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Schüler in HTL bespucktLehrer wurde offenbar monatelang schikaniert

Ein Lehrer hat einen Schüler an einer HTL in Wien-Ottakring bespuckt, der Schüler stieß den Lehrer gegen die Tafel. Vorgeschichte soll geklärt werden, FPÖ fordert "Erziehungscamps".

© Facebook
 

Ein handgreiflicher Konflikt an einer HTL in Wien-Ottakring hat einem Lehrer das vorläufige Ende seiner Unterrichtstätigkeit und einem Schüler eine Disziplinarkonferenz eingebracht. Die Bildungsdirektion will ab Montag die Hintergründe und Vorgeschichte des Falls klären. Im Internet kursierende Videos zeigen, wie der Pädagoge den Jugendlichen bespuckt und von ihm gegen die Tafel gestoßen wird.

Laut Berichten mehrerer Medien vom Samstag soll es mit dem betreffenden Lehrer schon vor diesem Vorfall Probleme gegeben haben. Er habe sich gegen die Schüler nicht durchsetzen können und sie rassistisch beleidigt. Gleichzeitig soll der Pädagoge selbst schon länger schikaniert worden sein. Im Internet veröffentlichte Handyvideos sollen zeigen, wie er von Schülern unter einem Tisch kauernd mit Papierkugeln beworfen, mit einer Trillerpfeife drangsaliert oder von mehreren Schülern eingekesselt wird. Viele andere Kollegen sollen hingegen gut mit den Schülern zurechtkommen.

Dienstrechtliche Konsequenzen

Der Lehrer soll nun nächste Woche einvernommen und danach über dienstrechtliche Konsequenzen entschieden werden, hieß es am Samstag aus der Bildungsdirektion auf Anfrage der APA. Unabhängig davon hat die Schule bereits entschieden, diesen nicht mehr alleine in eine Klasse zu stellen und seinen Vertrag im kommenden Schuljahr nicht zu verlängern. Eine Disziplinarkonferenz soll außerdem etwaiges Fehlverhalten jenes Schülers untersuchen, der in dem Video den Pädagogen angegriffen haben soll. Auch mögliche Provokateure sollen sich verantworten müssen. Außerdem soll hinterfragt werden, ob Schüler möglicherweise auch etwas für die Kamera "inszeniert" hätten.

Die in den Videos beobachtbare "Boxringatmosphäre" sei an Wiener Schulen auf jeden Fall inakzeptabel. Man werde bei Vorfällen wie diesen hart durchgreifen, so der Sprecher von Bildungsdirektor Heinrich Himmer, der auf jüngste Maßnahmen zum Umgang mit Gewalt an Schulen verwies. "Der Fall taugt aber weder für Lehrerbashing, weil die Mehrzahl der Lehrer gute Arbeit leistet, noch ist es ein Anlass, Schüler generell als Gewalttäter zu stilisieren."

Die Wiener FPÖ sieht in dem Vorfall indes einen Beleg für einen Anstieg brutaler Übergriffe an Wiener Schulen und wiederholt in einer Aussendung vom Samstag ihre Forderung nach "Erziehungscamps" zur "Resozialisierung" von "gewalttätigen Problemschülern". Die Wiener NEOS setzen weiter auf Schulsozialarbeiter an jeder Schule, "um Konflikte zu entschärfen bzw. schon im Ansatz zu vermeiden". Die Wiener ÖVP will wiederum analog zur Verkehrserziehung "flächendeckenden und verpflichtenden Anti-Gewalt-Präventionsunterricht an den Wiener Schulen".

Kommentare (90)

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wischi_waschi
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Lehrer

Ich, habe mir das angesehen im Internet. Große Sauerei!!!!!
Finde ich nur mehr eine Frechheit, wo ist die Disziplin?????
Was für Kinder bzw. Halbwüchsigen wurden da gezüchtigt????
Ich, hoffe das hier eine saftige Strafe auch auf die Eltern wartet.
Selbstverständlich gehört auch die Direktion zur Rechenschaft gezogen.
Den betroffenen Lehrer wünsche ich auf alle Fälle , alles Gute!

