Mehrere Verstöße aufgedecktNach Weltcup-Rennen in Sölden hagelte es Anzeigen und Strafen

Die Ski-Weltcup-Rennen in Sölden haben ein Nachspiel: Die Finanzpolizei hat mehrere Verstöße aufgedeckt.

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In Sölden hat der Auftakt zum Alpinen Ski-Weltcup stattgefunden
In Sölden hat der Auftakt zum Alpinen Ski-Weltcup stattgefunden © APA/EXPA/JOHANN GRODER
 

Der Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden Ende Oktober hat für einige Sicherheitsunternehmen ein unangenehmes Nachspiel: Die Finanzpolizei deckte mehrere Verstöße auf, was zu Strafe in Höhe von 20.000 Euro führte, teilte das Finanzministerium mit. Es hagelte Anzeigen nach der Gewerbeordnung, dem ASVG, dem Ausländer-Beschäftigungsgesetz und dem Arbeitslosen-Versicherungsgesetz. Zudem wurde eine Anzeige wegen Sozialleistungsbetrugs an die Task Force Sozialleistungsbetrug erstattet.

Insgesamt waren neun Sicherheitsunternehmen und 84 Dienstnehmer überprüft worden. Zwei der Unternehmen gingen ihrer Tätigkeit ohne aufrechtes Sicherheitsgewerbe nach, insgesamt 13 Personen wurden nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet. Zwei dieser Personen waren laut Ministerium Asylwerber im aufrechten Verfahren und verfügten zudem über keine aufrechten Beschäftigungsbewilligungen. Eine weitere Person erhielt Arbeitslosengeld.

Neben den Securityfirmen wurde auch ein Taxiunternehmen kontrolliert. Hier deckte die Finanzpolizei "Mängel in Zusammenhang mit der Registrierkasse" auf. Das Finanzamt und die Finanzstrafbehörde würden diesem Fall nun nachgehen, hieß es. "Steuer- und Abgabenbetrug verzerren den Wettbewerb massiv und gehen zu Lasten der ehrlichen Wirtschaftstreibenden. Die Finanzpolizei wird auch in Zukunft entschlossen handeln und die Kontrolldichte bei Großereignissen verstärken", betonte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP).

Die Firma "Walcher Security", die bei mehr als 80 Prozent der ÖSV-Veranstaltungen im Einsatz sind, sind nicht betroffen.

Kommentare (11)
NightflyerXX
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Nächstes Jahr...

... wird die Finanzpolizei in Sölden einfach nicht mehr kontrollieren.
Wollen wir wetten?

deCamps
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Da gibt es kein Wenn und Aber. Eine korrekte sachliche Auflistung der gesetzlich erforderlichen Mängel.

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Das Finanzamt und die Finanzstrafbehörde würden diesem Fall nun nachgehen, hieß es. "Steuer- und Abgabenbetrug verzerren den Wettbewerb massiv und gehen zulasten der ehrlichen Wirtschaftstreibenden. Die Finanzpolizei wird auch in Zukunft entschlossen handeln und die Kontrolldichte bei Großereignissen verstärken", betonte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP).
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Dazu haben wir ein in Österreich funktionierendes Rechtssystem und diesmal hat die Behörde und ihre Institutionen endlich einmal auftragsgemäß kontrolliert und auch die Durchführungsbestimmungen an den Rand der Gesetzlichkeiten gebracht. Wir benötigen keine neuen Gesetze noch neue Verordnungen, es reicht die vorhanden Durchführungsbestimmungen gemäß der aufgezeigten Bemängelung zu vollziehen.

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wollanig
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Bei 1000 Euro

Mindeststrafe pro Delikt sind 20000 Pippifax.

Baldur1981
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haha

Das sind dann wieder die Seilbahnunternehmer und Touristiker, die dauernd händeringend nach Arbeitnehmern rufen, und die gerne Hungerlöhne zahlen. Die haben wir mit unserem Steuergeld durch die Krise getragen. Bravo!

DergeerdeteSteirer
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Solche Veranstaltungen sind skandalös und als Österreicher muss man sich bis unter die Erde schämen, .................

außer Korruption scheint es in vielen Gebieten nichts anderes mehr zu geben, die gehören samt dem ÖSV, welcher seine Finger mit drinnen hat, so hart bestraft das sie es sich hunderte Male überlegen es nur im Ansatz noch irgendwo zu versuchen, gewisse Lizenzen gehören mindestens zehn Jahre gesperrt, untersagt oder ausgesetzt!!

Eschmidl
8
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Sie machen...

doch nur nach was die Regierung vor macht. Selbstbereicherung. Ich finde es Skandalös dass man das hier so breit tritt.

Ragnar Lodbrok
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Ganz einfach:

Lizenzen und Gewerbeberechtigungen entziehen und Strafen von 20.000 Euro aufwärts. Zahlbar innerhalb 48 Stunden oder 30 Tage Arrest. Dann hört sich das schnell auf.

lamagra
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Nein, keine Geldstrafe!

Unbedingte Haftstrafe! Je Mann/Tag eine Woche Haft!
Dann sind auch die Strohmänner schneller weg als wir schauen können. Bei Geldstrafen werden diese von den Hintermännern bezahlt und nichts passiert.
Wenn die aber wissen, dass sie zB für 5 Leute, die 4 Tage gearbeitet haben, gleich mal für 20 Wochen hinter Gitter landet, überlegen sie es sich doppelt und dreifach.
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Denn andersrum wird sich nichts ändern. Sie fliegen einmal auf, im gleichen Zeitraum kommen sie 10 - 20 mal durch. Da ist die Geldstrafe dann ein Kollateralschaden!

Patriot
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Die Verantwortlichen streng bestrafen!

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Morpheus17
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BMF Sponsor vom ÖSV

passt doch gut ;-)

FB4
3
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Das

Land ist schon bald unglaublich. Jetzt musst dich als Österreicher bald genieren und die Elite macht munter weiter🤷‍♂️🤷‍♂️🙈🙈🙈