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Die Steiermark trauertSicherheitsgipfel tagte in Grazer Burg: Erhöhte Maßnahmen für "Fall des Falles"

In der Grazer Burg trafen am Vormittag Landeshauptmann, Vize und Experten zu einem Sicherheitsgipfel zusammen, um die Lage abzuschätzen. Steirische Politiker zeigen sich entsetzt über die Attacke in Wien.

Sicherheitsgipfel
LH Hermann Schützenhöfer, Vize Anton Lang und Polizeidirektor Gerald Ortner © Land Stmk
 

Nach den Anschlägen gestern Abend in der Wiener Innenstadt, bei der es nach Schüssen mehrere Tote und Schwerverletzte gibt, ist auch die steirische Polizei in Alarmbereitschaft. Es bestehe zwar keine konkrete Gefahr, aber man sei lieber wachsam, so die offizielle Aussage.

Am Vormittag trafen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Vize Anton Lang, Landespolizeidirektor Gerald Ortner, Militärkommandant Heinz Zöllner, der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Rupert Meixner sowie Landesamtsdirektorin Brigitte Scherz-Schaar in der Grazer Burg zusammen, um die Lage abzuschätzen.

Hier die Pressekonferenz zum Nachschauen: 

Schützenhöfer meinte: "Wir sind keine Insel der Seligen, aber wir werden mit allen zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln versuchen, uns die Demokratie nicht wegschießen lassen. Wir wollen entschlossen, aber mit Vernunft agieren!" Sein Vize Lang sagte: "Die ganze Steiermark trauert". Laut Polizei wurde sofort ein Krisenstab eingerichtet und die Polizeipräsenz im ganzen Land erhöht. Die Sicherheitsstufe bei Polizei und Bundesheer wurden höher eingestuft. Der Anschlag mache "fassungslos und betroffen", so Schützenhöfer. Es gebe weitere Maßnahmen für "den Fall des Falles", worüber er "in der Öffentlichkeit nicht reden" dürfe.

Man wird sich der Trauerbeflaggung des Bundes anschließen. Außerdem wurde ja am Donnerstag ein Gespräch zu Corona mit allen steirischen Landtagsparteien anberaumt - dieses werde man nun um aktuelle Fragen rund um die Anschläge, die ja islamistisch motiviert gewesen sein dürften, erweitern.

Reaktionen am Morgen nach dem Anschlag

Schützenhöfer reagierte bereits in den Morgenstunden mit den Worten: "Zusammenhalt ist die Antwort gerade auf den Terror. Unsere Gedanken sind bei den Opfern in Wien und ihren Angehörigen. Dieser Anschlag darf unser Land nicht spalten!" Und er dankt allen Einsatzkräften für ihren Einsatz.

Foto © Facebook

Auch Vize-LH Anton Lang zeigte sich "entsetzt über diesen feigen Anschlag in unserer Bundeshauptstadt. Das war ein schrecklicher Angriff auf unsere Freiheit und unser friedliches Zusammenleben". Er sprach den Opfern und deren Familien sein Beileid aus.

Weitere Reaktionen aus der Politik

Der steirische FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek drückt ebenso "mein Mitgefühl für alle Opfer und deren Angehörige" aus. "Es ist auch festzuhalten, dass die Polizei und das Bundesheer sowie alle Rettungskräfte im Einsatz unglaubliches geleistet haben und nach wie vor erbringen“, erklärt er. Außerdem fordert er, dass sofort ein "Anti-Terror-Gipfel einberufen wird".

Die KPÖ Steiermark meint: "Rechtsstaat, Demokratie und das friedliche Zusammenleben von Menschen, die unterschiedlichen oder keinen Glaubens sind, sind stärker als der Hass, den die Terroristen säen wollen."

Auch der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl zeigt sich bestürzt über die Attacken in Wien, es seien sofort Erinnerungen an die Amokfahrt 2015 in Graz hochgekommen. Damals war Nagl ja direkt am Ort des Geschehens. "Wir sind tief betroffen über den Terroranschlag in der Wiener Innenstadt. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und bei ihren Angehörigen. Ein großer Dank gilt den Einsatzkräften vor Ort, die hier unter Einsatz ihres Lebens Unglaubliches leisten."

... dieses Posting stammt von Siegfried Nagls Facebook-Seite Foto © FB

Erschüttert und tief betroffen zeigt sich die Grüne Landessprecherin Sandra Krautwaschl: „Dieser furchtbare Anschlag wird unser Land nicht spalten. Zusammenhalt ist die einzige Antwort auf Terror“, formulierte sie in einer Aussendung. Schon in der Nacht hatte sie ihr Facebookprofilbild auf Schwarz gestelt und einen Tweet von Justizministerin Alma Zadic geteilt: „Danke an alle Blaulichtorganisationen, die für unsere Sicherheit im Einsatz sind. Es sind schreckliche Bilder, die fassungslos machen.“

 

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