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mapem
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1… Dieser Lehrer hat die letzten Monate sicherlich täglich Blut geschwitzt –

und jedes Mal, wenn er die Tür ins Klassenzimmer aufmachte, war es vermutlich sowas in der Art, als würde man ein Schaf – ein Opfer – ins Wolfsgehege schupsen.
Diesen Vorfall kann man ohne weiters als plakative Beschreibung des derzeitigen Status quo unserer Bildungspolitik beschreiben – wobei man hier natürlich die letzten Jahrzehnte in die Evaluierung einbeziehen muss. Wohl ein Beleg des Scheiterns und des falschen Weges und bildungspolitisch eine rote und grüne Baustelle.

Spätestens in den 90er-Jahren – mit der endgültigen Auflösung der Sonderschulen und dem Emporheben der Begriffe wie „Integration“ und „Inklusion“ auf den heiligen Altar der neuen Bildungsdogmen – war das Schicksal unserer Schulpolitik besiegelt, deren Ergebnisse wir nun immer wieder in solch einer Art, nicht erst jetzt und heute, wahrnehmen müssen.
Sowas beginnt langsam und schleichend – und zwar schon zu Beginn bei den Kleinen und schon vor vielen Jahren: keine HÜ übers Wochenende – keine Leseliste über die Ferien in der VS – 5er verboten - keine Überprüfung der Fähigkeiten bei Eintritt in die Sekundarstufe – eine Zuweisung irgendeines sonderpädagogischen Förderbedarfs ohne Einverständnis der Eltern gar nicht möglich (dann brauch ich auch keine Fachleute dafür) usw..

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mapem
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2… Zugleich schaffte man auch so ziemlich alle Interventions-

und Disziplinierungsinstrumente der Lehrer ab: keine Strafarbeiten – kein eingsperrt mehr, um endlich die ausstehenden Hausübungen nachzumachen – bei disziplinären Verstößen gibt´s noch eine Chance, dann die zweite, dann die dritte usw..

Wenn´s wo disziplinär Friktion gibt, muss der Lehrer antreten und beweisen, dass er seinen Job gemacht hat, was er ohnedies schon bei seiner Angelobung gelobte – und der gesamte Schulapparat sucht und gräbt verbissen danach, ihm irgendeine kleine Verfehlung ans Zeug flicken zu können … aber ja keinen Konflikt mit den Eltern (ja ja – die sind ja auch Wähler).
Dasselbe bei drohenden 5ern: alle Mitteilungsfristen eingehalten? – individuelle Förderprogramme erstellt und Zeit für deren Erarbeitung wohl gegeben? … wohl alle „Helferkonferenzen“ abgehalten? … usw..

Im Biotop der Schule gibt es keine klar erkennbaren Rules und Grenzen – und keine No-Gos mehr, die das Verhalten klar definieren – und jene, die die Regeln vorgeben sind Kinder, Pubertierende und Eltern, die allzu oft die Schule als ihren Feind betrachten und die ganz genau wissen, dass ihnen die Bildungspolitik mittlerweile Möglichkeiten in die Hände reformiert hat, die das gesamte System zum Absturz bringen.

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mapem
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3… Wer sagt „Matura für alle!“

(wie einst ua. Eva Glawischnig), der nimmt zugleich auch in Kauf, dass der Wert der Matura ins Bodenlose abfährt – und solche Bilder und Videos belegen dies wohl in besorgniserregender Art und Weise. Wenn´s solche asozialen Vollgummis bis in die Abschlussklasse einer HTL schaffen, kann irgendwas im System nicht mehr ganz stimmen. Die Hauptschulen und NMSen leiden an Schülerschwund – und in den Unterstufen der weiterführenden Schulen böllern sie die Klassen bis zum Bersten voll. Und bis die Jahrgänge zur Matura gelangen gibt´s einen Dropout von oft mehr als 50%. Da passt was nicht.

