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Windspitzen bis 177 km/hSturm und Schnee führten zu Verkehrs-Behinderungen in der Obersteiermark

Sturm und starke Schneefälle sorgten in der Obersteiermark für Verkehrsbehinderungen. Betroffen waren vor allem die B320 im Ennstal und die L104 im Bereich Gasen und Birkfeld. Beide Zugunterbrechungen im Ausseerland und in Gasen konnten behoben werden.

Starke Schneefälle sorgen für Verkehrschaos im Ennstal - Windwarnung für den Bereich Gleinalpe bis Wechsel © APA, ZAMG
 

Starker Schneefall mit eingeschränkter Sicht und starkem Wind sorgte am Dienstagvormittag für schwere Verkehrsverzögerungen im Ennstal: Auf der B 320 brauchten Fahrer bis zu einer Stunde länger, auch auf der Ausweichstrecke zwischen Niederöblarn und Irdning kommt man auf der Schneefahrbahn nur langsam voran.

"Aufgrund der winterlichen Fahrverhältnisse kommt es im Ennstal derzeit beinahe stündlich zu Verkehrsunfällen", meldete der Bereichsfeuerwehrverband Liezen. Die Feuerwehren waren vorwiegend bei Fahrzeugbergungen gefordert, um die wichtigen Verkehrsrouten wieder rasch freizubekommen. Auf der B145 Salzkammergutbundesstraße bei Pürgg landete kurz vor 6 Uhr ein Pkw im Graben, wie auch um 8.15 Uhr bei Stein am Enns und um 9.10 Uhr in Aigen im Ennstal. Auf der B145 bei Obersdorf stießen gegen halb 12 Uhr vormittags zwei Pkw zusammen.

Die L104 Breitenauerstraße musste aufgrund des starken Sturms mit Windspitzen von mehr als 100 km/h gesperrt werden: Im Bereich Gasen bis Birkfeld sind zahlreiche Bäume auf die L104 gestürzt. Die Straße ist daher in diesem Bereich bis auf Weiteres gesperrt. Der Sturm sollte sich bis zum Abend hin wieder legen, könnte aber bis dahin - davon geht die Landeswarnzentrale aus - noch weitere Bäume umstürzen lassen und Schäden anrichten.

Im Murtal kam es zu einer Oberleitungsstörung zwischen Thalheim-Pöls und Zeltweg: Hier konnte der Zug bis 12.23 Uhr nicht fahren. Die Fernverkehrszüge warteten laut ÖBB vorerst die Sperre ab, die Passagiere der Nahverkehrszüge wurden mit Schienenersatzverkehr zwischen Thalheim-Pöls und Zeltweg transportiert.

Auch für das Ausseerland meldete die ÖBB eine Streckenunterbrechung: Hier waren ebenfalls Bäume umgestürzt, zwischen Bad Mitterndorf und Tauplitz waren vorübergehend keine Fahrten möglich, die Unterbrechung ist mittlerweile behoben.

Die Mariazellerbahn ist - noch wegen der starken Schneefälle im Jänner - nach wie vor zwischen Laubenbachmühle und Mariazell unterbrochen. Die Sperre soll bis Mittwoch andauern, es gibt einen Schienenersatzverkehr.

ZAMG Windwarnung der ZAMG
Warnstufe Orange für den Bereich Gleinalm - Schöckl - Fischbacher Alpen - Semmering und Wechsel © ZAMG

Windwarnung für Gleinalm bis Semmering

"Vor allem im Osten, aber auch in den nördlichen Regionen Kärntens ist es heute teils stürmisch", meldete die ZAMG am Vormittag: "Auf den Bergen wütet gebietsweise ein Orkan." Die höchsten Windspitzen hat man bis dato in den steirisch- niederösterreichischen Kalkalpen (150 km/h auf der Hohen Veitsch) oder im steirischen Randgebirge (hier sind bereits Bäume umgestürzt) gemessen. Am Hohen Wechsel (beim Wetterkoglerhaus - hier geht es zur Webcam!) konnten die Messgeräte Böen bis 177 km/h registrieren.

Der Wind wird laut ZAMG erst am Abend schwächer.

Sturmschäden gab es aber auch im Süden des Landes: In Dobl (Graz-Umgebung) musste die Feuerwehr etwa zu einem Wohnhaus ausrücken, wo Teile des Dachs abgedeckt worden waren.

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