Donnerstag, 13.30 Uhr. „Bissl Stress heute“. Josef Mündler (73) presst das Handy ans Ohr und winkt die formelle Begrüßung ab. Schon wieder ein Anruf. „Hi Toni“, sagt er, während er in die Einsatzzentrale huscht. „Stell den Bus unters Dach, es wird heute schlimm“. Eine Stunde vorher kam der AT-Alert auf die steirischen Handys: „Behördliche Gefahreninformation Steiermark – Extremwetterereignis“! Im Grazer Becken erwartet man Hagel, Sturm und Gewitter ab 15 Uhr. „In der Langzeitaufzeichnung ist der 26. Juni der schlimmste Tag im Jahr. 1982 war es der Schlimmste der Aufzeichnungen“, erklärt Mündler, der seit 1987 für die Hagelabwehr fliegt – mittlerweile nur noch als Ersatzpilot, weil er auch als Geschäftsführer der Steirischen Hagelabwehrgenossenschaft viel um die Ohren hat.