Gut, dass dieser Lehrer weg ist – gut für ihn, denn bei solch einem täglichen Martyrium fehlt dann nur noch ein möglicher Amoklauf, oder dass er sich vor den nächstbesten Zug wirft. Besser allerdings wäre, wenn in diesem Falle alle Schüler, die an diesem anscheinend organisiertem Lehrer-Bashing involviert waren, einen kräftigen A-Tritt bekämen – und nicht nur ein einziger eine „vorläufige“ Suspendierung.

Ebenfalls sollte sich der Direktor dieser HTL einmal selbst die Gretchenfrage stellen, ob er dafür geeignet ist, die nötigen Fähigkeiten zu besitzen, um den Anforderungen seines Jobs auch gerecht zu werden. Denn der scheint seinen Kollegen an der „Front“ (muss man wohl schon so sagen) wohl ziemlich dumm sterben gelassen zu haben …

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DavidgegenGoliath
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@mapem

Gratulation!
Eine sehr gute Analyse unseres Schulsystem!

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bietnix
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@mapem

Das hier ist ein Forum, aber kein Platz für Selbstdarstellung und Publizierung von Romanen...

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mapem
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Und sonst hast …

nix zu bieten? … Ein ad hominem – und das war´s.

Hahaha! … Lustiges Kerlchen …

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mapem
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Ah – verstehe, bietnix …

Bei Durchsicht dieses Threads – und in Erinnerung daran, dass dir zum Thema „Kollektivierung“ meine Kontradiktion nicht so gut gefallen zu haben scheint, ist´s offenbar mehr ein Ego- und Eitelkeitsproblem bei dir – gell?! Weil hier weichen unsere Standpunkte ja offenbar gar nicht so sehr voneinander ab.

Na ja – ein klares Statement habe ich bei der Kollektivierung ja dann nicht mehr von dir bekommen … und jetzt liegt dir alleine mein Nick schon quer im Magen – auweh, du armer bietnix du. Tja, da bist aber in zahlreicher Gesellschaft - das Forum ist voll von so bedauernswerten Geschöpfen hier, die – außer ein paar verzweifelter ad hominems – sonst nix zu bieten haben.

Aber tu dir keinen Zwang an, bietnix – ich streich mir gerne hin und wieder so kleine Jausenbrote wie dieses, zwischen den „Romanen“, die ich hier sonst schreibe … schönen Sonntag noch …

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Bewohnerin2
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Das ist Alltag..

..katastrophales Schulsystem, zum Teil schlecht ausgebildete unfähige Lehrer und noch schlechtere Direktoren... das alles einer politischen Freunderlwirtschaft und falsch verstandener Integrationbemühungen und anti autoritären Erziehungen entsprungen ist. Somit hausgemacht... Man kann nach so vielen Misserfolgen nicht immer nur den Trainer wechseln... Vielleicht liegts ja an der unfähigen Mannschaft...

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X22
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Gehst du von einem Regelfall aus, oder siehst es eher als extremere Ausnahme

Ich habe die Erfahrung mit meinen Kindern, den Kindern im Bekanntenkreis und Praktikanten die bei mir ihr Praktikum machen, und natürlich meine persönlichen Erfahrungswerte als Jugendlicher, vielleicht hatte ich auch Glück und hatte immer Klassen mit einer niedrigen Schülerzahl, insoweit kann ich sagen, dass es nur im kleinen Ausmaß zutreffe und es auf meinen Umkreis bezogen keinen groben Einfluss auf die Bildung und die Vorbereitung fürs Leben, der Kinder gab. Ich denk mir auch, dass zu wenig in die Bildung investiert wird, die Welt und das Wissen ist komplexer geworden und es wird immer früher mehr gefordert als anscheinend den Kindern selbst möglich ist, sie werden dann nicht mehr geleitet, eher transportiert bis zum Abschluss.
In einem anderen Forum fragte eine(r) was mit Bastis Zeit zwischen 2005 und 11 war, dabei stieß ich auf ein Interview im Standard "Keine linke Schönredepolitik" mit seinen Gedanken, man kann einiges herauslesen

