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Team gekündigtSchulen verlieren ihre 23 Experten für Integration

Mobiles Interkulturelles Team fördert die Integration von Flüchtlingskindern an Schulen. Nun sind die Kündigungen schon unterwegs.

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 Integration von Flüchtlingskindern an Schulen
Das Team kümmerte sich um die Integration von Flüchtlingskindern an Schulen © APA/Fohringer
 

Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeiter sind als Mobiles Interkulturelles Team (MIT) seit 2016 an steirischen Schulen gerne gesehen Vermittler. Sie unterstützen Lehrer, die nach der Flüchtlingswelle von 2015 mit der großen Herausforderung konfrontiert sind, diese Kinder zu integrieren. Die Experten übernehmen auch die Brückenfunktion in Flüchtlingsfamilien, klären über kulturelle Gepflogenheiten und Missverständnisse auf.

Doch seit gestern scheint klar, dass nach mehr als einem Jahr der Unsicherheit, wie es mit der Finanzierung des MIT weitergeht, ebendiese geplatzt ist. Die einst vom Bund initiierte Maßnahme wird eingestellt. Die Kündigungen für die 23 Mitglieder des MIT sind bereits am Postweg. Monatelang rangen Bund und Land über eine Kofinanzierung des Projekts, ehe die damals noch zuständige Bildungslandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) abgewunken hat: Die Verrechnung der Kosten sei – so wie vom Bund vorgeschlagen – laut Landesverfassungsdienst rechtlich nicht machbar. Der Bund avisierte die fristgerechten Kündigungen in einem Schreiben, sollte sich das Land nicht noch einmal mit einem Finanzierungsvorschlag melden. Die Rückmeldung blieb aus, also gibt es nun blaue Briefe.

Kommentare (8)

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Ch.Gschiel
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1 : 1100 was ist daran gut???

Wie kann eine zuständige Politikerin als positiv vermelden, dass ein Verhältnis von einer SchulpsychologIn zu 1100 SchülerInnen in der Steiermark herrscht. Auch wenn es woanders vielleicht noch schlechter ist, ist das trotzdem katastrophal zu wenig für die aktuelle Situation in den Schulen. Ein ziemliches Armutszeugnis, wenn die Frau Landesratin damit zufrieden ist, dass Schulen in der Steiermark "nur" drei bis vier Wochen auf einen angeforderten Schulpsychologie-Termin warten, statt fünf bis sechs Wochen, wie in anderen Bundesländern.

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Aleksandar
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Schulpsychologin/Schulpsychologe???

"...dass die Steiermark mit einem Schulsozialarbeiter auf 1100 Kinder deutlich besser aufgestellt sei als alle anderen Bundesländer."

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Ch.Gschiel
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Schlampig gelesen...

... hab ich da, zugegeben. Ändert aber an der Gesamtsituation leider nix. Viel zu wenig SchulsozialarbeiterInnen, viel zu wenig SchulpsychologInnen

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Aleksandar
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Das würde ich so nicht unterschreiben

Zumindest in Volksschulen halte ich kleinere Klassen mit einer Bezugsperson besser als ein ganzes Arsenal von Fachleuten.

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andreakrenn
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@ Aleksandar

ja die klassen, mehr oder weniger klein , gibts sowieso in jeder Volksschule. Zusätzlich kamen dann die Fachkräfte vom MIT, wenn es nötig war..

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Aleksandar
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Stimmt so nicht

In Ballungsgebieten (mit vielen Kindern mit Migrtionshintergrund) gibt es meist Klassen mit bis zu 26 oder gar 27 Kindern; kleine Klassen gibt es eher auf dem Land.
In Klassen in den erwähnten Ballungsgebieten sollten 12 bis max. 14 Kinder gehen, die von einer / einem Lehrer/in betreut werden. Somit gäbe es eine Bezugsperson.
Zu MIT: Warum sollen MIT-Leute besseren Zugang zu den Kindern haben als eine engagierte Lehrerin?

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KarlZoech
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Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der Amtsschimmel der hohen Bürokratie wiehert.

Da wird eine Maßnahme, welche sehr nötig ist und sich bewährt hat allein deshalb abgestellt, weil es Bund und Land angeblich nicht möglich ist, rechtskonforme Finanzierungsmöglichkeiten zu finden.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass der neuen Bildungslandesrätin da noch eine Lösung einfällt.

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heku49
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Rechtlich nicht machbar.......?

Vielleicht menschlich machbar!

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