Ski alpinPinturault gewann hauchdünn vor Sensationsmann Lie McGrath

Der Franzose feierte in Alta Badia seinen 15. Riesentorlauf-Weltcupsieg, wurde aber vom sensationellen 20-jährigen Norweger Atle Lie McGrath voll gefordert. Brennsteiner als bester Österreicher Achter.

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Alexis Pinturault © GEPA pictures
 

Der Weltcup-Riesentorlauf-Klassiker in Alta Badia war diesmal an Spannung kaum zu überbieten. Alexis Pinturault holte sich schließlich den Sieg, der Franzose rettete gerade noch sieben Hundertstel auf den norwegischen Überraschungsmann Atle Lie McGrath. Der Sohn des früheren US-Slalomfahrers Felix McGrath lag nach dem ersten Lauf mit Startnummer 29 auf Rang vier und hätte ohne einen schweren Fehler im Schlussteil sogar geführt. Dritter wurde der Schweizer Justin Murisier.

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Stefan Brennsteiner sorgte aus österreichischer Sicht mit Rang acht für ein beachtenswertes Resultat. Roland Leitinger, als Neunter bester ÖSV-Läufer nach dem ersten Durchgang, musste sich nach einem schweren Fehler im oberen Teil mit Rang 22, unmittelbar hinter Marco Schwarz, begnügen. Manuel Feller, 21. nach Lauf eins, schied im zweiten Durchgang nach guter oberer Zwischenzeit aus.

Pinturault stellte in Anwesenheit von Alberto Tomba die Riesentorlauf-Marke des seit Samstag 54-jährigen Italieners ein und übernahm mit nunmehr 376 Punkten und einem Zähler Vorsprung die Weltcup-Gesamtführung vom Gröden-Doppelsieger und Tagessechsten Aleksander Aamodt Kilde.

Historische Negativbilanz

Österreichs Riesentorlauf-Herren waren im Vorjahr und damit im Jahr eins nach Marcel Hirscher erstmals seit der Saison 1992/93 in dieser Disziplin sieglos geblieben. Der letzte RTL-Sieger des ÖSV außer Hirscher war im Februar 2011 Philipp Schörghofer gewesen. Die einst beste Skination der Welt hält derzeit bei einem historisch schlechten Saisonstart. 18 sieglose Rennen (Damen und Herren je 9) hat es seit 1986 nicht mehr gegeben.

"Es war ein großer Wunsch, hier einmal zu gewinnen", freute sich Pinturault. Es war nicht einfach heute, deshalb eine Superleistung", lobte sich der Franzose nach seinem Sieg selbst.

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