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mapem
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Natürlich gehe ich hier nicht vom Regelfall aus, X22 –

denn das wär dann wirklich traurig … aber das System fördert zwangsläufig die Entwicklung dorthin. Ich habe schon vor Jahren und immer wieder diese Baustelle roter und grüner Bildungspolitik kritisiert, obwohl ich gesamtpolitisch mich in deren programmatischen Nähe sehe – aber ich mach ja nicht das, was hier so viele auf der anderen Seite lemminghaft jeden Tag unter Beweis stellen: sich ohne jede Kritik deren Dogmen zu unterwerfen und Ja und Amen zu allem nachzuplärren.

Ironischerweise kann man ja hier bisweilen nachlesen, wohin diese Bildungspolitik fürhte und führt. Zu einer Gesellschaft, die kaum mehr lesen, schreiben und denken kann – vollkommen retardierte Kulturkompetenzen … ein planloser Haufen, den man wie eine Drohne lenken kann und der alles glaubt und glauben muss, weil die Leute in der Breite nichts mehr wissen – besonders in den Geisteswissenschaften - aber auch mit den einfachsten praktischen Glübirnenwechselkompetenzen ist es mittlerweile Essig.
Die veränderten Familienstrukturen und die vollkommen neue digitale Welt, mit denen heute Erziehung, Schule und Bildung konfrontiert sind, tun ihr übriges dazu.

Das ist ein weites Feld, was man hier nicht so schnell mal geschwind abhandeln kann … da reicht nicht mal eine mapem-Edda …

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duerni
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Das Lehrer-Schülerverhältnis von heute ist nicht vergleichbar mit jenem welches...

... ein heutiger Lehrer in seiner Schulzeit gekannt hat. Zu Lehren ist eine fordernde Tätigkeit und setzt voraus, dass der Lehrer imstande ist, seine Schüler zu fesseln - der Schüler muss anderseits willens sein, Wissen zu erwerben. Das bedeutet der Lehrer muss KÖNNEN und Schüler muss WOLLEN. Hat das nun etwas mit Migranten zu tun? Nicht nur aber doch! In einer Gesellschaft in welcher der Mann dominiert, trifft dies auch auf männliche Jugendliche zu, die eine Schule besuchen - ich spreche aus Erfahrung. Vorurteile helfen nicht weiter - das Negieren dieser Tatsache aber auch nicht!

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Mein Graz
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@duerni

"In einer Gesellschaft in welcher der Mann dominiert, trifft dies auch auf männliche Jugendliche zu, die eine Schule besuchen."
Wie kommt es dann, dass hier ein männlicher Lehrer drangsaliert wird?

Ich befürchte, dass der Lehrer sich tatsächlich von Anfang an nicht durchsetzen konnte und das eskaliert ist, vielleicht auf Grund fehlender Unterstützung.
Ob es tatsächlich Schüler mit Migrationshintergrund waren entzieht sich meiner Kenntnis - das wird die Untersuchung des Vorfalls zeigen.

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duerni
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@Mein Graz: Sie fragen:" Wie kommt es dann, dass hier ein männlicher Lehrer drangsaliert wird?"

Dem "Macho" ist das Geschlecht seines "Gegenspielers" egal. Sich dagegen durchsetzen ist nur möglich, wenn man "akzeptiert" wird - das ist anstrengend aber möglich.

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Mein Graz
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@duerni

Du schreibst in deinem 1. Posting nichts von "Machos", sondern von einer Gesellschaft, in der der Mann dominiert und zwar in Bezug zu Migranten.
Deshalb gehe ich davon aus, dass es dir um Muslime geht, wo der Mann dominiert - und zwar über Frau und Kinder.

Und so bin ich wieder bei meiner Frage: wenn es sich hier um eine Frage der "Gesellschaft, in der der Mann dominiert" handelt: warum schikanieren diese Männer einen Mann?

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duerni
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@Mein Graz - ich habe mich offensichtlich unklar ausgedrückt ...

