Misshandelte und ermordete Jüdinnen und Juden, geschändete Friedhöfe und niedergebrannte Synagogen: In Erinnerung an die „Reichspogromnacht“ im November 1938 und als Reaktion auf den massiven Anstieg antisemitischer Vorfälle seit dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg in Gaza stellte die Regierungskoalition nun eine neue Strategie gegen Antisemitismus vor. Demnach müssen Teilnehmer eines Integrationskurses künftig eine „Erklärung gegen Antisemitismus unterschreiben. „Das ist komplett zahnlos“, kommentiert Elie Rosen, Präsident der jüdischen Gemeinde in Graz das Papier. Es sei eine „vollkommene Illusion“, dass Menschen, die aus Ländern stammen, in denen seit Jahrzehnten gegen Israel und gegen Juden gehetzt werde, sich von heute auf morgen ändern.