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Lager in GriechenlandBischof Krautwaschl appelliert, Flüchtlinge aufzunehmen

Auch der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl appelliert, Flüchtlinge aus den griechischen Lagern aufzunehmen.

 

Der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl sprach sich in einem Gespräch mit dem ORF-Steiermark für die Aufnahme von Kindern der griechischen Insel Lesbos aus. "Ich glaub`, dass es wichtig ist, wenn ich jemanden in Not sehe, dass ich das Meinige tue, damit geholfen wird. Und da brennt`s, würde ich jetzt mal so einfach sagen. Und dann muss gelöscht werden", so Bischof Wilhelm Krautwaschl

Auch schon vor den Weihnachtsfeiertagen forderte etwa Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Flüchtlinge in Österreich aufzunehmen.

Auf die Zustände machen auch Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen (MSF) aufmerksam. Ärzte ohne Grenzen bezeichnete die Entwicklung in den griechischen Camps als "alarmierend". Nicht nur die Lebensbedingungen seien weiterhin katastrophal, auch die psychische Situation der Geflüchteten sei besorgniserregend. So verzeichnete MSF einen "alarmierenden Anstieg von Suizidgedanken", auch bei Kindern und Jugendlichen.

Drama in Moria: Flüchlingslager in Flammen

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Ägäis-Insel Lesbos gilt als Sinnbild für das Versagen der europäischen Asylpolitik. Nun wurde es Opfer von Flammen.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Ursprünglich war Moria einer von fünf "Hotspots", die nach der Flüchtlingskrise in Griechenland eingerichtet wurden, um bei der Überfahrt aus der Türkei gefasste Menschen zu internieren. Es ist aber seit Jahren völlig überfüllt.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Das Lager hat eine Kapazität von rund 2.800 Menschen, doch leben dort mehr als 12.700 Asylsuchende unter schwierigsten Bedingungen. 

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Zur humanitären Notlage kam heuer auch die Coronakrise. Nach der Feststellung des ersten Coronafalls wurde das Lager Anfang September unter Quarantäne gestellt. 

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Einer kompletten Schließung und Evakuierung des Lagers verschließt sich die konservative griechische Regierung bisher.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Eingerichtet wurde Moria im Oktober 2015. Zunächst wurden Asylbewerber dort nur registriert und dann nach kurzer Aufenthaltsdauer auf das griechische Festland gebracht. Dies änderte sich durch das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen im Frühjahr 2016.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Mitte September 2016 waren bei einem Brand große Teile der Einrichtung des Lagers zerstört worden, Ende September starben zwei Menschen bei einem weiteren Brand. Im November 2016 kam es zu Auseinandersetzungen von Lagerinsassen mit Sicherheitskräften, zwei Menschen starben bei einer Gasexplosion.

(c) AP (Panagiotis Balaskas)

Im Februar 2020 kam es zu einem Marsch von 2.000 Flüchtlingen zum Hafen der Inselhauptstadt Myrtilini, um gegen die Lebensbedingungen im Lager zu protestieren. 

(c) AP (Panagiotis Balaskas)
(c) AP (Panagiotis Balaskas)
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Kommentare (71)
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ASchwammerlin
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7
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Aufnehmen

aber nur Kinder und Familien. Keine allein geflüchteten jungen Männer, die sollen in ihre Herkunftsländer zurück und dort anpacken. Für jeden aufgenommenen neuen Flüchtling einen straffällig gewordenen Asylwerber abschieben, dann bleibt die Zahl der Aufgenommener konstant!

egubg
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In Bergkarabach, Armenien

wurden und werden gerade die Christen vertrieben und zuvor viele getötet, durch eine, immer wieder, als friedlich bezeichnete Religionsgemeinschaft. Bemerkenswert die Ruhe und Gelassenheit, kirchlicher Würdenträger dazu, im Gegensatz zu jetzige Aufgeregtheit und Hilfeaufrufen, wo es mehrheitlich um jene aus der friedlichen Religionsgemeinschaft, den Muslime geht, - das nennt man wahres christliches Leben: Wenn man dich auf die rechte Wange sch... ,halte die linke .....

fragment
29
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Fassungslos

... über die bösen, zum großen Teil auch noch unqualifizierten Kommentare und die unzähligen „Daumen hoch“ - Wertungen dazu. Können wir solche Zustände wirklich wollen und dabei zusehen,wir satten, reichen, sauberen, gebildeten(?), beschützten, sicheren Menschen?

