Es handle sich um einen gefährlichen Täter. Er sei technisch versiert. Und man könne nicht ausschließen, dass er in absehbarer Zeit wieder zuschlagen wird. Das sagen Ermittler über jenes Phantom, das mit zwei versuchten Sprengstoffanschlägen gegen die Zeugen Jehovas für große Unruhe bei der Glaubensgemeinschaft sorgt. Auch bei der Polizei spricht man von einer „sehr ernsten Lage“. Daher wurde beim Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) die „Ermittlungsgruppe Michael“ eingerichtet. Namensgeber ist der Erzengel, der im Glauben von Jehovas Zeugen eine zentrale Rolle einnimmt.
Anschläge auf Zeugen Jehovas
Ein Profiler soll helfen, das Bombenhirn zu finden
Vor einem Monat wurde ein Sprengsatz in Kalsdorf gefunden. Jetzt weiß man: Er war noch explosiver als die Autobomben von Leibnitz im August. Ermittler halten Täter für gefährlich, er könnte wieder zuschlagen.
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