….. wenn ich den Begriff "Macho" für "dominante männliche Person" verwende. In der Schule waren diese männlichen Jugendlichen überwiegend aus Gesellschaften in welchen der Mann dominiert. Männer aus diesen Gesellschaften sind gewohnt Menschen aus anderen Gesellschaften zu dominieren - egal ob Kind, Frau oder Mann. Ich hoffe es ist nun verständlich und wünsche schönen Sonntag.

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lieschenmueller
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@Mein Graz

Die betrachten diesen Lehrer als "ihr Opfer". Das ist ja auch ein beliebtes Schimpfwort geworden.

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Mein Graz
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@lieschenmueller

Selbstverständlich betrachten sie diesen Lehrer als leicht zu schikanierendes Opfer!
Leider kommt das immer wieder vor, und viele der Schüler - also Täter - haben keine Migrationshintergrund.
Deshalb auch meine Frage an @duerni.

M.E. liegt das nicht so sehr daran welchen Hintergrund ein Mensch hat sondern wie sein Sozialverhalten ist. Dazu kommt natürlich, dass sich die Jugendlichen gegenseitig aufstacheln und sich gerade in diesem Alter in der Gruppe fast unbesiegbar vorkommen.

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X22
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Weil es im hier im Forum einige gibt, die die Vorfälle, die natürlich hinterfragt und aufgeklärt werden sollen und dementsprechend auch folgerichtig gelöst werden müssen, auf die Migration, nicht auf einen möglichen, sondern auf den Migrationshintergrund (Mh.) zurückführen. Was heißt Mh. der ersten Generation,

das sind Personen, die selbst im Ausland geboren wurden, Mh. der zweiten Generation sind Kinder von zugewanderten Personen, die aber selbst im Inland zur Welt gekommen sind, eine dritte Generation gibt es rein rechtlich nicht und wäre ein Nonsen würde man es immer weiterführen, weil dann alle einen Migrationshintergund hätten und die Definition bzw. die Unterscheidung unnötig ist. Sehr wenige können sagen was vor 100, 200 Jahren genau war, genauso unwichtig ist es für die Zukunft.
Ich nehme jetzt mal die Ansage von Shiba1, der die "Rückführung in die Herkunftsländer, selbst wenn sie in 2. oder 3. Generation hier sind - samt Erziehungsverpflichteten" mit "59" Bewertern die es für gut empfinden, was heißt das jetzt. Zweite Generation wären beide Eltern im Ausland geboren, vom Alter her so um die 35 bs 50 Jahre alt, dürften schon mindestens 16,17 Jahre hier leben, würden wahrscheinlich beide im Arbeitsleben stehen, soziale Kontakte haben,....; nehmen wir an "dritte Generation", die Eltern der Eltern wären im Auslandgeboren, dürften knapp vor der oder schon in Pension sein, ...., die Eltern sind schon Österreicher sowie auch die Kinder um die es sich handeln könnte, all die haben schon etwas geleistet in und für Österreich, und die möchte die, der Shiba1 des Landes verweisen und so viele stimmen ihm ihr zu.
Was passiert da gerade, gspürts ihr euch noch, die ersten Zwei Punkte von Shiba1 sind verständlich, der Dritte überschreitet alles rechtliche und redliche und fördert nur e

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bietnix
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@x22

Und fördert nur "e"??

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X22
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eines, max. Zeichenanzahl überschritten

:)

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Mein Graz
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@X22

Zur unnötige Feststellung von Shiba1 möchte ich noch ein bisschen tiefer gehen.

Wo fängt Migrationshintergrund an, wo hört er auf?

