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Gewalt an SchulenWarum in Österreichs Schulen so viel gemobbt wird

In kaum einem anderen Land wird in den Schulen so viel gemobbt wie bei uns. Wo die Bildungspsychologin Christiane Spiel die Ursachen dafür sieht.

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Durch aktuelle Fälle wird das Thema Mobbing und Gewalt an Schulen wieder akut - so berichten Lehrer von Übergriffen durch Schüler. Tatsächlich wird in kaum einem anderen Land so viel gemobbt wie in Österreich.

Kommentare (16)

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Feja
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Es ist auch nicht die Fremdbetreuung alleine

Sondern durchaus die Qualität der Betreuung.
Kinder in Ö sind nichts wert und haben auch keine Lobby.
Allein der Betreuungsschlüssel von Einer Pädagogin plus einer Helferin für 24-25 Kinder ist in anderen Ländern undenkbar.

In der VS NMB wirds dann noch skurriler, da macht das dann eine Person die unter die falsch geschriebenen Hausübungen Gesehen XY, schreibt und ansonsten überfordert versucht der Meute gerecht zu werden.

Auch in der Unterstufe wirds dann nicht viel besser.
Das Essen reicht nicht für alle, die Jungs pinkeln sich gegenseitig in die Trinkflaschen und niemand bekommts mit, weil die eine Betreuungsperson eben nicht bei 20 Kindern gleichzeitig sein kann.

Ich hab das bei meinen Kindern alles selbst erlebt und sie alle wieder abgemeldet.

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erstdenkendannsprechen
3
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die nachmittagsbetreuung

ist halt eine aufbewahrung, nichts mehr. wenn sie sich aufregen, dass unter der "falsch geschriebenen" hausübung gesehen xy steht, dann ist das ja nur die bestätigung dafür, dass die person gesehen hat, das die hü gemacht wurde. kontrollieren muss sie die lehrkraft. und wenn sie eine(r) der elternteile sind, die daheim jede hausübung nachkorrigiert, dann haben sie den sinn und zweck von hausübung sowieso nicht verstanden.
zum betreuungsschlüssel: Ja, der ist eindeutig zu hoch.
zum verhalten: warum denken sie, verhalten sich manche kinder so?

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Feja
2
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Missverständniss

Ich meine nicht Fehler in der Hausübung sondern die Hausübung falsch verstanden und somit falsch gemacht.
Da sehe ich in der ersten Kl Vs sehr wohl, dass es Aufgabe der Betreungsperson ist den Kindern Hilfestellungen zu geben.
Denn ansonsten brauch man sich nicht wundern wenn Kinder nach einem Monat Schule bereits frustriert sind und Schule bereits als negativ abspeichern.
Warum verhalten sich manche Kinder mMn so?
Habe ich oben erklärt.
Weil es ihnen an der Grundbindung fehlt und Kinder eben nur mehr neben bei laufen.
Niemand fühlt sich zuständig sie in den Arm zu nehmen und ihnen Werte vorzuleben.
Wenn ein Kind im KiGa ein anderes haut wird es bestraft statt zu hinterfragen warum das passiert.
Ich hab da schon alles mögliche erlebt und gesehen.
So lernen Kinder, dass auch negative Aufmersamkeit eine ist und die ist für Dreijährige besser als gar keine.

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erstdenkendannsprechen
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ich hab halt die erfahrung (ich habe lange zeit beruflich mit kindern gearbeitet)

dass die kinder, die sich schwer tun, sich in einer gruppe einzufügen und ein auf gegenseitigkeit begründetes sozialverhalten aufzubauen und zu leben - aus familien kommen, in denen zu hause miteinander nicht funktioniert oder in denen die kinder zu hause auf ein podest gestellt werden. beides schadet mMn. aber ich muss sagen, das waren in der regel kinder, die zu hause betreut, also nicht "fremdbetreut" worden sind. nicht alle, aber zum großteil

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Feja
7
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Nicht mal der Regelbedarf für ein Kind wurde je angepasst

Und die Familienbeihilfe ist für das was sie ursprünglich gedacht wurde schon längst nicht mehr ausreichend.

