Dopingskandal in SeefeldHauke und Baldauf brechen das Schweigen

Max Hauke und Dominik Baldauf meldeten sich nach dem Dopingskandal in Seefeld erstmals zu Wort.

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NORDIC SKIING - FIS Nordic World Ski Championships Seefeld 2019
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Der Dopingskandal rund um Max Hauke und Dominik Baldauf erschütterte die WM in Seefeld. Die beiden Langläufer wurde des Blutdopings überführt, Hauke sogar auf frischer Tat erwischt. In der heutigen Ausgabe der "Kronen-Zeitung" nahmen die beiden Dopingsünder Stellung. Für beide sei das Kapitel Leistungssport beendet und sie wollen ein neues Leben beginnen. Hauke denkt an ein Medizinstudium, Baldauf trotz der Vorkomnisse an eine Karriere bei der Polizei.

Enge Freundschaft seit der Kindheit

"Von Kindheit an bestimmte das Langlaufen unser Leben. Wir haben dem Sport alles untergeordnet", sagte Hauke im Interview. 2015 haben die beiden Langläufer dann gemerkt, dass ihre Leistungen mitunter sogar abfielen, "obwohl wir 100 Prozent Einsatz gegeben haben", sagte Baldauf. Beide verbindet seit der Kindheit eine enge Freundschaft und nur sie wussten davon.

"Nicht an die Spitze ohne Doping"

"2016 traf ich Johannes Dürr erstmals seit dem Skandal um ihn wieder. Wir arbeiteten beide beim Zoll in Wien und gingen manchmal miteinander trainieren. Dabei redeten wir natürlich über das Langlaufen und in der  Folge auch darüber, dass die Leistungen von Max und mir stagnieren", sagte Baldauf. "Dürr erklärte mir, dass es ohne Doping nicht möglich sei, an die Spitze zu kommen. Und dass uns ein Erfurter Arzt helfen könnte." Im Sommer 2018 ließen sich die beiden dann Blut abnehmen, das vor den Wettkämpfen rückgeführt wurde. Das System war professionell, kommuniziert wurde über Pre-Paid-Handys.

Haukes Verhaftung während einer Behandlung war spektakulär. "Ich fühlte mich total ausgeliefert und extrem schuldig." Dennoch sei er nach dem ersten Schock erleichtert gewesen.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

illuminati
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Zufall?

Dass ausgerechnet die 2 Spitzenbiathlethen kurz vor der WM, kränkeln. Es gilt die Unschuldsvermutung.

sugarless
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Klassiker

Immer bei Verdacht: plötzliche Erkrankungen knapp vor dem Wettkampf.
Und ein Glas Salzwasser reicht zur Verschleierung, was passiert mit den Millionen für die Nada?

Dogsitter
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Mit Doping

schaden sich die Sportler nur selber, sonst niemanden...wieso also sollten sie im zivilen Leben nicht vernünftige Berufe erlernen dürfen....und auch ausüben....wer dopt gehört lebenslang gesperrt werden bei sportlichen Geschichten und fertig...

Pollheim
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Ich hab ja...

... wirklich für vieles Verständnis, aber das sie beiden wirklich glauben - "Hauke denkt an ein Medizinstudium, Baldauf trotz der Vorkomnisse an eine Karriere bei der Polizei." Fuß fassen zu können, schlägt dem Fass den Boden aus!!

zyni
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Die Burschen sind jung,

sie können doch nicht auf Lebzeiten für diese Sache gebrandmarkt bleiben.

exilgrazer
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Das stimmt,

aber bei der Polizei hat er nichts verloren!

AloisSteindl
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Irgendwie verständlich

Wenn man mitbekommt, wie gut der Arzt bei der Geschichte verdient haben muß, und wenn man schon weiß, wie man die entsprechenden Gerätschaften bedient, ist der Beruf des Sportmediziners wohl sehr verlockend. Auch die Stelle des Sportarztes wird bald frei sein. (Ok, so schnell wird es mit dem Studium wohl nicht gehen, aber es ist zu befürchten, dass die Sportärzte nach allen größeren Sportereignissen gegangen werden müssen.) Die Geschichte mit dem Hippokratischen Eid wird er vermutlich nicht so eng sehen.

dude
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Wenn ein junger Mensch eine große Dummheit begeht,

... diese bereut und für diese auch bestraft wird, so soll er doch durchaus im Leben danach eine 2, Chance bekommen! Eigentlich wäre es tragisch, wenn es nicht so wäre! Und er kann durchaus auch ein guter Arzt werden. Mit Sicherheit bringt er jetzt schon ein besseres medizinisches Wissen mit, als ein Durchschnittsgymnasiast.
Ich wünsche beiden alles Gute für die Zeit nach dem Leistungssport!

Gotti1958
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Also

Hauke hat ja schon medizinische Vorkenntnisse...

HPIK1RXCA6MZ63IL
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Naja

Der grösste Teil ihres Lebens steht denen noch bevor, der Fehler ist geschehen, die Konsequenzen eh schon bitter genug
Deren Zukunftsplänen sollte man keine Hindernisse in den Weg legen. Aber der "Spitzensport" an sich gehört entzaubert. Der ist zur Geschäftemacherei verkommen. Spitzensport und Fairness bzw. Spitzensport und Gesundheit schließen sich gegenseitig aus.