heinz31
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@ent

1. Österreich hat bereits über 90.000 Menschen aufgenommen
2. Wir helfen ja, aber in den Lagern
3. Hat niemand diese großteils jungen musl. Männer aufgefordert, hierher zu kommen
4. Wir haben selbst genug Armut
5. Sollen wir uns um die ganze Welt kümmern (müssen)?
6. Wir wären gerne bereit, die Rückkehr in ihre Heimatländer zu unterstützen
7. Wir lassen uns (hoffentlich) nicht erpressen
8. Die Kirche ist die dümmste Glaubensgemeinschaft - sie wollen diejenigen ins Land holen, die in wenigen Jahrzehnten bei uns die Kirche , genauso wie in anderen musl. Ländern, vernichten will
9. Kommentare, die einen vernünftigen Hausverstadn widerspigeln, sind keine bösen oder unqualifizierten.
10. Wir wollen diese Zustände auch nicht, aber die sind ja aus eigenem Antrieb gekommen
11. Wir haben seit 2015 ca. 200.000 Asylanträge hier in Österreich gehabt!
12. Auch abgelehnte, also nicht Asylberechtigte leben trotzdem mit einer Runum-Vollversorgung in unsrem LAn.
USW
Usw
Usw
Pers. Anmerkung : Sie sollten ihre rosarote Brille ablegen und der Realität ins Auge schauen!

ordner5
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Hilfe ja, aber zu Hause!

Volle Zustimmung zu Punkt 8. Als jahrzehntelanger Beitragszahler staunt man, wie maßgebliche Kirchenvertreter laufend gegen die Mehrheitsmeinung auftreten. Österreich zahlt ja bereits jährlich Milliardenbeträge, die Herrn Fass ohne Boden Betreiber, sollten über die Belastbarkeit ihrer noch Gläubigen, nachdenken.

solder
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der glaube, bzw. die religion,

scheint kein mittel gegen die pandemie. vermutlich verlegt sich die obrigkeit daher auf kostspielige nebenthemen.

X22
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Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Kurz es abnicken wird,

sein PR und Beraterstab werden wohl bald grünes Licht geben, der Schaden für eine einmalige Aktion lässt sich auf die Waagschale legen, auf der einen Seite die bläunlichen und auf der anderen Seite die christlichen Wählerstimmen, das beides ein Verlust fürs Image ist, ist denen sicher bewusst. Leider haben wir so einen schwachen Bundeskanzler, der kein eigenes starkes Profil hat, einen der in vielen Punkten Mängel aufzeigt und nur dank einer wirkliche guten PR Abteilung in einem einigermaßen guten Lich darsteht, wie lange noch kann man nicht genau beurteilen, jedoch kann man viel aus der Vergangenheit herauslesen, 10 Jahre Kurz hinterlassen Spuren und viel postives findet man nicht und wie's so ist, die Negativen haben mehr Einfluss auf das Zukünftige

WASGIBTSNEUES
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Klar Stellung beziehen

die Kirche soll nicht appellieren sondern klar Stellung beziehen das die Art und Weise wie die Regierung dieses und viele anderen Themen betreibt nichts mit "christlich" zu tun hat. Weder das Gebet im Parlament noch die "Hilfe vor Ort" ist mit dem kirchlichen Glauben zu vereinbaren. Wenn Edstadler sagt sie wurde christlich erzogen, dann müsste die Kirche aufschreiben,.,.,.

heinz31
0
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Was

Wie kommen Sie auf den Schwach...nn, daß der kirchliche Glaube im Parlament was zu suchen hat?
Diese Parlamentarier haben einen Eid auf das Wohl der österreichischen Bevölkerung geschworen und nicht auf die Kirche!
Es sind offiziell nur mehr die Hälfte katholisch, aber die meisten zahlen nur die Kirchensteuer aus gewissen Gründen aber haben mit der Kirche sonst nichts am Hut!

altbayer
4
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Kirche...

