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Hirscher im Interview"Am Anfang war es ein Horror"

Marcel Hirscher erzählt in einem Gespräch mit dem "Red Bulletin" über sein neues Leben. Er habe erkannt, dass nicht die anderen Menschen komisch seien, sondern er "schräg drauf".

Marcel Hirscher © GEPA
 

Vor acht Monaten hat Marcel Hirscher seinen Rücktritt verlautbart. In einem Interview für das "Red Bulletin" gewährte der Ex-Skistar nun Einblicke in sein Innenleben und er erzählt, wie sich sein Leben seit dem Abgang verändert hat. So musste der Tagesablauf während seiner aktiven Karriere exakt strukturiert sein, der Druck sei enorm gewesen.

"Als Profisportler war ich die Mensch gewordene To-do-Liste. Es war notwendig, systematisch Punkt für Punkt vorzugehen, um schlussendlich zum gewünschten Resultat zu kommen. Heute bin ich megafroh, dass es genau um diese Sachen nicht mehr geht", meinte Hirscher, der sich vor allem an den Beginn seiner Laufbahn mit Schrecken erinnert. "Am Anfang war es ein Horror. Es war wirklich sehr, sehr schwierig, speziell, weil man als Profisportler glaubt, man muss das Maximum aus jedem einzelnen Tag herausholen."

In seinem neuen Leben habe diese Herangehensweise hingegen keine Daseinsberechtigung mehr. Das sei auf Dauer "ziemlich anstrengend", meint Hirscher und das betreffe vor allem die ihn umgebenden Menschen, nämlich Dienstleister, Handwerker, Arbeiter, etc.. "Im Umgang mit ihnen habe ich sehr bald bemerkt, eigentlich sind nicht die komisch, sondern ich bin schräg drauf. Die haben ein Arbeitstempo gefunden, das sie ein Leben lang aushalten müssen, ich musste mein Tempo als Spitzensportler nur zehn Jahre lang halten. Ein gesamtes Arbeitsleben im Laufschritt ist nicht gesund, das hält niemand aus."

 

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