Dazu die Definition aus Statistik Austria:
„Als Personen mit Migrationshintergrund werden hier Menschen bezeichnet,deren beide Elternteile im Ausland geboren wurden. Diese Gruppe lässt sich in weiterer Folge in Migrantinnen und Migranten der ersten Generation (Personen, die selbst im Ausland geboren wurden) und in Zuwanderer der zweiten Generation (Kinder von zugewanderten Personen, die aber selbst im Inland zur
Welt gekommen sind) untergliedern.“

Die Stadt Wien definiert anders:
„Die Magistratsabteilung 17 „Integration & Diversität“ der Stadt Wien definiert Migrationshintergrund anders als die Statistik Austria. Diese Definition ist umfassender, denn hier bedeutet Migrationshintergrund, dass die Person „selbst im Ausland geboren wurde oder mindestens einen im Ausland geborenen Elternteil hat.“

Diese verschiedenen Definitionen erklären auch den hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund in Wien.

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Mein Graz
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Fortsetzung:

Wenn man diese Definitionen sieht ist ganz klar: auch ein Deutscher, Franzose, Italiener oder Schweizer, der sich in Österreich angesiedelt hat, hat Migrationshintergrund.

Für viele Personen wird allerdings "Migrationshintergrund" nur für Menschen verwendet, die
- anders aussehen
- eine andere Religion haben
- deren "Kultur" sich von unserer (angeblich) unterscheidet
- nicht aus Europa kommen
- nicht Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch oder eine andere europäische Sprache sprechen

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Mein Graz
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Fortsetzung:

Wird dann davon gesprochen, dass es Migrationshintergrund in 3. Generation gibt, könnte man die Grenze auch noch erweitern: wie wäre es mit 4. oder 5. Generation?
Und dann schicken wir alle, die sich nicht benehmen können, Vorschriften nicht einhalten oder gegen das Gesetz verstoßen, wieder nach Hause?

Diesen Versuch startet nicht einmal die FPÖ, denn viele ihrer eigenen Mitglieder bzw. hohe Politiker hätten bei einer endlosen Ausweitung der Generationen auch Migrationshintergrund - wie der Großteil der österreichischen Bevölkerung.

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lieschenmueller
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@X22

Bezüglich des Migrationshintergrundes kann man sich im Kreis drehen. Warum empfinden Schüler den dermaßen als vordergründig, dass sie sich selbst nur innerhalb dieses Bewegen? Will der "alteingesessene" Österreich nichts damit zu tun haben, ist dieser Hintergrund in gewissen Bezirken etc. schon die überwiegende Anzahl, dass ein Miteinander gar nicht mehr möglich ist? Will man als Partei seine Vorteile daraus ziehen? Zu vielem kann man wohl "ja" sagen. Leider.

Wichtig fände ich, dass man seitens der Direktion etc. nichts verschleppen oder unter den Tisch kehren oder abschwächen will. Im Endeffekt steht man dann groß in der Zeitung - als Negativbeispiel mitsamt seiner Schule!

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X22
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Ja, warum empfinden Schüler den Migrationshintergrund dermaßen als vordergründig,

ein Beispiel dazu, da ich gestern ein Interview mit einer Türkin (optisch ca. 40 bis 50 Jahre alt, die mit anderen "Heimischen" etwas gekocht haben) gesehen habe, sinngemäss ihre Worte, "warum fühle ich mich ausgegrenzt, ich beherrsche die Sprache in Schrift und Aussprache besser als meine Muttersprache, keiner kann anhand meiner Aussprache meine Herkunft feststellen, mein Name verrät ihn, was kann ich für mein Aussehen, meine Haare, sie verraten auch meine Herkunft und dementsprechend werde ich von vielen, die mich nicht mal kennen in eine Ecke gepresst und das spürt man".
Das selbe passiert auch mit Jugendlichen, vom Kleinkind angefangen spüren sie die Fremdenfeindlichkeit, die Ausgrenzung, ist man nicht in der glücklichen Lage ein entsprechendes Umfeld zu haben, die sie so behandelten wie man es mit anderen Kindern auch macht, entsteht genau das Angesprochen.
Normal sollte genau da die Politik ansetzen, es von Grund auf verhindern. Das beide Seiten angesprochen werden sollen, ist selbstverständlich, tut man aber nicht, man fordert es nur von den Migranten, nicht von den Heimischen die diese indirekte Fremdenfeindlichkeit leben.

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