....die katholische Kirche soll sich aus der Politik raushalten - Staat und Kirche sind getrennt.
Die Kirche nimmt sich zu wichtig. Wieviel aktive Katholiken gibt es in der Steiermark?
Ich bin der Meinung, dass aktiven Katholiken von den anderen Religionen bereits überholt wurden - als aktive Katholiken meine ich nicht die Kirchenbeitragszahler - sondern die regelmäßigen Kirchengeher.

jg4186
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Keine Parteipolitik

Kirche hält sich raus aus Parteipolitik. Das ist auch gut so. Aber sie muss immer Partei ergreifen für den Menschen, für Menschenwürde und -rechte. Sich einzusetzen für Arme, Flüchtlinge, Heimatlose ist Pflicht für jeden Christen - und ist wohl auch jedem Christen im Land erlaubt als Staatsbürger. Also auch einem Bischof!

heinz31
0
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@jg

Sie tun ja so, als ob es nur in Österreich Christen gibt.
Es gibt sogar in Syrien christliche GEmeinen und Kirchen, die jetzt wider in Frieden leben dürfen. Soll doch die Kirche diese Gemeinden in Syrien zu unterstützen. Dann würde mehr Christen zurückkehren.
Der Grund, warum zig-Tausend Christen in den Kriegsgebieten ermordet und vertrieben wurden, sind die ach so toleranten "Glaubensbrüder" derer, die jetzt die Kirche nach Österreich holen wollen.
Dümmer gehts nimma!

aba
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Zivilcourage

Die Kirche leistet bereits unheimlich viel. In der kirchlichen Lehre geht es um Menschlichkeit und Nächstenliebe,,diese vermisse ich hier in vielen Beiträgen .

valentine711
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Menschlichkeit

bis zur Selbstaufgabe etwa? Bis wir selbst zu Kalkutta werden?

ordner5
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Genug ist genug!

Ich denke, dass wir bereits genügend unbegleitete Bartträger zu versorgen haben. Wir brauchen in Folge deren Nachzug, nicht auch noch ins Land zu bitten. Amen.

Elli123
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Kirche

Kann wohl nicht anders argumentieren. Symbolisch sollten 3 Kinder aufgenommen werden, damit sich die Lage wieder beruhigt.

heinz31
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3?

ja, aber Christen.

helmutmayr
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Die Saat

die der Rechtspopulist Kurz durch seine Message Control über den Boulevard ausbrachte ist aufgegangen. Wir lassen Kinder und deren Familien im Dreck von Lespos verrecken und das Forum applaudiert ob dieser Geiselnahme der Abschreckung. Schande über Europa, Schande über Österreich.

pinsel1954
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Wie viele sollen wir aufnehmen....

......um unser Gewissen zu beruhigen???
100 oder 200 ???? oder viele Millionen ??????
Egal wie viele wir aufnehmen es werden immer zu wenige sein, ungerecht denen gegenüber die nicht aufgenommen wurden.
Warum machen diese Menschen nicht das was auch unsere Eltern nach dem Krieg gemacht haben??? Die Ärmel hochkrempeln und die eigene Heimat wieder aufbauen. Dabei sollten wir helfen und nicht unser Gewissen für kurze Zeit mit der Aufnehme von ein paar Familien zu beruhigen.....

Vem03
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Scheinheiligkeit pur

Warum alle zu uns holen. Könnte mich nicht erinnern das wir für die Lage vor Ort die Verursacher sein könnten. Ausser Probleme und Terror wurde seit 2015 nix importiert. Fragen Sie die Angehörigen von Straftaten, verübt von so armen Seelen.

Balrog206
4
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Dann

Wirst mit deinem schämen aber nicht mehr fertig wenn alle 2 Monate das gleiche ist !

Roberto II
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Verstehs nicht

warum der Hr Bischof sich zu so einem politischen Kommentar hinreissen und gemeinsam mit der Kleinen Zeitung von der linken Propaganda Maschinerie vor ihren Karren spannen lässt. Ich bin einfach nur mehr traurig darüber.

jg4186
14
5
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Christ

Unser Bischof macht keine „linke“ Propaganda - er ist einfach Christ! Hören wir doch endlich auf, alles parteipolitisch zu sehen!
Wenn schon: Ja, die Kirche muss parteiisch sein, Partei ergreifen für Arme, Hilfsbedürftige, Flüchtlinge. Wer das nicht so sieht, hat Christentum nicht wirklich verstanden.

struge1
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60
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Was hilft es den

anderen 7000 Flüchtlingen die bleiben müssen, wenn wir die 100 Familien aufnehmen, werden die Ratten aus Protest aus dem Lager ausziehen? Es wird zwar einigen geholfen, aber der Rest muss trotzdem im Dreck weiter Leben...scheinheilige Diskussionen, mehr nicht!

ASchwammerlin
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57
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Die Kirche

soll sie in ihre Klöster aufnehmen, die hat genug Geld!

Vem03
15
90
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Christen

werden in muslimischen Ländern verfolgt. Daher keine Aufnahme von Migranten. Wird ein Grund sein und aus der Kirche auszutreten und das Geld anderweitig zu spenden.

 
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