Das Areal rund um die Garmischer Olympiaschanze ist am Fuße des Wettersteinmassivs gebettet. Ein imposanter Gebirgszug, der allerdings einen kleinen Nachteil mit sich bringt: Er wirft in den Wintermonaten weiträumig Schatten. Deshalb saßen die Temperaturen rund um den Springerbakken am Vormittag des Neujahrstages auch bei frostigen minus sieben Grad fest.

Großes Polizei-Aufgebot

Trotzdem ließen es sich an die hundert Zuschauer nicht nehmen, bereits seit 9.30 Uhr beim stetig ansteigenden Duft von Bratwürsten und Glühwein auszuharren, um nach dem Öffnen der Tore (10 Uhr) die besten Plätze für das Neujahrsspringen (14 Uhr) zu ergattern. Bildet man eine Summe, kommt man auf knapp sieben Stunden Stehen in Eiseskälte (Frostbeulen inklusive), ehe um 16.15Uhr der letzte Springer im Auslauf abgeschwungen hat. Das nennt man wahres Fansein.

Damit das Springerspektakel, das wie bereits in Oberstdorf ein ausverkauftes Haus vermelden konnte, sicher über die Springer-Bühne gehen konnte, war in Garmisch ein großes Polizei- und Security-Aufgebot vor Ort. Nach den beiden Anschlägen auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg und der mutmaßlichen Amokfahrt mit einem Bagger in Tauberbischofsheim herrscht in Deutschland dieser Tage bei Großveranstaltungen Alarmstufe Rot.

Weiter geht es mit der Tournee am 4. Jänner in Innsbruck. Wer jetzt noch Lust bekommen hat, live dabeisein zu wollen, muss sich allerdings Richtung Bischofshofen (6. Jänner) orientieren, denn auch die Weitenjagd am Bergisel ist bereits ausverkauft. Für alle Kartenbesitzer für Innsbruck: Die Temperaturen sollen nicht über die Minus-Vier-Grad-Marke klettern. Also: Warm einpacken!