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erstdenkendannsprechen
6
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die kinder gehen gratis in den kindergarten,

gratis in die schule, schulbücher sind gratis,berufsschule ist gratis, bei heimbedarf gibts diverse beihilfen, fahren gratis zur schule, in höheren schulen ermäßigt.
was wollen sie? sie haben sich entschieden kinder zu haben, aber die öffentliche hand soll ihnen alles abnehmen, von der betreuung bis zu den kosten. und kommen sie mir nicht mit "ich habe meine kinder für die gesellschaft bekommen" - das haben sie nicht, das hat keiner.
wir haben auch kinder, aber es war klar, dass wir mit dieser entscheidung eben auf andere dinge verzichten. auch meine kinder können nicht alles an materiellem zeug haben, das sie momentan gerne hätten. aber: wir wenden viel zeit dafür auf, dass unsere kinder lesen, gerade sätze sprechen, sich für ihre mitmenschen interessieren und schwächeren helfen - das können sie nicht in der schule lernen, denn das muss im alltag vorgelebt werden. das geht halt nur, wenn es ständig passiert. meine große ist mediatorin, an ihrer schule gibt es peer-groups (von einigen kindern selber initiiert), die sich um mobbing-opfer kümmern, sofern ihnen was auffällt. denn den kindern fällt das auf, bevor jemand anderer was mitkriegt. und in der gruppe kann man da viel machen.
nur halt dauerjammern, was doch nicht alles (von anderen) schlecht gemacht wird, hilft niemandem, im gegenteil, es verstärkt die situation.

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Feja
9
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Nein Kinder gehen nicht gratis in den KiGa

Schule ist auch nicht gratis und schon gar nicht die Nachmittagsbetreuung.
Aber man sieht an ihrer Einstellung sehr gut wo das Problem in Ö liegt. Unwissenheit, gepaart mit ignoranz und das typische österreichische Denken - alle sollens halt wie ich machen.
Zu den restlichen Unterstellungen schreib ich gar nichts, denn ansonsten müsste ich mich an so einem schönen Tag nur ärgern.

Nur so viel, sie wiedersprechen sich gerade selbt, denn wie wollen sie mit ihren Kindern all das machen wenn sie nicht zuhause sind?
Genau darum ging es nämlich in meinem Beitrag.
Und darum warum es in anderen Ländern weit weniger Mobbing gibt als in Ö.

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erstdenkendannsprechen
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wenn sie sinnerfassend lesen können, dass wissen sie,

dass nirgends steht, dass ich nicht zu hause geblieben bin. ich schrieb, wir haben auf einiges verzichtet - bewusst und das war uns auch klar, bevor wir die kinder bekommen haben. auf materielle dinge. jetzt arbeite ich halb, mein partner hat sich reduzieren lassen. natürlich verdienen wir deshalb weniger, natürlich werden wir das auch in der pension spüren. aber wir profitieren auf anderen gebieten, und wir leben ein wundervolles leben.
ich maße mir nicht an lediglich aus meinen persönlichen erfahrungen eltern und kinder, die als kinder betreut wurden oder werden, anzuprangern - sie tun es. meine persönliche erfahrung ist wie gesagt gegenteilig. es geht nur durch vorbild und vorleben. man muss allerdings auch streiten lernen. dh. eine andere meinung aushalten. sie spielen aber das opfer und die beleidigte, was zeigt, warum es eben auch nicht geht.
kiga ist bei uns im pflichtjahr gratis. schule ist gratis (außer sie schicken ihr kind auf eine privatschule). die schulutensilien kosten nicht die welt (meine große bekam die gut erhalten schultasche ihrer cousine, für die kleine haben wir halt im winter vorher günstig eine gekauft, die paar stifte und hefte machen das kraut nicht fett. und bekleidung würden die kinder auch brauchen, wenn sie nicht zur schule gingen).
sie nennen mich unwissen und ignorant - kehren sie vor der eigenen türe. man wird nicht mit gold überschüttet werden, nur weil man kinder in die welt setzen will. wenn man es erwartet, wird man enttäuscht werden.

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Lamax2
2
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Frage der Erziehung

Kinder haben sehr wohl Empathie, wenn man sie liebevoll erzieht. Ständig telefonierende Mütter auf dem Egotrip fördern sie nicht. In der Schule brauchen Kinder eindeutig Grenzen , Zuneigung, Strenge und auch Sanktionen. Mit dem Satz "wie geht es dir dabei, wenn du deinem Nachbarn wehtust" wird man das Problem nicht lösen.

