertWie viel Gewalt herrscht an steirischen Schulen?

Experten sprechen von Extremfall, dennoch: Gewaltdelikte an Schulen und Bildungseinrichtungen sind gestiegen. Mehr Schulpsychologen, Sozialarbeiter und Co. gefordert.

 

Ein Neunjähriger soll von Mitschülern in einer Grazer Volksschule kürzlich gewürgt und attackiert worden sein. Doch wie konnte die Situation so eskalieren, dass ein Kind schwer verletzt wird, es zu einer Anzeige, Krisengesprächen und Suspendierungen kommt?

Kommentare (13)
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reschal
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Leiden ist leichter als lösen

Nicht alle Lehrer*innen haben die Motivation und die Kraft Erziehungsarbeit zu leisten. Dazu kommt das Zeitproblem. Wenn ein Konflikt wirklich bearbeitet werden soll, dann braucht man Zeit für Gespräche und Zuwendung. Genau die fehlt! Zudem gibt es schwierige Eltern, die die Schuld immer bei den anderen sehen. Deren Kinder sind oft Epizentren von Konflikten. Lehrpersonen haben kaum rechtlich abgedeckte Möglichkeiten Erziehungsarbeit zu leisten. Und - das Gehalt bleibt gleich, egal ob er/sie "hinschaut" oder nicht.

karin666
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Leider häufig ...

Leider kommen solche Fälle relativ häufig vor!
In der Schule meiner Söhne gibt es seit Jahren Probleme mit Kindern, die nicht nur das Leben der MitschülerInnen schwer machen sondern auch das der LehrerInnen. Nicht nur Verbalattacken( teils extrem heftig)..... Die Aggressionen waren ( und sind) oft so arg, dass das Kind Bücher etc der Lehrerin hinwarf.
Wurde dann d Mutter verständigt, waren stets die
anderen schuld. Gespräche mit Schulpsychologen fanden zwar statt, brachten und bringen aber nur sehr wenig.
Muss wirklich etwas PASSIEREN, damit etwas passiert???

dado
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Kindergarten

Man sollte im schon Kindergarten an Konfliktlösungen arbeiten.
Aber " 25 " 3 bis 6 Jährige in einer Gruppe !!
Eine Pädagogin und eine Betreuerin die zusätzlich hauswirtschaftliche Tätigkeiten verrichten muśs, für 25 Kinder.
Da bleibt für Probleme einzelner Kinder sehr wenig Zeit.
Oft sind die Kinder bis 16 Uhr im Kindergarten . Dann kommt die Müdigkeit dazu.
Da braucht man sich nicht zu wundern !
Ob Kinder, Kindergärtner oder Lehrer sie sind nicht zu beneiden

Patriot
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@dado: Es ist kein Geld dafür vorhanden,

weil sich der Herr Bundeskanzler 210 Mio. für seine Selbstbeweihräucherung aus der Staatskassa genommen hat!

calcit
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@patriot

Ja brav. Haben wir die tägliche Kurzkritik hier auch angebracht... In der Ära von Kreisky, wo ich im Kindergarten war, waren auch nicht weniger Kinder... aber da war ja alles noch in Ordnung für euch Rottrolle...

Gartenfuchs22
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interkulturelle Barrieren....

.....na geh....woher die wohl kommen? wird doch wohl nicht am hohen Migrationsanteil liegen?

Niemand wird das mehr in den Griff bekommen, viel zu lange schauen wir alle schon zu...
Merci, all welcome!

Pelikan22
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Aber geh! Wir schaffen das?

"Bei uns da ist wohl alles frei, ma braucht koa Polizei!" Wie recht der Peter Rosegger schon vor mehr als 100 Jahren hatte. Laissez faire hat als Erziehungsstil ausgedient! Wir sehen ja, wohin das führt! Die Kinder von heute sind die Anarchisten von morgen! Nur weiter so, dann stehen wir wegen falsch verstandener Liberalität vor den Trümmern des "Wohlfahrtstaates!"

reschal
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Konflikte fangen klein an...

... deswegen muss auch bei jeder "Kleinigkeit" reagiert werden. Woher sollen Kinder konstruktive Konfliktlösung lernen? Wir Erwachsene (Lehrer*innen im Fall vom Lebensraum Schule) müssen sie führen und begleiten. Dazu müssen sie bestmögliche Unterstützung bekommen. Adäquate gesetzliche Grundlagen und ausreichend Zeit sind die Grundlage.

AIRAM123
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Tendenz zunehmend

... auch schon im Kindergarten- leider wenige Instrumente um dem beizukommen für PädagogInnen, Lehrer und Schulen.
Suspendierungen sind viel zu wenig tief greifend.
Für Beistellung von Schulassistenten bedarf es der Zustimmung der Eltern, die lieber Ärger mit allen anderen in Kauf nehmen als die Zustimmung für eine Leistung nach BHG geben...

Wohin mit diesen Kindern?

Sam125
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AIRAM123,leben SIE auf dem Mond,denn die Schülerzahlen in den einzelnen Klassen

der Volksschulen dürfen mit 20 Schülern nicht überschritten werden! In den Unterstufen sind es dann schon 30 Kinder und in den Oberstufen auch mehr! Doch HIER geht es zuersteinmal um Volksschulkinder die andere Kinder nicht in Ruhe lassen und sie sich mit ihren prügeln und sie erniedrigen! So wie jetzt aufeinmal und ohne überhaupt nachzudenken warum wir auf einmal schon in den Volksschulen soviele VERHALTENENSAUFFÄLLIGE und AGRESIVE Kinder haben,wird zuersteinmal gleich unserer Kindergarten und Unterrichtssystem kritisiert,dass noch vor gut 10 Jahren aus eigener Erfahrung,aber sehr gut funktioniert hat!!!

Pelikan22
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Wir haben, laut Statistik um 30 % weniger Schülerinnen und Schüler.

Die Klassenschülerhöchstzahlen wurden in den letzten Jahrzehntendrastisch gesenkt. In einer Durchschnittsklasse werden höchstens 14 bis 16 Schüler unterrichtet. und trotzdem gibt es Mobbing und Tätlichkeiten. Was ist wohl der Grund? Viele Eltern sind der Meinung, dass es keinerlei Möglichkeiten gibt, dass Lehrer eingreifen. Und warum sollten sie auch! Schulpsychologen wollen ja auch leben!

AIRAM123
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Pelikan wo lebst du?

Irgendwo hinter den sieben Bergen... Schülerhöchstzahl 16 ... da muss man kurz nach Luft ringen. 25-30 ist die Realität

Pelikan22
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Dann sag mir doch, ...

wie hoch ist die Teilungszahl? Die variiert nämlich auch nach dem jeweiligen Unterrichtsfach! Die Teilungszahl an VS ist 25. Wenn also 26 SchülerInnen die Klasse besuchen, sitzen jeweils 13 Kinder in einer Klasse. Die durchschnittliche Schülerzahl lag im vergangenen Jahr laut Statistik Austria bei 18,5 Kindern