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Feja
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Das telefonieren als Ursache ist ein bischen einfach erklärt

Schon eher problematisch ist die Fremdbetreuung ab Kleinkindalter.

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erstdenkendannsprechen
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für manche kinder

ist die fremdbetreuung besser als jene in der familie.

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Feja
7
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Für ein Promille vielleicht

Darum werden Kinder vom Jugendamt auch nur in wirklichen gefahrensituationen aus der Familie genommen.
Aber polemische Unterstellungen kommen immer gut in Österreich.

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erstdenkendannsprechen
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sie betreiben polemische unterstellungn in jedem ihrer postings.

wie schon erwähnt - ich hab mit kindern (familien) gearbeitet. ich kenne familien, in denen mit den kindern kein richtiger satz gesprochen wird. in denen kinder sozial vernachlässigt werden oder als partnerersatz gesehen werden - in dem sinn, als dass sie sich viel zu früh um dinge kümmern müssen, die aufgabe der eltern wären, oder indem sie entscheiden sollen, was gut für sie ist (ohne es abschätzen zu können). das auszuführen würde zu weit gehen.
es ärgert mich aber, wenn menschen in diskussionen verurteilen ("fremdbetreute kinder sind so") generalisieren ("ich hab das so erlebt, deshalb ist es ein faktum") polemisieren (polemik = unsachlicher angriff auf etwas oder jemanden, bei ihnen auf alle, die ihre kinder zur tagesmutter, kiga, frühkinderbetreuung geben sowie auf mich) und sie unterstellen (sie nannten mich unwissend, ignorant, polemisch und unterstellend) und verdrehen fakten (kiga ist gratis im letzten jahr, schulbesuch kostet nichts, und zwar bis zu matura). dass bei ihnen vieles nicht so geht, wie es sich wünschen, erschließt sich mir hier nach diesen zeilen.

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der alte M.
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Tagesmütter

Können das aber oft besser als die eigenen Eltern

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Feja
4
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Ja nur wer kann sich ein TM leisten?

Meist diejenigen die neben den Kindern ohnehin nicht telefonieren.
Anderst sieht es in den städtischen Kinderkrippen und VS Nachmittagsbetreuungen aus.
Das sind reine Aufbewahrungsstätten.

Auch wir haben bei meinem Sohn in der ersten Kl VS bereits Probleme mit Gewalt und Mobbing.
Die geht durchgehend von den Kindern aus die von kleinauf Ganztags Fremdbetreut wurden.

Auch bei meinen größeren Kindern musste ich durchaus feststellen, dass diejenigen die ihre Mitschüler zB mit Zigaretten brennen durchaus Kinder von Ärzten, Anwälten, Apothekern und Psychologen waren und zwar diejenigen die eben von klein auf ganztagsfremdbetreutwurden.

Es gibt genug Studien darüber, dass die ersten 8 Lebensjahre bei Kindern prägend für ihr Sozialverhalten ist und das wichtigste dabei ist eine gefestigte Grundbindung zu den Eltern.
Wie soll die zwischen 17 und 19h erreicht werden.
Wenn derweil auch noch der Haushalt erledigt werden muss?

Bei Hunden spricht man von Tierquälerei wenn sie den Muttertieren zu früh weggenommen werden.
BeiMenschen ist das ok.. Hauptsache der Rubel rollt.

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erstdenkendannsprechen
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es gibt genug studien - bitte zitieren sie diese,

denn es gibt genauso viele studien, dass fremdbetreuung (in kleingruppen) besonders bei einzelkindern oder bei kindern mit einem geschwister sehr positive effekte hat.
schlimm sind auch jene kinder, bei denen sich daheim alles um das kind dreht, mama, papa, omas, opas, onkel tanten - und dann kommen diese kinder in den kindergarten oder vs und klinken aus, weil sie nie gelernt haben, dass auch andere bedürfnisse haben. dass man andere ausreden lassen soll (auch kinder), dass man nicht sofort das kriegt, was man grade will, dass dinge nur nacheinander und nicht zugleich ablaufen können. und diese kinder habe ich zuhauf erlebt, sie sind das ende von funktionierenden sozialstrukturen.

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